DGUV Information 214-030 - Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vo...

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Abschnitt 2.8, In welchen Fällen können sich gesundheitliche...
Abschnitt 2.8
Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Titel: Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-030
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.8 – In welchen Fällen können sich gesundheitliche Bedenken gegen eine Beschäftigung in einer Abfallbehandlungsanlage ergeben?

Soweit sich die Notwendigkeit einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung nach der Biostoffverordnung oder der Unfallverhütungsvorschrift "Arbeitsmedizinische Vorsorge" (BGV A4) ergibt, sind die in den jeweiligen arbeitsmedizinischen Grundsätzen genannten Gesundheitsstörungen als Kriterien heranzuziehen. Bei einer reinen Angebotsuntersuchung haben dauernde gesundheitliche Bedenken naturgemäß eine andere Bedeutung als bei Untersuchungen, die auf einer Unfallverhütungsvorschrift oder einer staatlichen Rechtsvorschrift beruhen. Im Zweifelsfall ist eine intensive Beratung des betroffenen Arbeitnehmers erforderlich. Typische Gründe für Bedenken sind z.B.

  • ausgeprägte Erkrankungen der Atmungsorgane,

  • manifeste Allergien (insbes. eine exogen allergische Alveolitis),

  • angeborene oder erworbene Beeinträchtigungen des Immunsystems,

  • chronische Infektionskrankheiten,

  • großflächige Hauterkrankungen,

  • Anfallsleiden.

Diese Auflistung ist nicht vollständig. Die Entscheidung ist immer der jeweiligen individuellen Arbeitsplatzsituation anzupassen. Bei den Sortiertätigkeiten ist weiterhin die Wirbelsäulen- und Gelenkbelastung zu berücksichtigen, ebenso wie die Sehschärfe, die auf dem besseren Auge nicht unter einen korrigierten Visus von 0,8 sinken sollte. Verletzungen an scharfkantigen Gegenständen oder Injektionsnadeln resultieren oftmals aus dem nicht rechtzeitigen Erkennen der Gefahr.