Zwischenfall, Notfall, Katastrophe Leitfaden für die Sicherheits- und Notfallorg...

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Abschnitt 4.4 BGI 5097, Brandschutz
Abschnitt 4.4 BGI 5097
Zwischenfall, Notfall, Katastrophe Leitfaden für die Sicherheits- und Notfallorganisation (BGI 5097)
Titel: Zwischenfall, Notfall, Katastrophe Leitfaden für die Sicherheits- und Notfallorganisation (BGI 5097)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 5097
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.4 BGI 5097 – Brandschutz

Unternehmen vor Brandschäden bewahren

© VGB/BC GmbH

Systematischer vorbeugender Brandschutz verringert das Risiko von Bränden. Betrieblicher Brandschutz muss in diesem Zusammenhang auch bewusst herbeigeführte Brände berücksichtigen. Zum vorbeugenden Brandschutz gehören bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen.

Mögliche Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes - Anregungen

Baulicher Brandschutz - Beispiele:
  • Auswahl von Baustoffen

  • Eigener Brandabschnitt für einzelne Bereiche

  • Brandabschottung von Trassen


Technischer Brandschutz - Beispiele:
  • Rauchschutz

  • Brandmeldeanlage

  • Brandlastenreduzierung in Räumen

  • Flucht- und Rettungswege

  • Feuerlöscheinrichtungen


Organisatorischer Brandschutz - Beispiele:
  • Brandschutzbegehung

  • Brandschutzübungen

  • Maßnahmen gegen Brandstiftung


TIPPS ZUM VORGEHEN

  • Schätzen Sie das Brandrisiko ein und erstellen Sie ein Brandschutzkonzept. Lassen Sie sich bei der Erstellung des Brandschutzkonzeptes von Experten beraten - siehe Seite 36 "Ansprechpartner und Fachleute".

  • Beim Brandschutzkonzept sollten Sie folgende Aspekte beachten:

    • Ausführungsart des Gebäudes beziehungsweise der baulichen Anlage

    • Nutzungsart des Gebäudes beziehungsweise der baulichen Anlage

    • Gefährdung durch Personen - zum Beispiel Betriebsstörung, Anschläge, Brandstiftung

    • Brandlasten

    • Gefährdung von Personen und Sachen

    • Bauliche Rauch- und Raumbegrenzung

    • Brandentdeckung und Alarmierung

    • Verfügbarkeit der hilfeleistenden Stellen - zum Beispiel Hilfskräfte des Betreibers, Feuerwehr, Rettungsdienste

  • Die "Kategorien für den Schutzumfang" (siehe Kasten unten) erleichtern Ihnen die Systematisierung der Maßnahmen.

  • Die technischen Anlagen und Einrichtungen des Brandschutzes sind regelmäßig zu warten.

Kategorien für den Schutzumfang

  • Kategorie 1 Vollschutz - Sämtliche Räume, in denen Brände entstehen können, müssen überwacht sein

  • Kategorie 2 Teilschutz - Schutz von einzelnen Brandabschnitten (üblicherweise die verwundbarsten), diese dann wie bei Vollschutz überwacht

  • Kategorie 3 Schutz der Fluchtwege - Schutz der Fluchtwege und eventuell angrenzender Räume; rechtzeitige Alarmierung der Beschäftigten, um Fluchtwege noch nutzen zu können

  • Kategorie 4 Einrichtungsschutz - Sachschutz von Funktionen, Ausrüstungen oder Bereichen mit hohem Risiko, Voll- oder Teilschutz

Diese Kategorien nach DIN 14 675 wurden für den Einsatz von Brandmeldeanlagen entwickelt, können aber auch als Hilfestellung für die Festlegung von Brandschutzmaßnahmen im Unternehmen verwendet werden.

Was finde ich auf der Internet-Themenseite "Zwischenfall, Notfall, Katastrophe"?

  • ASR A2.3 "Fluchtwege, Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan"

  • Checkliste "Aufstellung von Feuerlöschern"

  • Checkliste "Vorbeugender Brandschutz bei Bühnen- und Studioarbeiten"

  • Unterweisungsnachweis "Brandschutz"

  • Infoblatt "Brandgefährdung nach Betriebsbereichen"

  • Infoblatt "Brandlastenreduzierung in Räumen"

  • Infoblatt "Brandschutz"

  • Infoblatt "Brandschutzplanung"

  • Infoblatt "Eignung und Anzahl von Feuerlöschern"

  • Infoblatt "Was tun, wenn‘s brennt?"

  • Infoblatt "Zündquellen - Brandursachen erkennen"

  • Aushang "Verhalten bei Unfällen"

  • Aushang "Verhalten im Brandfall"

  • Muster "Flucht- und Rettungsplan"

  • Organisation des Brandschutzes im Betrieb

  • Selbstschutz-Information "Verhalten im Brandfall"

  • BHE-Infoblatt "Feststellanlagen (FSA) - Die Notwendigkeit zur Pflege"

  • BHE-Infoblatt "Mechanische Sicherungstechnik - Absicherung von Flucht- und Rettungswegen"