DGUV Information 209-009 - Galvaniseure (bisher: BGI 552)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 6, 6 Abfall und Abwasser
Abschnitt 6
Galvaniseure (bisher: BGI 552)
Titel: Galvaniseure (bisher: BGI 552)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-009
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6 – 6 Abfall und Abwasser

Die eingesetzten Chemikalien sind, solange sie im Betrieb sind, Gefahrstoffe. Nicht mehr verwendbare Chemikalien, erschöpfte Bäder, Schlämme, Sedimente und sonstige Abfälle sind einer ordnungsgemäßen Verwertung/Entsorgung zuzuführen (Bild 6-1).

Bild 6-1: Die Abwasserbehandlung ist wesentlicher Bestandteil einer gut funktionierenden Galvanik. Mit ihr wird auch Geld gespart

Dies kann, wenn die technischen Möglichkeiten gegeben sind, im Betrieb selbst erfolgen. In diesem Fall ist die Abfallbehandlung (Oxidation, Reduktion, Neutralisation, Fällung, Trocknung [Staubgefahr]) ein wesentlicher Bestandteil des Produktionsablaufs. Cyanidische Abwässer müssen gesondert behandelt werden (Bild 6-2).

Bild 6-2: Abwasserbehandlungsanlage für cyanidische Abwässer

Für diesen Bereich und die Tätigkeiten gelten dieselben Gefährdungen und Schutzmaßnahmen wie bei der eigentlichen Produktion. Hinzu kommen die Anforderungen aus den Umweltgesetzen und örtlichen Vorschriften (z.B. kommunale Satzungen, Abwassereinleitung, Abfallentsorgung, Gefahrguttransport). Es empfiehlt sich, die erforderlichen Maßnahmen im Kontakt mit den zuständigen Behörden zu realisieren, in Betriebsanweisungen festzulegen und ihre Durchführung zu überwachen. Unter Umständen hat der Betrieb eigene Abfallbeauftragte, Gefahrgutbeauftragte, zu bestellen und ausbilden zu lassen.

In Behältern und Rohrleitungen, die neutrale Abwässer mit Ölen und Fetten enthalten, bilden sich häufig Kulturen von Mikroorganismen (Hefen, Pilze, Schimmel usw.). Dies macht sich durch einen unangenehmen Geruch bemerkbar, der vom offenen Behälter ausgeht.

Dieser Befall muss durch Maßnahmen, die in der Biostoffverordnung und in den dazugehörenden Technischen Regeln beschrieben sind, bekämpft werden. Die dort beschriebenen Hygienemaßnahmen sind einzuhalten.