DGUV Information 213-001 - Arbeiten in engen Räumen (bisher: BGI 534)

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Abschnitt 4.7, 4.7 Koordinierung der Arbeiten
Abschnitt 4.7
Arbeiten in engen Räumen (bisher: BGI 534)
Titel: Arbeiten in engen Räumen (bisher: BGI 534)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.7 – 4.7 Koordinierung der Arbeiten

Die Praxis zeigt, dass Arbeiten in engen Räumen - insbesondere Reinigungs- und Konservierungsarbeiten - häufig an Subunternehmer vergeben werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Gefährdungen hingewiesen, die entstehen können, wenn mehrere Gruppen in engen Räumen arbeiten. Auch durch Arbeiten in benachbarten Räumen oder an begrenzenden Bauteilen können Gefährdungen resultieren.

Deshalb bietet nur eine rechtzeitige Abstimmung aller Beteiligten untereinander Gewähr dafür, dass gegenseitige Gefährdungen vermieden werden.

Unabhängig von Verpflichtungen muss deshalb gelten:

  • Kontakt suchen,

  • Absprachen treffen,

  • Rücksicht nehmen und

  • sich an Vereinbarungen halten.

Um die Arbeitsvorgänge sicher zu gestalten, wird in den Bestimmungen des § 6 Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) ausdrücklich festgelegt, dass gleichzeitig mit der Vergabe der Arbeiten eine Person - der Koordinator - zu bestimmen ist, die die Arbeitsabläufe der beteiligten Unternehmen so aufeinander abstimmt, dass eine mögliche gegenseitige Gefährdung jederzeit ausgeschlossen ist.

Hinsichtlich dieser Abstimmung ist dem "Koordinator" auch betriebsfremden Personen gegenüber Weisungsbefugnis zu verschaffen.

Wenn ein Unternehmer als Auftragnehmer oder als Subunternehmer tätig wird, ist er ebenfalls verpflichtet, sich mit anderen beteiligten Unternehmern - auch mit dem Auftraggeber - abzustimmen. Damit soll auch bei einem Versäumnis des Auftraggebers eine Zusammenarbeit ohne Gefährdung sichergestellt werden.

Subunternehmern wird deshalb empfohlen, Art und Umfang der Arbeiten rechtzeitig vor Beginn dem Hauptunternehmer anzuzeigen, die für die Einschätzung der Gefährdung notwendigen Angaben mitzuteilen und die Bestellung eines Koordinators anzuregen.

Unter Berücksichtigung der ermittelten Gefährdungen und der daraus resultierenden Risiken legt der Unternehmer oder die von ihm beauftragte Person die erforderlichen Schutzmaßnahmen schriftlich fest. Dies geschieht zweckmäßigerweise im Erlaubnisschein oder in der Betriebsanweisung (siehe auch Abschnitt 3.4).

In den folgenden Abschnitten werden die hauptsächlich in Betracht kommenden Schutzmaßnahmen erläutert.