DGUV Information 209-011 - Gasschweißer (bisher: BGI 554)

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Abschnitt 4.2, 4.2 Atemschutz
Abschnitt 4.2
Gasschweißer (bisher: BGI 554)
Titel: Gasschweißer (bisher: BGI 554)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-011
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.2 – 4.2 Atemschutz

Immer dann, wenn die notwendige Lüftung, z.B. Absaugung, nicht ausreichend wirksam oder im Einzelfall nicht möglich ist, muss der Schweißer persönlichen Atemschutz benutzen. Das gilt auch für Autogenarbeiten an verzinkten, verbleiten oder mit Farben beschichteten Werkstücken und Nichteisenmetallen, vor allem aber in engen Räumen.

Abhängig von der Gefährdung sind die Geräte auszuwählen.

Gegen Schweißrauche werden bei sonst ausreichender Atemluft Partikel filternde Masken eingesetzt.

Sind unter diesen Bedingungen zusätzlich nitrose Gase zu erwarten, so sind auch Gasfilter gegen nitrose Gase (blaue Kennfarbe und meist Filterklasse 2 - für mittleres Aufnahmevermögen) erforderlich. Sind auch toxische Rauche in gefährlicher Konzentration möglich, sind entsprechende Kombinationsfilter, z.B. gegen nitrose Gase und Zinkoxid ein Filter N02-P2 (Kennfarbe blau/weiß), auszuwählen.

Vor allem in Bereichen, in denen beim Gasschweißen, Brennschneiden oder bei verwandten Verfahren der Autogentechnik mit Sauerstoffverarmung durch Verbrennungs- oder auch Verdrängungsvorgänge zu rechnen ist, sind Atemschutzgeräte, die von der Umgebungsatmosphäre unabhängig wirken, einzusetzen. Solche Geräte sind Schlauchgeräte und Behältergeräte (Pressluftgeräte). Sauerstoffgeräte sind nicht zu verwenden. In jedem Fall sind bei Benutzung von Atemschutzgeräten weitere Sicherungsmaßnahmen für Schadensfälle vorzusehen.

Gute Pflege der Geräte und Masken und rechtzeitiges Auswechseln der Filter gelten als wichtige Voraussetzungen für einen sinnvollen Einsatz der persönlichen Atemschutzgeräte.

Nicht zu bestreiten ist allerdings, dass gerade das Tragen von Atemschutzgeräten eine erhebliche Unbequemlichkeit und Belastung für den Schweißer darstellt.

Die Forderungen der BG-Regel "Benutzung von Atemschutzgeräten" (BGR 190) sind einzuhalten.

Tragezeitbegrenzungen bei belastenden Atemschutzgeräten und medizinische Eignungs- bzw. Vorsorgeuntersuchungen sind anzubieten bzw. zu veranlassen. Bei der Benutzung von Atemschutzgeräten ohne Belastung (z.B. Gebläsefiltergeräte mit Helm) ist eine Tragezeitbegrenzung nicht vorgesehen.