DGUV Information 209-005 - Handwerker (bisher: BGI 547)

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Abschnitt 10.3, 10.3 Schutzmaßnahmen
Abschnitt 10.3
Handwerker (bisher: BGI 547)
Titel: Handwerker (bisher: BGI 547)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 10.3 – 10.3 Schutzmaßnahmen

Zum Schutz der Beschäftigten kommen neben der Beachtung von Verwendungsverboten und -beschränkungen technische (z.B. Einsatz geschlossener Anlagen, Lüftung), organisatorische (z.B. Trennung von Arbeitsvorgängen mit unterschiedlichen Gefährdungen, Begrenzung der Zahl der Beschäftigten) und hygienische (z.B. Bereitstellung von Waschmöglichkeiten, Hautschutz) Maßnahmen in Betracht.

Einzelheiten können den BG-Informationen "Umgang mit Gefahrstoffen" (BGI 546) und "Lackierer" (BGI 557) entnommen werden.

Der Unternehmer hat die konkreten Schutzmaßnahmen in einer Betriebsanweisung zusammenzufassen.

Die Betriebsanweisung muss folgende Punkte enthalten:

  • Arbeitsbereich, Arbeitsplatz, Tätigkeit,

  • Gefahrstoffbezeichnung,

  • Gefahren für Mensch und Umwelt,

  • Schutzmaßnahmen, Verhaltensregeln und hygienische Maßnahmen,

  • Verhalten im Stör- und Gefahrfall,

  • Erste Hilfe und

  • sachgerechte Entsorgung.

Die Betriebsanweisungen sind in verständlicher Form und in der Sprache der Beschäftigten abzufassen und im Arbeitsbereich bzw. der Arbeitsstätte auszuhängen (Bild 10-4).

Bild 10-4: Beispiel für eine Betriebsanweisung gemäß § 14 Gefahrstoffverordnung; Umgang mit Kühlschmierstoffen

Beschäftigte, die Umgang mit Gefahrstoffen haben, sind anhand der Betriebsanweisung über die auftretenden Gefahren sowie über die Schutzmaßnahmen zu unterweisen.

Die Unterweisung muss vor Aufnahme der Tätigkeit und danach mindestens einmal jährlich mündlich und arbeitsplatzbezogen erfolgen. Der Unterwiesene muss dies durch Unterschrift bestätigen.

Betriebsanleitungen, Bedienungsanleitungen und Gebrauchsanweisungen des Herstellers oder Lieferanten von technischen Einrichtungen (Geräte, Maschinen, Anlagen) gelten nicht als Betriebsanweisung. Dies gilt auch für Sicherheitsdatenblätter.

Bei vielen Arbeitsvorgängen ist ein offener Umgang mit Gefahrstoffen, auch unter Berücksichtigung der geforderten technischen Schutzmaßnahmen, nicht zu vermeiden (Bild 10-5). Zur Verminderung der Gesundheitsgefahr sind dann persönliche Schutzausrüstungen unter Berücksichtigung der Auslöseschwelle anzuwenden.

Hinweise auf die Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen sind für jeden Arbeitsplatz oder Arbeitsbereich in die Betriebsanweisung aufzunehmen und von den Beschäftigten genau zu beachten.

Bild 10-5: Waschplatz mit Absaugung und GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit