DGUV Information 209-072 - Wasserstoffsicherheit in Werkstätten (bisher: BGI 510...

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Abschnitt 5.4, Qualifikationen
Abschnitt 5.4
Wasserstoffsicherheit in Werkstätten (bisher: BGI 5108)
Titel: Wasserstoffsicherheit in Werkstätten (bisher: BGI 5108)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-072
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.4 – Qualifikationen

Der Einsatz von Wasserstoff in Kraftfahrzeugen ist eine relativ neue Technologie, die merkliche Unterschiede zu konventionellen Fahrzeugen aufweist.

Durch die Verschiedenartigkeit und Komplexität der Antriebskonzepte sind umfassende Qualifizierungen zum Einsatz von Wasserstofftechnologie in Kraftfahrzeugen durch unabhängige Institutionen erforderlich. Dieses umfasst mindestens die Gasanlagenprüfung (GAP) mit einer Zusatzausbildung für Wasserstoff. Produktspezifische Schulungen einzelner Fahrzeugtypen sind jedoch zusätzlich erforderlich.

Für die Diagnose und die Reparatur von H2-Fahrzeugen sind besondere Zusatz-Qualifikationen notwendig.

Für Arbeiten an der Gasanlage ist eine besondere Ausbildung der Mitarbeiter erforderlich, die mit einem Zertifikat abschließt. Diese umfasst neben der fachlichen Ausbildung am Fahrzeug und der Fehlerdiagnostik mittels moderner, computergestützter Diagnosewerkzeuge die Prüfung, die Interpretation von Warn- und Fehlermeldungen des Fahrzeuges sowie das Erkennen und Suchen von Leckagen. Zudem ist die Kenntnis von Ventilen, Druckminderern, defekten Gasleitungen und der sicheren Montage und Demontage von Fittings, dem Erkennen defekter Verschraubungen etc. von besonderer Wichtigkeit. Die Mitarbeiter müssen in die Nutzung von mobilen Gasdetektoren eingewiesen werden und diese Detektoren sicher handhaben können.

Ein Sicherheitstraining, wie es beispielsweise Hersteller von Fahrzeugen oder Wasserstoff erzeugenden Unternehmen anbieten, ist Grundlage für alle Routinearbeiten und weiterführenden Arbeiten an Tanksystemen und gasführenden Leitungen und Teilen.