DGUV Information 214-030 - Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vo...

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Abschnitt 2.10, Kann unter Umständen auf arbeitsmedizinische...
Abschnitt 2.10
Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Titel: Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-030
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.10 – Kann unter Umständen auf arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen verzichtet werden?

Sofern nach Biostoffverordnung lediglich eine Untersuchung anzubieten ist und bei entsprechender Ausgestaltung der Arbeitsbedingungen die Auswahlkriterien für spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen (soweit sie in der Unfallverhütungsvorschrift "Arbeitsmedizinische Vorsorge" (BGV A4) überhaupt vorgeschrieben sind) nicht erfüllt werden, ist es denkbar, dass Arbeitnehmer keiner arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung unterzogen werden. Selbst das Untersuchungsangebot nach Biostoffverordnung muss je nach Gefährdungsbeurteilung und getroffenen Schutzmaßnahmen nicht obligat sein. Dies kann jedoch in Abfallbehandlungsanlagen nicht als Regelfall angesehen werden. Unter Berücksichtigung der individuell zu beurteilenden Gefährdungssituation ist eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung dringend zu empfehlen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den möglichen Folgen der Infektions- und Allergiegefährdung. Spätestens wenn tätigkeitsbedingte Beschwerden auftreten, die auf biologische Arbeitsstoffe zurückzuführen sein können, sind den betroffenen Beschäftigten unverzüglich arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen anzubieten (§ 15a Biostoffverordnung).