DGUV Information 209-070 - Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung (bisher: ...

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Abschnitt 8 , 8 Erste Hilfe
Abschnitt 8
Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung (bisher: BGI/GUV-I 5100)
Titel: Sicherheit bei der Hydraulik-Instandhaltung (bisher: BGI/GUV-I 5100)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-070
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8 – 8 Erste Hilfe

Die Erste-Hilfe-Maßnahmen am Unfallort sind oftmals entscheidend für den späteren Heilverlauf einer Verletzung oder gar die Rettung eines Beschäftigten. Entsprechend der Unfallverhütungsvorschrift "Grundsätze der Prävention" (BGV A1) muss in jedem Fall die erforderliche Anzahl an ausgebildeten Ersthelfern vorhanden sein. Die Ausbildung erfolgt durch von den Unfallversicherungsträgern anerkannten Stellen. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter mindestens einmal jährlich auch über das Verhalten bei Unfällen zu unterweisen.

Damit die notwendige Hilfe schnell und unverzüglich geleistet werden kann, ist die "Meldekette" eindeutig festzulegen:

  • Wer ruft Hilfe herbei?

  • Von wo kann Hilfe gerufen werden (Standort Telefon, Meldeeinrichtung)?

  • Welche Hilfe wird gerufen (Ersthelfer, betriebliche Meldestelle, öffentlicher Rettungsdienst)?

Problematisch und deshalb von Bedeutung ist dies insbesondere bei Instandhaltungsarbeiten in größerer Entfernung zu anderen Arbeitsplätzen.

Im Falle eines Unfalles muss ein Notruf an den betrieblichen Notrufdienst oder an die Rettungsleitestelle (Telefon 112) wie folgt erfolgen:

-Woist es passiert?
-Wasist passiert?
-Wie vieleVerletzte/Erkrankte?
-WelcheArt von Verletzungen/Erkrankungen?
-Wartenauf Rückfragen!

Einzelarbeit sollte in jedem Fall vermieden werden.

In Bereichen, in denen die Durchführung von Erste-Hilfe-Leistungen nicht oder nur schwierig möglich ist, sind Vorkehrungen zur Bergung möglicher Verletzter zu treffen.

Stellen, an denen Verbandkästen oder Spüleinrichtungen vorhanden sind, müssen bekannt und gekennzeichnet sein.

Die speziell beim Umgang mit Druckflüssigkeiten auftretenden Gefährdungen sowie die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen sind insbesondere:

GefährdungMaßnahme
Eindringen (Injektion) von unter hohem Druck stehenden Druckflüssigkeiten unter die HautSofort Arzt hinzuziehen; ganz wichtig: den Arzt auf den Unfallhergang (Ölinjektion) hinweisen, sonst könnten besonders kleine Wunden übersehen bzw. falsch behandelt werden!
Druckflüssigkeit im AugeAuge mind. 15 min. mit mildem Wasserstrahl spülen (Augenspüleinrichtung oder sauberes Wasser), Arzt hinzuziehen.
Verschlucken von DruckflüssigkeitenKein Erbrechen herbeiführen, sofort Arzt hinzuziehen.
Verbrennung durch heiße DruckflüssigkeitWunde steril (d.h. mit keimfreiem nicht klebendem Verbandstoff bzw. Brandwundauflagen) abdecken; kleinere Verbrennungen (Hand und/oder Unterarm) können zuvor mind. 10 Minuten mit mildem Wasserstrahl gekühlt werden; Arzt hinzuziehen.

Tabelle Maßnahmen bei Unfällen mit Druckflüssigkeit

Der Rettungsdienst/Notarzt ist sofort über die Art der Druckflüssigkeit zu informieren.

Das aktuelle Sicherheitsdatenblatt oder die Betriebsanweisung ist bereitzuhalten.