Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 6.10 BGI 5065, Sicherheits-Check
Abschnitt 6.10 BGI 5065
Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)
Titel: Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 5065
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.10 BGI 5065 – Sicherheits-Check

In den folgenden Abschnitten

  • 6.10.1 Fahrt zur Einsatzstelle (Lagebeurteilung)

  • 6.10.2 Absichern der Einsatzstelle

  • 6.10.3 Bergen des Fahrzeuges

  • 6.10.4 Abschleppen des Fahrzeuges

  • 6.10.5 Aufladen des Fahrzeuges (auf das Plateau)

  • 6.10.6 Ladungssicherung des Fahrzeuges

  • 6.10.7 Transport von der Einsatzstelle

  • 6.10.8 Abladen des Fahrzeuges

  • 6.10.9 Einsatzbereitschaft wiederherstellen

werden ausschließlich Gefährdungen berücksichtigt, die sich beim Abschleppen und Bergen von Fahrzeugen ergeben können. Dieser Sicherheits-Check kann dem Unternehmer als Grundlage für die von ihm zu erstellende Gefährdungsbeurteilung dienen.

Zu jeder Tätigkeit sind Gefährdungen und Beispiele für Maßnahmen aufgeführt.

Die Kurzübersicht auf den beiden folgenden Seiten hilft bei der Orientierung innerhalb des Sicherheits-Checks.

Da Einsatzarbeiten vielfältig sind, darf nie vergessen werden:

  • Einsätze sind nur bis zu einem gewissen Grad planbar.

  • Der Erfolg des Einsatzes ist von den Erfahrungen des Aufsichtführenden und des Einsatzpersonals abhängig.

  • Der sichere und reibungslose Ablauf der Einsatzarbeiten ist auch abhängig vom Zusammenwirken mit Polizei, Feuerwehr etc.

Kurzübersicht

Tätigkeiten6.10.1
Fahrt zur Einsatzstelle
6.10.2
Absichern der Einsatzstelle
6.10.3
Bergen des Fahrzeuges
6.10.4
Abschleppen des Fahrzeuges
Gefährdungen
Mechanische
Abrutschen, UmknickenAbrutschenAbrutschen, UmknickenAbrutschen, UmknickenAbrutschen, Umknicken
Abstürzen  AbstürzenAbstürzen
Angefahren werden Angefahren werdenAngefahren werdenAngefahren werden
AnstoßenAnstoßen AnstoßenAnstoßen
Getroffen werden  Getroffen werdenGetroffen werden
Quetschen  QuetschenQuetschen
Schneiden  SchneidenSchneiden
Stürzen StürzenStürzenStürzen
Elektrische
Elektrischer Strom  Elektrischer Strom 
Chemische
Einatmen von Abgasen  Abgase 
Einatmen von Rauchen Rauche  
Kontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten  Fahrzeugtypische Flüssigkeiten 
Kontakt mit Gefahrgut GefahrgutGefahrgut 
Physikalische
Einwirken von Lärm LärmLärm 
Einwirken von Vibrationen, SchwingungenVibrationen, Schwingungen   
Heben, Tragen, Ziehen Heben, TragenHeben, Tragen, Ziehen 
Thermische
Verbrennen, Verbrühen, Erfrieren  Verbrennen, Verbrühen, Erfrieren 
Sonstige
FehlverhaltenFehlverhalten FehlverhaltenFehlverhalten
WitterungseinflüsseWitterungseinflüsseWitterungseinflüsseWitterungseinflüsse 
Tätigkeiten6.10.5
Aufladen des Fahrzeuges
6.10.6
Ladungssicherung des Fahrzeuges
6.10.7
Transport von der Einsatzstelle
6.10.8
Abladen des Fahrzeuges
6.10.9
Einsatzbereitschaft wiederherstellen
Gefährdungen
Mechanische
Abrutschen, UmknickenAbrutschenAbrutschen, Umknicken AbrutschenAbrutschen, Umknicken
AbstürzenAbstürzenAbstürzen AbstürzenAbstürzen
Angefahren werdenAngefahren werdenAngefahren werden Angefahren werden 
Anstoßen AnstoßenAnstoßen  
Getroffen werden     
QuetschenQuetschen  Quetschen 
Schneiden   Schneiden 
StürzenStürzen    
Elektrische
Elektrischer StromStromschlag    
Chemische
Einatmen von Abgasen     
Einatmen von Rauchen     
Kontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten    Fahrzeugtypische Flüssigkeiten
Kontakt mit Gefahrgut     
Physikalische
Einwirken von LärmLärmLärm   
Einwirken von Vibrationen, Schwingungen  Vibrationen, Schwingungen  
Heben, Tragen, Ziehen    Heben, Tragen
Thermische
Verbrennen, Verbrühen, Erfrieren     
Sonstige
FehlverhaltenFehlverhaltenFehlverhaltenFehlverhaltenFehlverhaltenFehlverhalten
WitterungseinflüsseWitterungseinflüsse Witterungseinflüsse  

