DGUV Information 214-030 - Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vo...

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Abschnitt 2.11, Welche Impfungen sind für den Bereich der Ab...
Abschnitt 2.11
Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Titel: Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-030
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.11 – Welche Impfungen sind für den Bereich der Abfallbehandlungsanlagen zu empfehlen?

Bei jeder Tätigkeit im Entsorgungsgewerbe ist ein kompletter Impfschutz gemäß der allgemeinen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) anzustreben. Dies betrifft neben den üblichen Kinderkrankheiten vorrangig

  • Tetanus

    und

  • Diphtherie.

Die bekannte fäkale Verunreinigung vieler Sortiergutchargen verlangt darüber hinaus die Prüfung der Immunität gegenüber

  • Hepatitis A

    und

  • je nach epidemiologischer Situation auch Poliomyelitis.

Ebenso finden sich in allen Müllsorten gelegentlich von i.v. Drogenabhängigen benutzte Injektionskanülen. Nicht nur beim Umgang mit Klinikabfall ist daher eine Gefährdung durch

  • Hepatitis B-Infektionen

anzunehmen. Die Biostoffverordnung verlangt das Angebot einer Impfung an die Beschäftigten, wenn impfpräventable biologische Arbeitsstoffe tätigkeitsspezifisch auftreten oder fortwährend mit der Möglichkeit des Auftretens gerechnet werden muss und die Gefahr einer Infektion durch diese biologischen Arbeitsstoffe bei den Beschäftigten deutlich höher ist als bei der Allgemeinbevölkerung.

Unter Berücksichtigung der Gefährdungsbeurteilung sind daher Impfungen gegen Hepatitis A und B als Angebot z.B. an Abfall-/Wertstoffsortierer obligat. Das Angebot muss die Aufklärung über die Krankheit, den Nutzen der Impfung und mögliche Nebenwirkungen beinhalten.

Bei der Erstuntersuchung sollte unbedingt der Impf- und Immunstatus dokumentiert werden.