DGUV Information 209-009 - Galvaniseure (bisher: BGI 552)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 12, 12 Instandhaltung
Abschnitt 12
Galvaniseure (bisher: BGI 552)
Titel: Galvaniseure (bisher: BGI 552)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-009
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 12 – 12 Instandhaltung

Bei der Instandhaltung (Inspektion - Wartung - Instandsetzung) von Anlagen und Einrichtungen der Galvanotechnik ist es wiederholt zu Unfällen gekommen, z.B. durch Abstürze aus größeren Höhen, Stürze in ätzende oder heiße Bäder, Quetschungen an Galvanoautomaten, Einwirkung gefährlicher Gase und Dämpfe oder Sauerstoffmangel beim Arbeiten in Behältern, Verätzungen beim Demontieren von Rohrleitungen, die noch Säuren oder Laugen enthielten.

Die Gefahren sind deshalb besonders groß, wenn die Instandhaltungsarbeiten von (Galvanik-)Betriebsfremden ausgeführt werden.

Diese Mitarbeiter sind deshalb besonders sorgfältig einzuweisen und zu unterweisen.

Maßnahmen bei Instandhaltungsarbeiten sind beispielsweise:

  • Betriebsanweisung für die durchzuführenden Arbeiten einhalten (z.B. Inspektionen am Bad, Wartung von Anlageteilen, Arbeiten an den elektrischen Einrichtungen, Arbeiten in engen Räumen, Arbeiten über den Bädern).

  • Persönliche Schutzausrüstungen auf ordnungsgemäßen Zustand kontrollieren und benutzen.

  • Hautschutzplan einhalten.

  • Absturzsicherungen oder Badabdeckungen benutzen, auch wenn nur kurzfristig über Bädern gearbeitet wird.

  • Nur mit schriftlichem Auftrag und unter Beachtung der festgelegten Schutzmaßnahmen in Behältern, Gruben, Auffangwannen arbeiten.

  • Rohranschlüsse absperren und Absperrorgane gegen irrtümliches Öffnen sichern.

  • Rohrleitungen drucklos machen, entleeren, spülen, abkühlen lassen; auf Flüssigkeitssäcke und Restdrücke achten.

  • Instandsetzungs- und Änderungsarbeiten nur ausführen, wenn die Anlagen und Einrichtungen ausgeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert sind.

  • Inbetriebnahme nach Instandhaltungsarbeiten erst, nachdem der Vorgesetzte den Betrieb freigegeben hat. Vorher hat er sich davon zu überzeugen, dass die Arbeiten beendet sind, der betriebssichere Zustand wieder hergestellt ist und alle Beteiligten die Gefahrenbereiche verlassen haben.

  • Besteht die Gefahr des Abstürzens (Herabfallen) von Gegenständen, z.B. Hubtraversen, Werkstücke, so ist der Bereich darunter abzusperren. Nach Instandhaltungs- und Änderungsarbeiten muss der Unternehmer oder sein Beauftragter die Wiederaufnahme des Betriebs ausdrücklich freigeben.

  • Beim Lösen festsitzender Armaturen (Schieber usw.), Verschraubungen und Flansche sind die Rohrleitungen - soweit möglich - zu entleeren. Beim Öffnen ist darauf zu achten, dass Restmengen an Flüssigkeiten vorhanden sein können. Die Restmengen können am Arbeitsplatz selbst oder in andere Anlagenbereiche ablaufen. Entsprechend sind Auffangwannen so zu platzieren, dass die Flüssigkeit aufgefangen wird.

    Die Arbeiten und die Schutzausrüstungen sind darauf abzustimmen.

Schlusssatz:

Mit dieser BG-Information steht Ihnen eine zusammenfassende Informationsschrift zur Verfügung, die dem heutigen Stand der Technik und den jetzigen Vorschriften entspricht.

Falls Sie ergänzende Anregungen oder Fragen haben, wenden Sie sich an Ihre Berufsgenossenschaft oder direkt an den Fachausschuss "Metall und Oberflächenbehandlung", Sachgebiet "Galvanik".