DGUV Information 203-042 - Auswahl und Benutzung von Laser-Schutz- und Justierbr...

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Abschnitt 1, Anwendungsbereich
Abschnitt 1
Auswahl und Benutzung von Laser-Schutz- und Justierbrillen (bisher: BGI 5092)
Titel: Auswahl und Benutzung von Laser-Schutz- und Justierbrillen (bisher: BGI 5092)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 203-042
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – Anwendungsbereich

Diese BG-Information soll dem Laserschutzbeauftragten und dem Unternehmer eine Hilfestellung zur Ermittlung und Benutzung einer geeigneten Laser-Schutzbrille, einer Laser-Justierbrille oder einer Kombination von beidem geben, und zwar auf Grund der Gefährdungsermittlung beim Umgang mit Laserstrahlung.

Grundsätzlich gilt:

Zunächst ist die Umsetzung technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen gefordert, wie sie beispielsweise in der BGV B2, der DIN EN 60825-1 und DIN EN 12626/ DIN ISO 11553-1 genannt sind.

Beispiele:

  • Umhausung des Laserbereiches (Schutzgehäuse),

  • Verriegelungen der Zugangsöffnungen usw.

  • Organisatorische Schutzmaßnahmen wie Beschilderung, Unterweisungen usw. sind umzusetzen.

Anmerkung 1:

Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren für leben und Gesundheit bei der Arbeit

Vor dem Einsatz von Augen- und Gesichtsschutz hat der Unternehmer: gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Dabei sind Art und Umfang der Gefährdungen zu ermitteln, um zu klären, ob nicht die Gefährdungen gemäß § 4 Arbeitsschutzgesetz durch allgemein schützende technische Einrichtungen (kollektive technische Schutz-Einrichtungen) oder durch organisatorische Maßnahmen vermieden oder ausreichend begrenzt werden können. Dabei sind die Arbeitsbedingungen und die persönliche Konstitution der Versicherten zu berücksichtigen.

BGV B2 § 8 Abs. 1und 2:

  1. (1)

    Der Unternehmer hat durch technische oder organisatorische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass eine Bestrahlung oberhalb der maximal zulässigen Bestrahlung, auch durch reflektierte oder gestreute Strahlung verhindert wird.

  2. (2)

    Ist dies in Laserbereichen von Lasereinrichtungen der Klassen 3B (nach DA BGV B2 ab Klasse 3R) oder 4 nicht möglich, so hat der Unternehmer zum Schutz der Augen oder der Haut geeignete Augenschutzgeräte, Schutzkleidung oder Schutzhandschuhe zur Verfügung zu stellen.

Anmerkung 2:

Diese BG-Information dient auch der Umsetzung der Anforderungen der BG-Regel 192 "Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz"

Anmerkung 3:

Die EU-Richtlinie "Künstliche optische Strahlung 2006/25" wurde von der EU im Amtsblatt am 27.04.2006 veröffentlicht.

Titel- Richtlinie 2006/25/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 05. April 2006 über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (künstliche optische Strahlung) (19. Einzelrichtlinie im Sinne des Artikels 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG).

Insbesondere in Artikel 5 unter Punkt g) "g) die Verfügbarkeit geeigneter persönlicher Schutzausrüstung" wird auf die Verwendung von PSA hingewiesen. Zum Zeitpunkt der Drucklegung wurde diese Richtlinie national noch nicht umgesetzt. Sofern dies erfolgt, muss diese Verordnung vorrangig angewendet werden.