DGUV Information 209-014 - Lackierer (bisher: BGI 557)

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Abschnitt 12, 12. Elektrostatische Erdung
Abschnitt 12
Lackierer (bisher: BGI 557)
Titel: Lackierer (bisher: BGI 557)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-014
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 12 – 12. Elektrostatische Erdung

Elektrostatische Ausgleichsvorgänge können als Zündquellen wirksam werden und damit Verpuffungen und Brände auslösen. Ursache für diese Vorgänge ist eine vorangegangene Ladungstrennung. So kann sich z. B. beim Erzeugen von Sprühnebel eine Ladungsart auf dem Werkzeug ansammeln, während die andere mit dem Aerosol als Träger Werkstücke und andere Teile auflädt.

Alle Gegenstände, die sich gefährlich aufladen können, müssen im Lackierbereich zur Vermeidung zündfähiger Entladungen elektrostatisch entweder durch den Standort oder durch flexible Leitungen mit Klammer geerdet sein. Wie beim elektrostatischen Beschichten mit Flüssiglack oder Pulverlack können sich insbesondere beim Hochdruckspritzen (Airless-Spritzen) zu beschichtende Güter, leitfähige Gefäße, wie Blecheimer, auch wenn sie nur zum Reinigen verwendet werden, Auflagehorden, Werkstückaufnahmen, gefährlich aufladen.

Ausreichend leitfähige, ortsbewegliche Gefäße (Transportbehälter, wie Fässer, Kanister) aus nichtmetallischen Werkstoffen müssen mit "Exelstat" gekennzeichnet sein.

Nicht ausreichend leitfähige Gefäße aus nichtmetallischen Werkstoffen müssen mit einem Hinweis versehen sein, dass sie bei der aktiven Lagerung nach TRbF 20 Anhang J nur mit einer ausreichend leitfähigen Einrichtung verwendet werden dürfen (siehe Abschnitt 6 TRbF 60).

Auf den besonderen Abschnitt 3.3.5 in der BG-Regel "Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen" (BGR 132) wird hingewiesen.