DGUV Information 209-009 - Galvaniseure (bisher: BGI 552)

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DGUV Information 209-009 - Galvaniseure
DGUV Information 209-009 - Galvaniseure (bisher: BGI 552)
Titel: Galvaniseure (bisher: BGI 552)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-009
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Galvaniseure
(bisher: BGI 552)

Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften

Stand der Vorschrift: 2005

Vorwort

Diese BG-Information soll Mitarbeitern in Betrieben der elektrolytischen und chemischen Oberflächenbehandlung (Galvanotechnik) Hinweise geben für das sichere Arbeiten bei galvanotechnischen Prozessen (z.B. Verchromen, Verzinken, Vernickeln usw.) und verwandten Verfahren (z.B. Eloxieren, Brünieren, Phosphatieren, Beizen, Reinigen und Entfetten, Trocknen usw.) - Bild 1.

Lager- und Transportarbeiten und die Abwasserbehandlung werden in dieser Broschüre ebenfalls berücksichtigt.

Den Betrieben, welche die Illustration dieser Druckschrift ermöglichten, sei ebenso gedankt wie dem Fachausschuss Umwelt der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik für die bereitwillige Unterstützung bei der Erstellung und Korrektur des Textteiles.

Aufgrund der Gefährdungen in den galvanotechnischen Bereichen kann es beispielsweise zu Verätzungen, zu Stürzen (Rutschgefahr in Nassbereichen), Absturzgefahr in galvanische Bäder, zu Quetschungen durch den Fahrwagen an den Galvanikautomaten, zur Aufnahme (Einatmen, Hautkontakt und orale Aufnahme [Essen, Trinken, Rauchen]) von Chemikalien (sehr giftig, giftig, reizend, ätzend und gesundheitsschädlich) kommen.

Bild 1: Eine moderne Handgalvanik

Trotz verbesserter technischer Schutzmaßnahmen, insbesondere Verkleidungen, Verwendung geschlossener Anlagen, Verrohrungen und Dosiereinrichtungen, sind von den Mitarbeitern Tätigkeiten zu verrichten, bei denen sie Kontakt mit Gefahrstoffen haben.

Deshalb muss jeder Mitarbeiter die Gefahren kennen, die notwendigen Schutzmaßnahmen und Betriebsanweisungen beachten und die erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen benutzen.

Das gilt nicht nur für die Tätigkeiten am Bad, sondern auch für die kurzfristigen Arbeiten und Nebenarbeiten, die in diesem Punkt häufig unterschätzt werden (Bild 2).

Bild 2: Kontrolle der bestückten Warenträger

Diese sind z.B.

  • Umfüllen von Flüssigkeiten,

  • Probennahme und Badpflege,

  • Kontrollgänge an Automaten und Anlagen,

  • Entleeren und Reinigen von Behältern

    und

  • Entsorgen der Rückstände.

Instandhaltungspersonal kann wegen unvermutet austretender Flüssigkeiten besonders gefährdet sein, wenn z.B. Flanschverbindungen gelöst, Armaturen ausgebaut, festkorrodierte Ventile, Hähne und Schieber betätigt oder Schrauben gelöst werden.

Redaktionelle InhaltsübersichtAbschnitt
  
Lagerung und Transport1
Vorbehandlung2
Reinigen und Entfetten2.1
Beizen, Brennen, Glänzen und ähnliche Verfahren2.2
Galvanisieren, Brünieren, Phosphatieren, Eloxieren3
Anforderungen an Anlagen und Betriebsstätten3.1
Bäder und Rohrleitungen3.2
Arbeiten an Bädern3.3
Umgang mit Beschickungseinrichtungen3.4
Absaugung und Lüftung3.5
Stoffe und Zubereitungen4
Elektrische Anlagen5
Abfall und Abwasser6
Persönliche Schutzausrüstungen7
Hautschutz8
Gesundheitsschutz, arbeitsmedizinische Vorsorge und erste Hilfe 9
Verzehr, Rauchen und Hygiene9.1
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen9.2
Erste Hilfe9.3
Betriebsanweisungen und Unterweisung10
Prüfung von Anlagen und Einrichtungen11
Instandhaltung12