DGUV Information 214-037 - Sicherheits-Check Entsorgungswirtschaft Handlungshilf...

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Abschnitt 3.7, 7 Gefährdungen durch spezielle physikalische ...
Abschnitt 3.7
Sicherheits-Check Entsorgungswirtschaft Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung (bisher: BGI 5135)
Titel: Sicherheits-Check Entsorgungswirtschaft Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung (bisher: BGI 5135)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-037
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.7 – 7 Gefährdungen durch spezielle physikalische Einwirkungen

7.1
Lärm

Arbeitsbereich: ____________________Arbeitsplatz/Tätigkeit: ____________________
Mögliche GefährdungenRisikoabschätzung E x S = R
  Unterer Auslösewert wird überschritten: ≥ 80 dB(A) wenn < 85 dB(A), z.B. in der Abfallsammlung______ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  Oberer Auslösewert wird überschritten: ≥ 85 dB(A), z.B. beim Bauschuttrecycling______ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  Es gibt Arbeitsverfahren, bei denen es zu hohen Spitzenpegeln kommt (z.B. Richtarbeiten mit Hammer)______ x ______ = ______
  Extrem hohe Schalldruckpegel treten auf (z.B. Knalle, Explosionen)______ x ______ = ______
  Laute Schallquellen sind nicht ausreichend abgeschirmt bzw. gekapselt______ x ______ = ______
  Gehörschutz steht nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung______ x ______ = ______
  Der verwendete Gehörschutz ist nicht geeignet______ x ______ = ______
  Der angebotene Gehörschutz wird nicht verwendet______ x ______ = ______
  Lärmbereiche sind nicht gekennzeichnet______ x ______ = ______
  Betriebsgeräusche überdecken Warnsignale______ x ______ = ______
  Die arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach G 20 wird nicht durchgeführt______ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  Keine Gefährdungen festgestellt! 
Mögliche MaßnahmenDurchführung
(Wer? Bis wann?)
Überprüfung
(Wer? Wann?)
  Ab 80 dB(A):
  • Geeigneten Gehörschutz bereitstellen

  • Informations- und Unterweisungspflicht

  • Anspruch auf arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung

  • Schriftliche Bescheinigung über das Untersuchungsergebnis für den Beschäftigten


  
  Ab 85dB(A):
  • Lärmminderungsprogramm

  • Lärmbereiche kennzeichnen

  • Geeigneter Gehörschutz muss getragen werden

  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach G 20 ist durchzuführen

  • Vorsorgekartei

  • Informations- und Unterweisungspflicht


  
  Bei Neuanschaffung: Vergleich der Geräuschemissionsangaben von angebotenen Maschinen  
  Laute Schallquellen räumlich trennen (z.B. Trennwand), abschirmen, kapseln  
  Lärmmessungen durchführen  
  Schall absorbierende Materialien verwenden  
  Einsatzzeiten reduzieren  
  Geeigneten Gehörschutz (Gehörschutzstöpsel, Kapselgehörschützer) benutzen  
  ______________________________  
  ______________________________  
  ______________________________  
  ______________________________  
  ______________________________  

7.2
Hand-Arm-Schwingungen

Arbeitsbereich: ____________________Arbeitsplatz/Tätigkeit: ____________________
Mögliche GefährdungenRisikoabschätzung E x S = R
Folgende handgeführte Arbeitsmittel und Werkzeuge, die zu starken Hand-Arm-Belastungen führen, werden eingesetzt: 
  Pressluftwerkzeuge, Motorsägen______ x ______ = ______
  Schlagbohrmaschinen, Schlagschrauber, Meißel, Fräser, Schleifer______ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
Der Auslösewert für mechanische Hand-Arm-Schwingungen (2,5 m/s2) wird überschritten bei: 
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
Der Grenzwert für mechanische Hand-Arm-Schwingungen (5,0 m/s2) wird überschritten bei: 
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  Rückstöße werden nicht durch aktiven Druck abgefangen______ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  Schlagfolgen von ca. 10 bis 50 Hz treten auf______ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  Keine Gefährdungen festgestellt! 
Mögliche MaßnahmenDurchführung
(Wer? Bis wann?)
Überprüfung
(Wer? Wann?)
  Bei Schwingbeschleunigungen A(8) > 2,5 m/s2:
  • Vibrationsminderungsprogramm

  • Informations- und Unterweisungspflicht

  • Angebot arbeitsmedizinischer Untersuchungen (wenn A(8) ≥ 2,5 m/s2)


