DGUV Information 209-073 - Arbeitsplatzlüftung Entscheidungshilfen für die betri...

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Abschnitt 1, Wozu dient diese Entscheidungshilfe für die bet...
Abschnitt 1
Arbeitsplatzlüftung Entscheidungshilfen für die betriebliche Praxis (bisher: BGI 5121)
Titel: Arbeitsplatzlüftung Entscheidungshilfen für die betriebliche Praxis (bisher: BGI 5121)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-073
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – Wozu dient diese Entscheidungshilfe für die betriebliche Praxis?

Ziel dieser BG-Information ist es, den Betrieben grundlegende Informationen zu lufttechnischen Anlagen an die Hand zu geben. Mit Hilfe einer Checkliste und branchenspezifischen Beispielen guter praktischer Lösungen soll den Betrieben die Auswahl einer geeigneten lufttechnischen Anlage erleichtert und Fehlinvestitionen vermieden werden.

In diesem Sinne konkretisiert diese BG-Information auch die BG-Regel "Arbeitsplatzlüftung - Lufttechnische Maßnahmen" (BGR 121) und dient, wie die vorstehend genannte BG-Regel, als Grundlage zur Umsetzung der Forderungen aus der Gefahrstoffverordnung.

Wir empfehlen Ihnen, bei Fragen zur Arbeitsplatzlüftung auch Ihre zuständige Berufsgenossenschaft zu Rate zu ziehen.

Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis haben gezeigt, dass lufttechnische Anlagen vielfach nicht ausreichend wirken, falsch dimensioniert oder mit Blick auf ihre Wirksamkeit zu kostenintensiv sind.

Es ist ratsam, bereits bei der Planung einer Werkhalle, vor der Beschaffung einer Maschine oder vor der Einführung eines neuen Verfahrens möglicherweise erforderliche lufttechnische Anlagen frühzeitig zu berücksichtigen (Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung). Dies erspart erhebliche Kosten gegenüber einer Nachrüstung.

Allgemeine Katalogangaben oder Musterlösungen reichen jedoch meist nicht aus, um die betrieblichen Gegebenheiten ausreichend zu berücksichtigen und die erwarteten Wirkungen zu erzielen. Wirksame lufttechnische Anlagen bedürfen in der Regel einer umfangreichen fachlichen Beratung. Hierbei sind z.B. Raumsituation, Arbeitsplatzsituation (stationär, wechselnd), Gefahrstoffe, Luftgeschwindigkeiten, Volumenströme, Zuluft, Luftführung, Querluftströmungen, Thermikströmungen, Form der Erfassungseinrichtung, Reinluftrückführung, Filterung, Wärmerückgewinnung oder dergleichen zu berücksichtigen.