DGUV Information 209-008 - Presseneinrichter (bisher: BGI 551)

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Abschnitt 14, 14. Gesenkbiegepressen
Abschnitt 14
Presseneinrichter (bisher: BGI 551)
Titel: Presseneinrichter (bisher: BGI 551)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-008
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 14 – 14. Gesenkbiegepressen

Gesenkbiegepressen werden oft auch noch als "Abkantpressen" bezeichnet. Bei diesen Pressen handelt es sich um Sonderbauformen, die speziell für die Verwendung langer, schmaler Umformwerkzeuge konzipiert wurden, wie sie zur Biegeumformung von Blechen benötigt werden.

Gesenkbiegepressen werden nach dem heutigen Stand der Technik überwiegend als hydraulisch angetriebene Pressen ausgeführt. Die Technik der direkt oder indirekt elektromotorisch angetriebenen Pressen (Servopressen) gewinnt bei dieser Pressenart aber auch zunehmend an Bedeutung. Das gilt zurzeit besonders für kleinere Baugrößen dieser Pressenart.

In den Unternehmen sind teilweise aber auch Gesenkbiegepressen vorhanden, die mit einem mechanischen Antrieb (Kurbelantrieb) ausgerüstet sind. Hierbei handelt es sich in der Regel um ältere Gesenkbiegepressen, deren Eignung und somit die weitere Zulässigkeit der Verwendung dieser Maschinen unter Sicherheitsaspekten besonders geprüft werden sollte.

Die mittels Gesenkbiegepressen hergestellten Bauteile umfassen ein großes Spektrum. Dieses Bauteilspektrum reicht von kleinen Bauteilen aus Feinblechen bis hin zu mehr als 10 m langen Bauteilen, die teilweise auch aus Grobblechen hergestellt werden. Entsprechend unterschiedlich sind die Bauformen, Baugrößen und der Grad der Automatisierung von Gesenkbiegepressen, die in den Unternehmen verwendet werden.

Bild 14-1: Kleine Gesenkbiegepresse für die manuelle Handhabung der Werkstücke

 

Bild 14-2: Automatisierte Gesenkbiegepresse

Das in den Unternehmen eingesetzte Spektrum von Gesenkbiegepressen reicht von kleinen, mit Biegelängen von weniger als einem Meter, an denen die Handhabung der Werkstücke und auch die Einstellung der erforderlichen Maschinenparameter überwiegend manuell erfolgen, bis hin zu großen, vollautomatisierten Gesenkbiegepressen, bei denen neben den erforderlichen Einstellungen der Hinteranschläge auch der Werkzeugwechsel und die Werkstückhandhabung programmgesteuert, automatisiert, z. B. durch Roboter, erfolgt.

Bild 14-3: Ältere Gesenkbiegepresse ohne ausreichende Schutzmaßnahmen

An diesen vollautomatisierten Gesenkbiegepressen sind als Schutzmaßnahme in der Regel Umzäunungen eingesetzt, durch welche auch die durch Automatisierungseinrichtungen vorhandenen Gefahrstellen abgesichert sein müssen.

Neben den o. g. Gesenkbiegepressen, die mit den Vorschriften entsprechender, sicherer Technik ausgerüstet sind, werden in Unternehmen aber nicht selten auch noch ältere Gesenkbiegepressen angetroffen, die über nicht ausreichende Schutzmaßnahmen und keine ausreichend sichere Technik verfügen.

In den folgenden Absch nitten werden hauptsächlich Gesenkbiegepressen betrachtet, welche für die manuelle Handhabung der Werkstücke verwendet werden.

Bild 14-4: Gefahrstellen an Gesenkbiegepressen