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DGUV Information 214-033 - Sicherheitstechnische Anforderungen an Straßen und Fahrwege für die Sammlung von Abfällen Kriterien für den sicheren Betrieb von Abfallsammelfahrzeugen (bisher: BGI 5104)
Titel: Sicherheitstechnische Anforderungen an Straßen und Fahrwege für die Sammlung von Abfällen Kriterien für den sicheren Betrieb von Abfallsammelfahrzeugen (bisher: BGI 5104)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-033
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Sicherheitstechnische Anforderungen an Straßen und Fahrwege für die Sammlung von Abfällen
Kriterien für den sicheren Betrieb von Abfallsammelfahrzeugen
(bisher: BGI 5104)

Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen

Stand der Vorschrift: 1. Auflage: Mai 2008

Vorwort

Der Einsatz von Abfallsammelfahrzeugen ist ohne Gefährdung von Personen und Sachen nur möglich, wenn Straßen und Fahrwege die erforderlichen sicherheitstechnischen Anforderungen erfüllen. Unzureichende Koordination bei der Bauplanung und bei der Ausschreibung von Aufträgen zur Sammlung von Abfällen führen immer wieder zu tragischen Unfällen oder zumindest zu Ärgernissen für die Anwohner.

Beispielsweise werden Fahrwege hinsichtlich Breite und Tragfähigkeit nicht ausreichend dimensioniert oder weisen Hindernisse auf. Wendeanlagen sind häufig zu klein oder wurden gar nicht eingeplant. Sie sind jedoch notwendig, damit gefährliches Rangieren und Rückwärtsfahren mit Abfallsammelfahrzeugen nicht erforderlich wird.

In einem eng bebauten Wohngebiet stellt jede Fahrbewegung eines Lkw schon für sich einen gefährlichen Vorgang dar. Dies gilt im Besonderen für die Müllabfuhr, da Abfallsammelfahrzeuge durch ihre Bauweise besonders unübersichtlich sind und sich dennoch bei allen Licht- und Wetterbedingungen in verästelten Wohngebieten bewegen müssen. In ihrem direkten Umfeld besteht daher eine besondere Gefährdung, die bei schwierigen Sicht- und Raumverhältnissen leicht eine unmittelbare Gefahr verursachen kann. Besonders das Rückwärtsfahren von Abfallsammelfahrzeugen kann auf ungeeigneten Straßen eine tödliche Gefahr für die Beschäftigten der Müllabfuhr sowie für Passanten bedeuten. Kinder sind in diesem Zusammenhang besonders gefährdet.

Das Unfallgeschehen führte dazu, dass bereits in der 1979 in Kraft getretenen und bis heute gültigen Unfallverhütungsvorschrift "Müllbeseitigung" (BGV C27) Anforderungen an die Zufahrt zu Müllbehälterstandplätzen festgelegt wurden. Dies erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch der Verbände, der Städtereinigungsbetriebe und Entsorgungsunternehmen, sowie der Arbeitnehmerorganisationen, die an der Erarbeitung dieser Vorschrift beteiligt waren.

Die seit 1979 eingeführten Abläufe der befristeten Vergabe von kommunalen Aufträgen für die Abfallsammlung veranlassten neben der grundlegend geänderten Vorschriftenlage im Arbeitsschutz die BGF zur Veröffentlichung dieser Broschüre. Sie enthält neben einer kompakten Zusammenstellung der wesentlichen Anforderungen an Straßen und Fahrwege wichtige Hinweise zum Zusammenspiel der Verantwortlichkeit des Auftraggebers und des Betreibers von Abfallsammelfahrzeugen.

Redaktionelle InhaltsübersichtAbschnitt
  
Allgemeines1
Beteiligung an der Planung von Straßen und Wendeanlagen1.1
Vergabe von Aufträgen zur Abfallsammlung1.2
Einsatz geeigneter Abfallsammelfahrzeuge1.3
Einbindung der Fachkraft für Arbeitssicherheit1.4
Grundsätzliche Anforderungen an die Gestaltung von Straßen2
Anforderungen an die Gestaltung von Sackgassen, Stichstraßen und -wegen3
Wendeanlagen4
Wendekreise4.1
Wendeschleifen - Wendekreise mit Pflanzinseln4.2
Wendehämmer4.3
Änderung von Durchfahrtsstraßen5
Fahrverbot in Sackgassen ohne Wendeanlagen6
Rückwärtsfahren7
Vorschriften, Empfehlungen8