DGUV Information 209-008 - Presseneinrichter (bisher: BGI 551)

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Abschnitt 4.3, 4.3 Schieberwerkzeuge
Abschnitt 4.3
Presseneinrichter (bisher: BGI 551)
Titel: Presseneinrichter (bisher: BGI 551)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-008
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.3 – 4.3 Schieberwerkzeuge

Als Schieberwerkzeuge werden sichere Werkzeuge bezeichnet, bei denen das Werkstück mittels einer Schiebereinrichtung in das Werkzeug eingeführt und auch wieder entnommen wird. Mit dieser Art von Werkzeugen können Werkstücke bearbeitet werden, die aufgrund ihrer Abmessungen sonst nicht in sicheren Werkzeugen bearbeitet werden könnten.

Um einen Stempelbruch und somit Verletzungen durch herausschleudernde Teile zu vermeiden, müssen Schieberwerkzeuge folgende konstruktive Merkmale besitzen:

  • Die Schiebereinheit muss so gestaltet sein, dass es unabhängig von deren Position nicht zu einer Kollision mit dem Stempel kommen kann.

Alternativ muss

  • die Schiebereinheit mit einer Positionsabfrage ausgestattet sein, die so mit der Pressensteuerung verbunden ist, dass ein Hub nur ausgelöst werden kann, wenn sich die Schiebereinheit in der Bearbeitungsposition befindet.

An Schieberwerkzeugen, bei denen die Schiebereinheit kraftbetätigt ist, z. B. durch einen Zylinderantrieb pneumatisch oder hydraulisch verfahren wird, müssen die entstehenden Gefahrstellen werkzeugseitig mit entsprechenden Sensoren, z. B. Schaltleisten, abgesichert sein.

Solche kraftbetätigten Schieberwerkzeuge und Schieberwerkzeuge mit Positionsabfrage wie oben beschrieben, können vom Einrichter nur auf Pressen montiert werden, die über entsprechende Schnittstellen sowohl für die Steuerungssignale als auch für die benötigten Energiemedien verfügen.