DGUV Information 214-030 - Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vo...

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Abschnitt 2.5, Mit welchen Einwirkungen auf Beschäftigte in ...
Abschnitt 2.5
Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Titel: Gesundheitsschutz, Hygiene und arbeitsmedizinische Vorsorge in Abfallbehandlungsanlagen - unter besonderer Berücksichtigung biologischer Arbeitsstoffe - (bisher: BGI 5093)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-030
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.5 – Mit welchen Einwirkungen auf Beschäftigte in Abfallbehandlungsanlagen ist zu rechnen?

Art und Umfang der Tätigkeiten in Abfallbehandlungsanlagen können zur Gefährdung der Beschäftigten durch folgende Einwirkungen führen:

  • Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Viren) sowie Endotoxine/ Mykotoxine

  • Gefahrstoffe (Staub, Aerosole, Gase),

  • Lärm,

  • Stich- und Schnittverletzungen (scharfkantige Gegenstände, Splitter, Nadeln, Kanülen),

  • Unfallgefahr (innerbetrieblicher Transport, Stetigförderer, Zerkleinerungsaggregate, Ballenpressen),

  • elektromagnetische Felder (bedeutsam für Träger von Herzschrittmachern, Insulinpumpen oder dergleichen),

  • besondere Klimabedingungen (Hitze, Kälte, Zugluft),

  • Kältebrücken: Das Sortierpersonal lehnt beim Sortieren gegen nicht isoliertes Metall der seitlichen Sortierbandführung

Personal lehnt gegen Sortierbandführung (hier: isoliert)

  • monotones Arbeiten, unter Umständen bei unzureichender Beleuchtungsstärke für die jeweilige Sehaufgabe,

  • Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten bei starken Störeinflüssen,

  • Dieselmotoremissionen der Aggregate und Fahrzeuge in der Halle

Dieselmotoremissionen in der Halle

  • Rattenbisse und Kontakt mit Ausscheidungen in der Halle beim Vorsichten des Materials,

  • langes Stehen ohne Stehhilfe; zum Teil auf unebenem Boden,

  • Staubbelastung (auch alveolengängige Fraktion) insbesondere bei Reinigungsarbeiten durch Kehren statt Saugen mit Industriestaubsauger,

  • psychische Einflüsse, wie eintönige Fließbandarbeit, Geruchsbelästigung, mangelnde soziale Akzeptanz oder der gleichen.