DGUV Information 209-002 - Schleifen (DGUV Information 209-002)

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DGUV Information 209-002 - Schleifen
DGUV Information 209-002 - Schleifen (DGUV Information 209-002)
Titel: Schleifen (DGUV Information 209-002)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Schleifen
(DGUV Information 209-002)

Information

(bisher BGI 543)

DGUV
Deutsche Gesetzliche
Unfallversicherung
Spitzenverband

Stand der Vorschrift: Ausgabe Februar 2017

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Inhaltsverzeichnis Abschnitt
  
Vorwort 
Ermittlung der Gefährdungen1
Beschaffenheitsanforderungen an Schleifmaschinen und Schleifwerkzeuge2
Einteilung der Schleifwerkzeuge2.1
Arbeitshöchstgeschwindigkeit von Schleifwerkzeugen2.2
Kennzeichnung von Schleifwerkzeugen2.3
Anforderungen an Schleifmaschinen2.4
Schutzmaßnahmen bei der Benutzung von Schleifmaschinen3
Maßnahmen gegen mechanische Gefährdungen3.1
Maßnahmen gegen Brand- und Explosionsgefährdungen3.2
Maßnahmen gegen Gesundheitsgefährdungen durch Gefahrstoffe3.3
Maßnahmen gegen physikalische Gefährdungen3.4
Maßnahmen gegen thermische Gefährdungen3.5
Maßnahmen gegen elektrische Gefährdungen3.6
Prüfung, Wartung und Instandhaltung von Schleifmaschinen und Schleifwerkzeugen4
Prüfung vor Inbetriebnahme4.1
Wiederkehrende Prüfungen4.2
Prüfung auf augenfällige Mängel durch Benutzer4.3
Wartung und Instandhaltung von Schleifmaschinen und Schleifwerkzeugen4.4
  
Vorschriften und RegelnAnhang 1
Checkliste für die Erstinbetriebnahme von SchleifmaschinenAnhang 2
Checkliste zur Prüfung von SchleifwerkzeugenAnhang 3
Wartungs- und InstandhaltungshinweiseAnhang 4

Vorwort

Das Schleifen ist ein Verfahren zur spanenden Bearbeitung von sehr unterschiedlichen Materialien, wie Metall, Stein, Keramik, Glas und Holz. Dabei kommen die unterschiedlichsten Schleifwerkzeuge und -maschinen zum Einsatz.

Die Bandbreite der Maschinen reicht von in der Hand gehaltenen Maschinen über Tisch- und Ständerschleifmaschinen bis hin zu CNC-Bearbeitungsmaschinen.

Entsprechend unterschiedlich sind auch die Anforderungen. Wird von den einen Maschinen die Funktion unter rauen Betriebsbedingungen verlangt, zum Beispiel im Einsatz auf Baustellen, in Schlossereien, Gussputzereien und im Schiff- und Stahlbau, so steht bei den anderen höchste Präzision und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.

Während die Gefährdungen bei diesen Tätigkeiten vergleichbar sind, können die Risiken für Unfälle und Erkrankungen höchst unterschiedlich sein. So sind bei modernen stationären Bearbeitungsmaschinen viele mögliche Gefährdungen bereits durch konstruktive Schutzmaßnahmen verhindert und das Risiko ist entsprechend gering. Bei mobilen Maschinen ist die Bedienperson jedoch häufig den Gefährdungen direkt ausgesetzt und muss deshalb über Gefährdungen, Risiken und Schutzmaßnahmen gut informiert sein, um sich schützen zu können.

Ein besonderes Risiko besteht durch die Möglichkeit des Schleifkörperbruchs, bei dem Bruchstücke mit großen Energieinhalten freigesetzt werden können. Dies wird anschaulich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass übliche Schleifkörperumfangsgeschwindigkeiten im Bereich von 63 bis 80 m/s liegen, was umgerechnet ca. 227 bzw. 288 km/h entspricht. Bruchstücke mit entsprechenden Geschwindigkeiten haben eine mit Geschossen vergleichbare Wirkung, wenn sie auf Personen, Maschinen- oder Gebäudeteile treffen.

Besonders das Unfallgeschehen bei der Verwendung von Handschleifmaschinen zeigt, dass die damit verbundenen Gefährdungen häufig nicht erkannt oder die Risiken unterschätzt wurden. Aus der Unfallstatistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V (DGUV) geht hervor, dass sich in Deutschland in den Jahren 2010 bis 2014 durchschnittlich ca. 12.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle pro Jahr beim Umgang mit Schleifmaschinen ereigneten. Ungefähr 2/3 davon entfallen auf Arbeiten mit Handschleifmaschinen, besonders mit Winkelschleifern.

Diese DGUV Information zeigt die typischen Gefährdungen bei Schleiftätigkeiten auf. Die konstruktiven Sicherheitsanforderungen an Schleifwerkzeuge und -maschinen werden erläutert und die grundlegenden organisatorischen und verhaltensbezogenen Maßnahmen zur Verminderung und Vermeidung von Unfall- und Gesundheitsrisiken bei der Benutzung der Maschinen aufgeführt.

Impressum

Herausgeber:
Deutsche Gesetzliche
Unfallversicherung e.V. (DGUV)

Glinkastraße 40
10117 Berlin
Tel.: 030 288763800
Fax: 030 288763808
E-Mail: info@dguv.de
Internet: www.dguv.de

Sachgebiet "Oberflächentechnik und Schweißen" des
Fachbereichs "Holz und Metall" der DGUV

Ausgabe: Februar 2017

DGUV Information 209-002
zu beziehen bei Ihrem zuständigen Unfallversicherungsträger oder unter www.dguv.de/publikationen

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