DGUV Information 209-005 - Handwerker (bisher: BGI 547)

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Abschnitt 10.4, 10.4 Arbeitsmedizinische Vorsorge
Abschnitt 10.4
Handwerker (bisher: BGI 547)
Titel: Handwerker (bisher: BGI 547)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 10.4 – 10.4 Arbeitsmedizinische Vorsorge

Im Rahmen der gesundheitlichen Vorsorge sind bei Beschäftigten, die mit Gefahrstoffen umgehen, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen, wenn die Stoffe

  • in der Anlage 1 zur Unfallverhütungsvorschrift "Arbeitsmedizinische Vorsorge" (BGV A4),

  • im Anhang V Nr. 1 (Liste der Gefahrstoffe) der Gefahrstoffverordnung,

  • im Anhang V Nr. 2 (Liste der Tätigkeiten) der Gefahrstoffverordnung

aufgeführt sind und der Arbeitsplatzgrenzwert überschritten ist.

Sie untergliedern sich in

  • Erstuntersuchung vor Aufnahme der Tätigkeit,

  • Nachuntersuchungen in vorgeschriebenen Fristen während der Tätigkeit,

  • nachgehende Untersuchungen in vorgeschriebenen Fristen nach Beendigung einer Tätigkeit.

Diese Untersuchungen werden durch ermächtigte Ärzte durchgeführt.

Als Vorsorgeuntersuchungen gelten auch arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen auf Verlangen des Versicherten.

Die Kosten der vom Unternehmer veranlassten Vorsorgeuntersuchungen hat der Unternehmer zu tragen.

Wurde eine Vorsorgeuntersuchung veranlasst, so hat der untersuchende Arzt

  • den Untersuchungsbefund schriftlich festzuhalten und den Versicherten über den Untersuchungsbefund zu unterrichten,

  • dem Unternehmer schriftlich zu bestätigen, dass eine Untersuchung stattgefunden hat,

  • im Falle gesundheitlicher Bedenken:

    • dem Unternehmer eine Überprüfung des Arbeitsplatzes zu empfehlen, wenn der Versicherte infolge der Arbeitsplatzverhältnisse gefährdet erscheint,

    • den Versicherten medizinisch zu beraten.

Der Unternehmer, der Versicherte beschäftigt, die Umgang mit krebserzeugenden Stoffen oberhalb der Auslöseschwelle haben, hat diese – spätestens bis zum 30. Juni des folgenden Jahres – der Berufsgenossenschaft zu melden.

Versicherte, die Umgang mit Asbest haben oder hatten, werden über die zuständige Berufsgenossenschaft von der Zentralen Erfassungsstelle für asbeststaubgefährdete Arbeitnehmer (ZAS) und beim Umgang mit sonstigen krebserzeugenden Gefahrstoffen vom Organisationsdienst für nachgehende Untersuchungen (ODIN) betreut.

Über die durchgeführten arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen hat der Betrieb eine Vorsorgekartei zu führen (Bilder 10-6 und 10-7).

Bild 10-6: Muster für eine Vorsorgekartei (kann von der Berufsgenossenschaft bezogen werden)

Bild 10-7: Rückseite zur Vorsorgekartei in Bild 10-6