DGUV Information 214-030 - Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vo...

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Abschnitt 3.1, 3 HYGIENE 3.1 Welche Hygienemaßnahmen werden ...
Abschnitt 3.1
Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Titel: Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-030
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.1 – 3
HYGIENE

3.1
Welche Hygienemaßnahmen werden für Abfallbehandlungsanlagen empfohlen?

Es gelten zunächst die Maßnahmen nach den Technischen Regeln für biologische Arbeitsstoffe (TRBA 500) "Allgemeine Hygienemaßnahmen: Mindestanforderungen".

Daneben sind regelmäßige und gründliche Reinigungen der Arbeitsbereiche wichtig. Neben dem Einfluss von Lüftungstechnik haben auch saubere Böden und Geräte Auswirkungen auf die Luftqualität.

Schon bei der Einrichtung von Arbeitsstätten sind im Hinblick auf die Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen folgende Anforderungen zu berücksichtigen:

Technik/Organisation

  • Leicht zu reinigende Oberflächen für Fußböden und Arbeitsmittel, z.B. Maschinen, Betriebseinrichtungen, im Arbeitsbereich, soweit dies im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten liegt.

  • Maßnahmen zur Vermeidung/Minderung von Aerosolen, Stäuben und Nebel.

  • Während Pausen und Nachtzeiten müssen lüftungstechnische Anlagen durchlaufen (gegebenenfalls geringere Stufe) oder vor Arbeitsbeginn ist ein entsprechender Vorlauf vorzusehen.

Sauberkeit des Arbeitsplatzes

  • Arbeitsräume sind regelmäßig und bei Bedarf mit geeigneten Methoden zu reinigen.

  • Die Sortierkabine inklusive des Sortierbandes ist einer täglichen staubarmen Reinigung zu unterziehen.

  • Die Lamellenvorhänge sind täglich zu reinigen.

  • Staubbeseitigung durch Industriesauger, nicht durch Kehren.

Schwarz-Weiß-System

  • Vom Arbeitsplatz getrennte Umkleidemöglichkeiten sind vorzusehen.

  • Straßenkleidung ist von Arbeitskleidung und persönlichen Schutzausrüstungen getrennt aufzubewahren.

  • Arbeitskleidung und persönliche Schutzausrüstungen sind vom Unternehmer bereitzustellen und regelmäßig sowie bei Bedarf durch ihn zu reinigen oder zu wechseln.

Persönliche Hygiene

  • Waschgelegenheiten sind zur Verfügung zu stellen.

  • Vor Eintritt in die Pausen und nach Beendigung der Tätigkeit sind die Hände zu waschen.

Mittel zum hygienischen Reinigen und Trocknen der Hände sowie Hautschutz- und Hautpflegemittel müssen zur Verfügung gestellt werden.

  • Pausen- oder Bereitschaftsräume bzw. Tagesunterkünfte sollten nicht mit stark verschmutzter Arbeitskleidung betreten werden.

  • Es sind Möglichkeiten zu einer von den Arbeitsstoffen getrennten Aufbewahrung der Pausenverpflegung und zum Essen und Trinken ohne Beeinträchtigung der Gesundheit vorzusehen.

Es ist darauf zu achten, dass Beschäftigte keine Taschen und Behältnisse für den persönlichen Bedarf mit in die Sortierkabine nehmen.

Nicht zulässig: Persönliche Gegenstände in der Sortierkabine