DGUV Information 209-007 - Fahrzeug-Instandhaltung (bisher: BGI 550)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 17.5, 17.5 Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflege
Abschnitt 17.5
Fahrzeug-Instandhaltung (bisher: BGI 550)
Titel: Fahrzeug-Instandhaltung (bisher: BGI 550)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-007
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 17.5 – 17.5 Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflege

Die Beschäftigten in der Fahrzeug-Instandhaltung - allgemeiner Werkstattbereich, Karosserieabteilung, Lackiererei, Pflegebereich, Waschstraßen - gehen häufig mit Stoffen um, die zu Hautschädigungen führen können. Dazu gehören z. B. Motorenöle, Fette, Kraftstoffe, Kühlmittel, Lösemittel, Lacke, Harze, Kleber. Beim Umgang mit gebrauchtem Motorenöl kann aufgrund der Verschmutzungen auch die Gefahr von Hautkrebserkrankungen bestehen.

Um Hauterkrankungen trotz des Umgangs mit diesen Stoffen zu vermeiden, ist zu prüfen, ob sich der schädigende Stoff durch einen weniger oder gar nicht schädigenden Stoff ersetzen lässt. Ist dies nicht möglich, muss der Hautkontakt mit dem schädigenden Stoff, z. B. durch Änderung des Arbeitsablaufes oder Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen (z. B. Schutzhandschuhe), vermieden oder mindestens verringert werden.

Auch Hautschutzmittel gehören zum Bereich der persönlichen Schutzausrüstungen.

Sie umfassen die drei Stufen:

  • spezieller Hautschutz

  • Hautreinigung

  • Hautpflege

Zur Vermeidung von Hauterkrankungen sind alle drei Stufen von gleicher Wichtigkeit.

Darüber hinaus ist

  • Hautschutz, abgestimmt auf die gefährdenden Stoffe

  • Hautreinigung, abgestimmt auf Art und Grad der Verschmutzung

  • regelmäßige Hautpflege, die die natürliche Regeneration der Haut unterstützt

durchzuführen.

Um die richtige Auswahl geeigneter Produkte zu erleichtern, sind für typische Arbeitsbereiche bzw. Arbeitsstoffe vier Musterhautschutzpläne erstellt worden. Siehe auch BG-Information "Hautschutz in Metallbetrieben" (BGI 658).

Die individuelle Hautverträglichkeit auf die genannten Produkte kann unterschiedlich sein, sodass eine Eigenerprobung sinnvoll erscheint.

Der Unternehmer hat unter Beachtung der zu erwartenden Hautgefährdungen einen Hautschutzplan zu erstellen (Bild 17-10) und die Präparate zur Verfügung zu stellen.

Bei Beginn einer Hauterkrankung sollte jeder Betroffene den Betriebsarzt oder seinen Hausarzt informieren, der dann die Einleitung der notwendigen Heilmaßnahmen gewährleistet.

HautgefährdungHautschutzmittelHautreinigungs-
mittel
HautpflegemittelSchutzhand-
schuhe
 vor Arbeitsbeginn,
auch nach Pausen
vor Pausen
und
nach der Arbeit
nach Arbeitsende,
gegebenenfalls nach Hautreinigung
soweit nicht generell vorgesehen, Hinweise auf speziellen Einsatzbereich
Werkstatt
- Öl, Fett, Benzin
ProduktnameProduktnameProduktnameProduktname
WaschhalleProduktnameProduktnameProduktnameProduktname
erhältlich bei: Frau Peters, Materialausgabe

Bild 17-10: Tätigkeitsbezogener Hautschutzplan