  
  Bei Schwingbeschleunigungen A(8) > 5,0 m/s2:
  • Vibrationsminderungsprogramm mit unverzüglichen Maßnahmen, um ein erneutes Überschreiten der Grenzwerte zu verhindern

  • Informations- und Unterweisungspflicht

  • Vorsorgekartei

  • Veranlassung arbeitsmedizinischer Untersuchungen (wenn A(8) ≥ 5,0 m/s2)


  
  Bei Beschaffung von Arbeitsmitteln auf CE- und GS-Kennzeichnung achten  
  Betriebsanleitungen der eingesetzten Arbeitsmittel und Maschinen beachten  
  Angaben zu Beschleunigungswerten der Hersteller der Maschinen berücksichtigen  
  Schwingungsgeminderte Arbeitsmittel einsetzen  
  Handgriffe mit Dämpfungen oder Abfederungen  
  Einsatzzeiten reduzieren  
  Kalte Gerätegriffe vermeiden  
  Verfügbarkeit und bestimmungsgemäße Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung prüfen (Antivibrationshandschuhe)  
  Rückstöße durch aktiven Gegendruck abfangen  
  Niederfrequente Schwingungen vermeiden  
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  ______________________________  

7.3
Ganzkörpervibrationen

Arbeitsbereich: ____________________Arbeitsplatz/Tätigkeit: ____________________
Mögliche GefährdungenRisikoabschätzung E x S = R
Es wird mit Fahrzeugen oder Transportmitteln gearbeitet, bei denen deutliche Schwingungen im Sitzen gespürt werden, z.B. bei 
  Gabelstaplern, Elektrokarren______ x ______ = ______
  Kleinkehrmaschinen______ x ______ = ______
  Lkw______ x ______ = ______
  Traktoren______ x ______ = ______
  Baumaschinen wie Radlader, Bagger oder Kompaktoren______ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
Der Auslösewert für mechanische Ganzkörperschwingungen (0,5 m/s2) wird überschritten bei: 
  ____________________________________ x ______ = ______
Der Grenzwert für mechanische Ganzkörperschwingungen (0,8 m/s2) wird überschritten bei: 
  ____________________________________ x ______ = ______
  Es wird über unebene Fahrbahnoberflächen gefahren______ x ______ = ______
  ____________________________________ x ______ = ______
  Der Fahrersitz ist schlecht bedämpft______ x ______ = ______
  Es wird in ungünstiger oder verdrehter Körperhaltung gefahren (z.B. häufiges und längeres Rückwärtsfahren)______ x ______ = ______
  Planierfahrzeuge werden häufig in Hanglage gefahren______ x ______ = ______
  Es treten deutlich spürbare stoßhaltige Belastungen auf______ x ______ = ______
  Keine Gefährdungen festgestellt! 
Mögliche MaßnahmenDurchführung
(Wer? Bis wann?)
Überprüfung
(Wer? Wann?)
  Bei Ganzkörperschwingungen A(8) > 0,5 m/s2:
  • Maßnahmen unter Berücksichtigung des Standes der Technik, damit der Auslösewert unterschritten wird

  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen müssen angeboten werden (wenn A(8) ≥ 0,5 m/s2)


  
  Bei Ganzkörperkörperschwingungen A(8) > 0,8 m/s2:
  • Vibrationsminderungsprogramm mit unverzüglichen Maßnahmen, um ein erneutes Überschreiten der Grenzwerte zu verhindern

  • Bereitstellung von geeigneten Fahrzeugen mit Gefährdung mindernder Zusatzausrüstung

  • Instandsetzung und Wartung der Fahrzeuge

  • Reduzierung der Fahrzeiten

  • Unterweisung und Information

  • Vorsorgekartei

  • Veranlassung arbeitsmedizinischer Untersuchungen (wenn A(8) ≥ 0,8 m/s2)


  
  Bei der Beschaffung von Fahrzeugen und Arbeitsmitteln auf Typen mit geringer Schwingungsintensität achten (niedriger aw8-Wert)  
  Angepasste, langsame Fahrweise  
  Schwingungsdämpfende Bereifung (z.B. bei Flurförderzeugen)  
  Fahrzeuge mit schwingungsgedämpften Sitzen einsetzen  
  Schwingungsgedämpfte Sitze nachrüsten  
  Einsatzzeiten reduzieren, insbesondere bei Einsatz des Fahrzeuges in Hanglage  
  Ebene und stoßfreie Fahrbahnen gewährleisten  
  Unterweisung bezüglich der Sitzeinstellung  
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