DGUV Information 209-001 - Sicherheit beim Arbeiten mit Handwerkszeugen (bisher:...

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Abschnitt 8, 8 Zangen
Abschnitt 8
Sicherheit beim Arbeiten mit Handwerkszeugen (bisher: BGI 533)
Titel: Sicherheit beim Arbeiten mit Handwerkszeugen (bisher: BGI 533)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8 – 8 Zangen

Sicherer Gebrauch

Zangen sind im Scharnier bewegliche zweiteilige Werkzeuge zum Greifen, Halten, Spannen oder Trennen.

Die Arbeitsgänge lassen sich nur dann zuverlässig durchführen, wenn die Backen oder Kneifkanten der Zange scharf sind. Sind sie verschlissen, müssen sie nachgearbeitet werden oder die Zange ist zu erneuern. Verschlissene Backen führen zum Abrutschen der Zange und damit auch zu Unfällen.

Zangen gibt es für jeden Zweck, z.B. zum Krampen- oder Nägelziehen, Draht abschneiden, Draht rund oder eckig biegen, Sicherungsringe aufbiegen sowie große und kleine Teile festzuhalten oder zu verdrehen (Bilder 8-1 bis 8-5).

Bild 8-1: Zangen in verschiedenen Ausführungen

Bild 8-2: Zange nach DIN 5254 für Sicherungsringe für Wellen

Bild 8-3: Abisolierzange

Bild 8-4: Eckrohrzange mit besonders geformtem Maul

Bild 8-5: Maulform der Rohrzange Bild 8-4 an verschiedenen Profilen

Zangen sollen in allen Richtungen verzugsfrei sein. Die Backen der Zangen, insbesondere von Flach- und Rundzangen, sollen sich in geschlossenem Zustand nur im Bereich der Spitze berühren, zum Gelenk hin soll ein stetig größer werdender Spalt sichtbar sein. Gelenke, ausgenommen Gleit- und Hilfsgelenke, dürfen kein merkliches Spiel und keine Lockerung in der Gelenkverbindung besitzen.

Zangen müssen sich gängig öffnen und schließen lassen. Sie dürfen nur bestimmungsgemäß verwendet werden. Wenn Zangen als Schlagwerkzeug eingesetzt oder in Schraubstöcke eingespannt werden, erleiden sie Beschädigungen, die bald darauf zu ihrer Unbrauchbarkeit führen.

Werden sie zum Lösen oder Anziehen von Schrauben oder Muttern benutzt, was beliebt und verbreitet ist, werden Zange und Werkstück abgenutzt. Die Folgen sind Abrutschen der weiteren Werkzeuge und Unfallgefahren.

Je nach Bau- und Verwendungsart können die Griffschenkel der Zange sich beim Schließen nahe kommen und gefährliche Quetschstellen bilden. Anschläge oder andere in der Gestaltung der Griffschenkel außerhalb des Handbereiches eingearbeitete Begrenzungen verhindern Handverletzungen (Bild 8-6).

Auch eine Verdeckung des spitzen Schließwinkels am Scharnierpunkt durch entsprechende Ausfüllungen ist empfehlenswert.

Bild 8-6: Montagezange mit Anschlagnocken