DGUV Information 207-001 - Sicheres Arbeiten mit therapeutischen Druckkammern (b...

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Anhang 3, Wo werden Betriebsanweisungen unter anderem geford...
Anhang 3
Sicheres Arbeiten mit therapeutischen Druckkammern (bisher: BGI 5120)

Anhangteil

Titel: Sicheres Arbeiten mit therapeutischen Druckkammern (bisher: BGI 5120)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 207-001
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 3 – Wo werden Betriebsanweisungen unter anderem gefordert?

Gefordert werden Betriebsanweisungen unter anderem

  • für den Umgang mit Sauerstoff,

  • für den Umgang mit Gefahrstoffen, z.B. Reinigungs- und Desinfektionsmittel mit gefährlichen Eigenschaften, nach § 14 der Gefahrstoffverordnung (Anleitung und Beispiele siehe BG-Information "Betriebanweisungen für den Umgang mit Gefahrstoffen" [BGI 566]),

  • bei Infektionsgefährdung, z.B. Wundversorgung, Setzen von Injektionen oder dergleichen, nach § 12 der Biostoffverordnung (Beispiel siehe Anhang 3 der TRBA 250); nach Abschnitt 5.1.1 der TRBA 250 kann dies für nicht gezielte Tätigkeiten, die der Schutzstufe 1 zugeordnet werden, entfallen.

  • nach § 9 der Betriebssicherheitsverordnung für technische Arbeitsmittel "soweit erforderlich". Enthalten sein sollen hierin Informationen über die Einsatzbedingungen, absehbare Betriebsstörungen und Erfahrungen über die Benutzung. Für die Druckkammeranlage wird dies in der Regel durch die Bedienungshandbücher des Herstellers erfüllt. Inwieweit noch zusätzliche oder zusammengefasste Informationen, z.B. für Verhalten in Notsituationen oder Zwischenfälle, vor Ort an der Anlage notwendig sind, muss anhand des Ergebnisses der Gefährdungsbeurteilung durch den Unternehmer bzw. den verantwortlichen Vorgesetzten, z.B. den Leitenden Arzt, entschieden werden (Anleitungen und Beispiele siehe BG-Information "Sicherheit durch Betriebsanweisungen" [BGI 578]). Ergänzend zu den Unterweisungen nach Abschnitt 3.3.5.1 dieser BG-Information ist eine spezielle Betriebsanweisung als Information für die Beschäftigten und die Patienten über die Gefahren eines erhöhten Sauerstoff-Partialdruckes bei höheren Drücken in der Kammer an geeigneten Stellen auszuhängen.

  • zum Verhalten der Versicherten vor und nach der Teilnahme an einer Druckkammerfahrt siehe Abschnitt 3.3.6.