DGUV Information 209-005 - Handwerker (bisher: BGI 547)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 1.7, 1.7 Beurteilung von Arbeitsbedingungen
Abschnitt 1.7
Handwerker (bisher: BGI 547)
Titel: Handwerker (bisher: BGI 547)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1.7 – 1.7 Beurteilung von Arbeitsbedingungen

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG) am 21. August 1996 ist eine grundlegende europaweite Arbeitsschutzvorschrift vorgelegt worden, die allgemeine Grundpflichten für Arbeitgeber und Beschäftigte enthält und in allen Betrieben und Verwaltungen gilt.

Gemäß § 5 dieses Gesetzes muss der Arbeitgeber die für seine Beschäftigten mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen ermitteln und beurteilen sowie dementsprechend Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz festlegen (Bild 1-13).

Bild 1-13: Ablaufschema für die Beurteilung von Arbeitsbedingungen

Dies ist für jeden Arbeitsplatz bzw. jede Tätigkeit erforderlich. Bei gleichartigen Arbeitsbedingungen können die Ergebnisse der Ermittlungen von einem Arbeitsplatz bzw. einer Tätigkeit auf andere Arbeitsplätze bzw. Tätigkeiten übertragen werden.

Bei der Festlegung von Schutzmaßnahmen ist zwangsläufig und kollektiv wirkenden Maßnahmen der Vorrang einzuräumen (Bild 1-14).

Bild 1-14: Rangfolge bei der Festlegung von Maßnahmen G = Gefahr, P = Person

Ändern sich die Arbeitsbedingungen, so ist eine erneute Beurteilung der Gefährdungen und gegebenenfalls Festlegung weiterer Maßnahmen erforderlich.

Festgelegte Arbeitsschutzmaßnahmen sind auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls an neue Entwicklungen und Erkenntnisse anzupassen.

Gemäß § 6 des o. g. Gesetzes muss der Arbeitgeber ab 21. August 1997 über das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die getroffenen Schutzmaßnahmen und die Überprüfung ihrer Wirksamkeit Unterlagen verfügbar haben (Dokumentation). Dabei können die Angaben für gleichartige Gefährdungssituationen zusammengefasst werden.

Das Gesetz legt Art und Umfang der Beurteilung nicht fest. Insoweit wird die für die Durchführung des Arbeitsschutzgesetzes zuständige staatliche Arbeitsschutzaufsicht, z.B. das Gewerbeaufsichtsamt, sagen müssen, welchen Mindeststandard sie erwartet.

Es ist sinnvoll, dass der Arbeitgeber bei der Beurteilung der Gefährdungen und Festlegung der erforderlichen Schutzmaßnahmen die Beratung durch seine Fachkraft für Arbeitssicherheit und seinen Betriebsarzt in Anspruch nimmt.

Die Metall-Berufsgenossenschaften haben schon frühzeitig Hilfsmittel für die Gefährdungsbeurteilung erarbeitet. Neben einem "Leitfaden für die Gefährdungsbeurteilung" werden insbesondere Gefährdungs-/Belastungskataloge bereitgestellt. Sie können beim Verlag Technik & Information e.K., 44795 Bochum, Sinterstraße 9, Telefon (02 34) 9 43 49-0, bezogen werden.