DGUV Information 214-029 - Sicheres Arbeiten bei der Tankfahrzeug-Innenreinigung...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 11, Arbeitsmedizinische Vorsorge
Abschnitt 11
Sicheres Arbeiten bei der Tankfahrzeug-Innenreinigung (bisher: BGI 5091)
Titel: Sicheres Arbeiten bei der Tankfahrzeug-Innenreinigung (bisher: BGI 5091)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-029
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 11 – Arbeitsmedizinische Vorsorge

Wenn mit bestimmten Gefahrstoffen umgegangen wird oder gefährliche Tätigkeiten durchgeführt werden, hat der Unternehmer vor Aufnahme der Tätigkeiten und in regelmäßigen Abständen, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen zu veranlassen. Für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen gibt es BG-Grundsätze, nach denen der Arzt bei der Untersuchung vorgehen soll. Sie sind mit dem Buchstaben "G" und einer Nummer gekennzeichnet. Bei der Prüfung, welche Vorsorgeuntersuchung für die Beschäftigten erforderlich ist, soll sich der Unternehmer vom Betriebsarzt beraten lassen. Welche arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen infrage kommen, ist stark vom Gefährdungspotenzial der jeweiligen Tank-Innenreinigungsanlage abhängig (siehe Gefährdungsbeurteilung).

§§ 14, 15, 16 GefStoffV

Neben der Atemwegsgefährdung durch den Umgang mit Gefahrstoffen handelt es sich bei Tank-Innenreinigungsanlagen in aller Regel auch um Arbeitsplätze mit einem erhöhten hautgefährdenden Potenzial. Zum einen durch die ständige Feuchtarbeit, zum andern auch durch Kontakt zu hautaggressiven Reinigungsmitteln oder Restprodukten (Gefahrstoffen). Bei Feuchtarbeit von regelmäßig vier Stunden oder mehr am Tag sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen zu veranlassen, bei Feuchtarbeit von regelmäßig mehr als zwei Stunden sind sie anzubieten. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr stellt die Lärmbelastung der Mitarbeiter während des Reinigungsvorganges dar, da die verwendeten Spülköpfe zu einer nicht unerheblichen Lärmentwicklung, unter ungünstigen Bedingungen auch über 85 dB(A), führen können.

Beispiele für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen nach berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen:

  • Hauterkrankungen Grundsatz G 24

    BGI 504-24

  • Atemschutz Grundsatz G 26

    BGI 504-26

  • Lärm Grundsatz G 20

    BGI 504-20

Darüber hinaus werden z.B. folgende arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen empfohlen:

  • Obstruktive Atemwegserkrankungen Grundsatz G 23

    BGI 504-23

  • Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten Grundsatz G 25

    BGI 504-25

  • Arbeiten mit Absturzgefahr Grundsatz G 41

    BGI 504-41

Die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen sind in einer Vorsorgekartei bis zum Ausscheiden der Beschäftigten aufzubewahren. Beim Ausscheiden aus dem Unternehmen ist dem Beschäftigten eine Kopie seiner Unterlagen auszuhändigen.

Zur arbeitsmedizinischen Vorsorge zählt neben den Vorsorgeuntersuchungen auch die Beratung durch den Arzt, z.B. bei der Erstellung des Hautschutzplans.