DGUV Information 209-076 - Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Hufbeschlag (DG...

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Abschnitt 5.3, 5.3 Schweißarbeiten
Abschnitt 5.3
Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Hufbeschlag (DGUV Information 209-076)
Titel: Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Hufbeschlag (DGUV Information 209-076)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-076
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.3 – 5.3 Schweißarbeiten

5.3.1 Schweißverfahren

Zwei Grundverfahren der Schweißtechnik werden für Hufbeschlagschmiedearbeiten verwendet: das Lichtbogenschweißen und das Autogenschweißen. Beide Verfahren sind so genannte Schmelzschweißverfahren. In der Autogenschweißtechnik wird Metall durch Sauerstoff mit einem Brenngas (Acetylen oder Propan) als Flamme zum Schmelzen verwendet. Bei der Lichtbogenschweißtechnik wird im erzeugten Lichtbogen die Elektrode bzw. der Schweißdraht abgeschmolzen. Welches der beiden Verfahren zum Einsatz kommt, ist abhängig vom Material, von der Schweißaufgabe (z. B. Stollenaufschweißung an Hufeisen) oder von örtlichen Gegebenheiten (Stromanschluss).

5.3.2 Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei Schweißarbeiten

Die Gefährdungen im Rahmen der Schweißarbeiten stellen sich vielschichtig dar. Einige wesentliche Gefährdungen sind nachfolgend aufgeführt:

Autogentechnik:

  • Brandgefahr

  • Explosionsgefahr durch Brenngas (Acetylen), Sauerstoff

  • optische Strahlung

  • Schadstoffe (Schweißrauche, ...)

  • Lärm (z. B. beim Zünden des Brenners, ...)

  • Hitze (Brennerflamme, Schweißstück, ...)

Abb. 5-4 Anhaltswerte zur Bestimmung gefährdeter Bereiche durch Funkenflug

Lichtbogenschweißtechnik:

  • elektrischer Strom

  • optische Strahlung durch den Lichtbogen (UV, ...)

  • Schadstoffe (Schweißrauche, ...)

  • Lärm (z. B. beim Abschlagen der Schlacke, ...)

  • abplatzende Schlacke

  • Brandgefahr

  • Hitze

Abb. 5-5 Ausbreitungsverhalten heißer Partikel beim Schweißen

Abb. 5-6 Lüftungstechnische Maßnahmen

In Bereichen mit brennbarer Umgebung ist das Ausbreitungsverhalten der Schweißfunken zu beachten. Für den Funkenflug können die Anhaltswerte nach Abb. 5-3 und das Ausbreitungsverhalten nach Abb. 5-4 zu Grunde gelegt werden.

Die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen, je nach Schweißverfahren und örtlichen Gegebenheiten, sind:

  • lüftungstechnische Maßnahmen (Absaugung in einer Werkstatt oder freie Lüftung beim Kunden, siehe Abb. 5-6)

  • Verwendung von nickelfreien Elektroden (Sicherheitsdatenblatt vom Hersteller/Lieferanten)

  • Brandschutzmaßnahmen (siehe auch Abschnitt 6.2)

  • Betriebsanweisungen zur Festlegung der organisatorischen Maßnahmen (siehe Anhang)

  • Auswahl der richtigen persönlichen Schutzbekleidung und -ausrüstung (siehe Abb. 5-7 sowie Abschnitt 4).

Abb. 5-7 Persönliche Schutzausrüstung beim Schweißen

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