DGUV Information 209-005 - Handwerker (bisher: BGI 547)

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Abschnitt 1.1, 1 Organisation im Betrieb 1.1 Arbeitsplätze, ...
Abschnitt 1.1
Handwerker (bisher: BGI 547)
Titel: Handwerker (bisher: BGI 547)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1.1 – 1 Organisation im Betrieb
1.1 Arbeitsplätze, Verkehrswege, Notausgänge

Arbeitsplätze und Verkehrswege müssen so eingerichtet und beschaffen sein, dass sie ein sicheres Arbeiten und Begehen ermöglichen. Dies gilt insbesondere hinsichtlich Geräumigkeit, Festigkeit, Standsicherheit, Oberfläche, Trittsicherheit, Beleuchtung, Belüftung sowie des Fernhaltens von schädlichen Umwelteinflüssen oder Gefahren durch Dritte.

Verkehrswege müssen stets freigehalten werden, damit sie jederzeit benutzt werden können (Bild 1-1).

Bild 1-1: Verkehrswege im Betrieb müssen freigehalten werden

Es empfiehlt sich, die Verkehrswege zu kennzeichnen. In Räumen mit mehr als 1000 m2 Grundfläche ist die Kennzeichnung sogar vorgeschrieben.

Verkehrswege für den Personenverkehr müssen mindestens 1,10 m, üblicherweise 1,20 m breit angelegt werden. Bei Verkehrswegen für kraftbetriebene Fahrzeuge muss zusätzlich zur Fahrzeugbreite ein Sicherheitsabstand von mindestens 0,5 m auf beiden Seiten vorhanden sein. Bei gleichzeitigem Personenverkehr sind die Sicherheitsabstände auf 0,75 m zu vergrößern.

In Betrieben, in denen mit viel Wasser hantiert wird, bleibt es nicht aus, dass die Böden ständig nass und rutschig sind. Ein rutschhemmender Belag ist erforderlich! Gute Abhilfe schaffen Roste. Allerdings werden Roste aus Holz durch das Wasser mit der Zeit morsch.

Als weitere Möglichkeit zur Schaffung rutschhemmender Fußbodenbeläge hat sich das Aufbringen von Kunstharzbeschichtungen mit zusätzlicher Quarzsandeinstreuung bewährt. Neben der Öl- und Säurebeständigkeit dieser Beschichtung wird durch die Schaffung eines "Verdrängungsraumes" für Flüssigkeiten auch der Reibwert des Fußbodenbelages erhöht.

Das schnelle und sichere Verlassen von Arbeitsplätzen und Räumen muss durch Rettungswege und Notausgänge sichergestellt sein. Sie müssen deshalb als solche gekennzeichnet und stets freigehalten werden (Bild 1-2).

Bild 1-2: Hinweisschilder auf Rettungswege und Notausgänge

Die Türen von Notausgängen müssen nach außen aufschlagen, sich leicht öffnen lassen und dürfen während der Arbeitszeit nicht verschlossen sein. Auch eine Verwahrung der Schlüssel hinter Glas ist nicht zulässig.