DGUV Information 209-005 - Handwerker (bisher: BGI 547)

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Abschnitt 10.2, 10.2 Ermittlung und Beurteilung von Gefährdu...
Abschnitt 10.2
Handwerker (bisher: BGI 547)
Titel: Handwerker (bisher: BGI 547)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 10.2 – 10.2 Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen

Der Unternehmer oder der Verantwortliche im Betrieb hat vor dem Umgang mit Gefahrstoffen das Ausmaß der Gefährdung zu ermitteln und geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen.

Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob der Stoff nicht durch einen anderen Stoff mit geringerem gesundheitlichen Risiko ersetzt werden kann.

Folgende Grenzwerte sind bei der Ermittlung der Gefährdung insbesondere zu beachten:

  • Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) und

  • Biologischer Grenzwert (BGW).

Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) ist der Grenzwert für die zeitlich gewichtete durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft am Arbeitsplatz in Bezug auf einen gegebenen Referenzzeitraum.

Er gibt an, bei welcher Konzentration eines Stoffes akute oder chronische schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit im Allgemeinen nicht zu erwarten sind.

Der biologische Grenzwert (BGW) ist der Grenzwert für die toxikologisch-arbeitsmedizinisch abgeleitete Konzentration eines Stoffes, seines Metaboliten oder eines Beanspruchungsindikators im entsprechenden biologischen Material, bei dem im Allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt wird.

Die Ermittlung der Gefährdung erfolgt durch Erfassung aller im Betrieb vorhandenen Gefahrstoffe (Aufstellen eines Gefahrstoffverzeichnisses) und Ermittlung ihrer Konzentration in der Luft am Arbeitsplatz. Dies kann entweder durch zuverlässige Konzentrationsberechnungen oder Schadstoffmessungen erfolgen.

Wer Messungen durchführt, muss über die notwendige Sachkunde und über die notwendigen Einrichtungen verfügen. Unternehmer, die nicht über die notwendige Sachkunde und Einrichtungen verfügen, müssen eine außerbetriebliche, im Bundesarbeitsblatt bekannt gemachte Messstelle mit der Ermittlung der Konzentration der Gefahrstoffe in der Luft im Arbeitsbereich beauftragen.

Die Ergebnisse der Ermittlungen sind aufzuzeichnen und mindestens 30 Jahre aufzubewahren.