DGUV Information 209-009 - Galvaniseure (bisher: BGI 552)

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Abschnitt 3.4, 3.4 Umgang mit Beschickungseinrichtungen
Abschnitt 3.4
Galvaniseure (bisher: BGI 552)
Titel: Galvaniseure (bisher: BGI 552)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-009
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.4 – 3.4 Umgang mit Beschickungseinrichtungen

Zu den Beschickungseinrichtungen zählen vor allem

  • Hub- und Schwenktrommelanlagen,

  • Schienenlaufkatzen

    und

  • Transportwagen in vielfältiger konstruktiver Ausgestaltung.

An den Beschickungseinrichtungen, die zum Teil automatisch anlaufen, treten mechanische Gefahrstellen auf, z.B. Zahnradtriebe an Trommeln oder großräumige Scher- und Quetschstellen an Automaten (z.B. mit festen Teilen der Umgebung, Gebäudestützen und Pfeilern).

Diese Gefahrstellen müssen gesichert sein, z.B. durch Not-Aus-Schaltbügel oder ähnlich wirkende Schutzeinrichtungen.

Schutzeinrichtungen (Verkleidungen, Lichtschranken, Sicherheitsgrenztaster usw.) dürfen nicht abgebaut oder unwirksam gemacht werden (Bild 3-5).

Beschädigungen an Sicherheitseinrichtungen sind umgehend zu melden. Schutzeinrichtungen, die für Reinigungs-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten demontiert wurden, sind vor Inbetriebnahme der Anlage wieder anzubringen.

Beschickungseinrichtungen sind aufgrund der betrieblichen Abläufe und der Belastungen durch Chemikalien erfahrungsgemäß einem erhöhten Verschleiß unterworfen.

Dies gilt auch für die daran befindlichen Sicherheitseinrichtungen. Schaltelemente werden verbogen, Bügel korrodieren, Reißleinen werden schlaff (Bilder 3-6 und 3-7).

Bild 3-5: Berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen findet man an den Bestückungs- und Entladestationen von Galvanoautomaten

Bild 3-6: Reißleine, der Schalter wurde wegen möglicher Verschmutzung und gegen Spritzer abgedeckt

Bild 3-7: Anfahrbügel am Transportwagen. Eine Abdeckplatte wäre ein besserer Schutz

Die Gefahrstoffverordnung nennt für Sicherheitseinrichtungen einen Prüfintervall von maximal 3 Jahren. Schutzeinrichtungen, die sich in Bereichen befinden, in denen regelmäßig gearbeitet wird, sollten häufiger auf Funktion geprüft werden.

Beispiele für arbeitstägliche Überprüfung:

  • Notendhalteeinrichtungen, Anfahrbügel, Reißleinen, Not-Befehlseinrichtungen

    und

  • Wirksamkeit von Absaugungen.

Dieses wird zweckmäßigerweise in der Betriebsanweisung festgelegt, ebenso wie die Namen der mit diesen Prüfungen beauftragten Personen. Mängel sind unverzüglich dem Vorgesetzten zu melden.