DGUV Information 208-002 - Sitz-Kassenarbeitsplätze BGHW-Kompakt M 86 (DGUV Info...

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Abschnitt 3, Warenzuführung
Abschnitt 3
Sitz-Kassenarbeitsplätze BGHW-Kompakt M 86 (DGUV Information 208-002)
Titel: Sitz-Kassenarbeitsplätze BGHW-Kompakt M 86 (DGUV Information 208-002)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 208-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3 – Warenzuführung

Die Warenzuführung soll in der Höhe der Arbeitsfläche erfolgen. Dies gilt nicht für Waren, die wegen ihres Gewichtes oder ihrer Größe beim Registriervorgang auf dem Einkaufswagen verbleiben, für die eine Preisablesung durch eine dritte Person erfolgt oder für deren Preiserfassung andere Maßnahmen organisiert worden sind.

Waren mit einem Gewicht über 5 kg oder unhandliche Artikel lassen sich auf der Arbeitsfläche nur schwer im Sitzen bewegen. Hilfsmittel können z.B. Ständer mit Preislisten oder EAN-Codes sein. Die Ständer müssen im Blickfeld (je nach der Nutzungshäufigkeit) angeordnet werden.

Der Warenfluss soll in horizontaler Ebene erfolgen. Nur bei sehr schweren Artikeln, wie z.B. Mitnahmemöbeln, kann es sinnvoll sein, das Förderband in Höhe der Ladefläche des Einkaufswagens beginnen zu lassen. Der Winkel zwischen Arbeitsfläche und Förderband ist möglichst klein zu halten. Ein Kippen der Ware im Arbeitsbereich ist konstruktiv zu verhindern.

Die Ware soll in den bevorzugten Arbeitsbereich des Kassenpersonals transportiert werden. Der Transport erfolgt entweder durch den Kunden oder ein Förderband. Der bevorzugte Arbeitsbereich kann eine Tiefe von 290 mm haben und ist 710 mm breit. Ein gelegentliches Greifen in den maximalen Arbeitsbereich kann hingenommen werden.

Die Warenauflagefläche soll nicht breiter als der größte Artikel sein. Breitere Warenauflageflächen veranlassen den Kunden, die Ware in Körpernähe auf die Warenauflagefläche zu setzen. Das Kassenpersonal muss sich dann zur Ware vorbeugen.

Warenumlenkungen bei Vorlaufbändern können zum Verklemmen der Ware führen. Die Warenauflagefläche soll so lang gewählt werden, dass der Inhalt von mindestens 1,5 Einkaufswagen hinter- und nebeneinander aufgesetzt werden kann. Wird die Ware ohne Einkaufswagen zum Kassenarbeitplatz gebracht, sollte der zweite Kunde seine Ware schon ablegen können. Ist die Warenauflagefläche zu klein, legen die Kunden die Ware übereinander. Das Kassenpersonal kann dann die Ware nicht in der Arbeitshöhe greifen und muss die Arme heben. Das Anheben der Arme ist bei einer Häufigkeit von weniger als zweimal pro Minute akzeptabel.

Für einen zügigen Arbeitsablauf ist es wichtig, dass der Kunde zu Beginn des Kassiervorgangs seinen Einkaufswagen geleert hat, damit eine problemlose Kontrolle des Wagens erfolgen kann. Für das Kassenpersonal wird hierdurch der Umgang mit dem Kunden erleichtert und eine zusätzliche psychische Belastung vermieden.

Die ankommende Ware muss so in den Arbeitsbereich geführt werden, dass das Kassenpersonal sie vor Aufnahme und Registrierung im Blickfeld erfassen kann. Wenn die zugeführte Ware im Blickfeld liegt, kann das Kassenpersonal die einzelnen Waren ohne Verdrehen des Kopfes gedanklich vorsortieren. Häufige Tätigkeiten und Beobachtungen innerhalb des Arbeitsbereiches sollen ohne Kopf- und Körperbewegungen ausgeführt werden können. Das Blickfeld beträgt 30 (15 beidseitig um die Sehachse).