6.10.1
Fahrt zur Einsatzstelle

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Abrutschen beim Einsteigen in das Führerhaus durch  
nicht benutzen von HaltegriffenHaltegriffe benutzen§ 41 Abs. 1 BGV D29
   
Abb. 46: Haltegriffe benutzen
 
Zustellen von StufenStufen freihalten 
Auflegen von Belägen auf Stufen   
Anstoßen an Windschutzscheibe oder Bauteilen im Führerhaus durch   
Hängen bleiben an Unterführungenmaximal zulässige Fahrzeughöhe von 4,00 m einhaltenStVO
  maximale Durchfahrtshöhe beachten 
  Sicherheitsgurt anlegen 
   
Abb. 47: Sicherheitsgurt anlegen
 
Physikalische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Einwirken von  
Vibrationen bzw. Schwingungen durch den FahrersitzFahrersitz entsprechend dem Fahrergewicht einstellenBetriebsanleitung
  
Abb. 48: Fahrersitz einstellen
 
Sonstige GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Fehlverhalten  
zu hohe FahrgeschwindigkeitFahrgeschwindigkeit anpassen§ 44 Abs. 3 BGV D29
Tragen von ungeeignetem Schuhwerk wie Clogs, Schlappenden Fuß umschließendes Schuhwerk tragen§ 44 Abs. 2 BGV D29
 
Abb. 49: Schlappen sind verboten!
 
Abb. 50: Den Fuß umschließendes Schuhwerk tragen
 
nicht angelegter SicherheitsgurtSicherheitsgurt anlegen§ 21a StVO
Orthopädische Schäden durch  
langes SitzenSitz ergonomisch einstellenSitzschablone BG Verkehr
 regelmäßig Pausen einlegen
Witterungseinflüsse durch  
NiederschlagFahrgeschwindigkeit der Witterung anpassenStVO
GlätteDer Witterung entsprechende Bereifung einsetzen 
  an Sicherheitstraining teilnehmen 

6.10.2
Absichern der Einsatzstelle

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Abrutschen und Umknicken beim Verlassen bzw. Besteigen des Fahrzeuges durch   
nicht geeignete Ein- und Aufstiegetrittsichere und rutschhemmende Stufen bzw. Sprossen verwenden§ 41 und Anhang 2 BGV D29
beschädigte, verbogene Ein- und Aufstiege   
vorwärts aussteigentägliche Sichtprüfung 
 
Abb. 51: Nicht vorwärts aussteigen!
 
Abb. 52: Rutschhemmende Stufen
 
nicht benutzen von Ein- und Aufstiegen   
Springen aus dem Führerhaus oder vom PlateauHaltegriffe benutzenMuster-Betriebsanweisung
 
Abb. 53: Nicht springen!
 
Abb. 54: Richtig! Rückwärts aussteigen
 
verunreinigte Ein- und AufstiegeVerunreinigung (Öl, Schmutz, Schnee) von Ein- und Aufstiegen 
Angefahren werden von Fahrzeugen durch  
nicht gesehen werdenWarnleuchten und Warnblinkanlage einschalten 
 
Abb. 55: Unvollständige Warnkleidung
Warnkleidung tragen§ 56 Abs. 6, BGV D29, Abschnitt 5
 beim Aufstellen z.B. der Leitkegel fließenden Verkehr beobachten; dazu Absicherungsmaterial entgegen der Fahrtrichtung des fließenden Verkehrs aufstellen5.3 BGI 800
  keine verkehrslenkenden Maßnahmen auf Fahrspuren durchführen 
Stürzen durch  
herumliegende Fahrzeugteilegeeignete Schutzschuhe tragen 
Dunkelheit  
Nässe und Glätte  
Chemische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Einatmen von Rauchen bei  
Fahrzeugbrändennicht in den Rauch begeben 
 
Abb. 56: Gefahr durch Rauche bei Fahrzeugbrand
Kontakt mit Feuerwehr/Polizei aufnehmen 
 Ende der Löscharbeiten abwarten, weitere Maßnahmen mit Feuerwehr/Polizei abstimmen 
Kontakt mit Gefahrgut, z.B. mit  
austretenden FlüssigkeitenFreigabe der Einsatzstelle durch die Feuerwehr abwarten 
austretenden StäubenRauchverbot befolgen 
austretenden GasenVerbot von Feuer und offenem Licht 
bei beschädigten Transportbehältnissen.   
Abb. 57: Achtung, Gefahrgut!
  
Physikalische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Einwirken von Lärm durch   
Straßenverkehr   
laufende Motoren der EinsatzfahrzeugeMotoren der Einsatzfahrzeuge möglichst abstellen 
Heben und Tragen von LastenHilfsmittel benutzen, z.B. Transportkarre für Leitkegel 
   
Abb. 58: Transportkarre für Leitkegel
 
     
Sonstige GefährdungenBeispiele von MaßnahmenInfo
Witterungseinflüsse durch   
NiederschlagWetterschutzkleidung bereitstellen und tragenAbschnitt 5
KälteKälteschutzkleidung bereitstellen und tragen 

6.10.3
Bergen des Fahrzeuges

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Abrutschen und Umknicken beim Besteigen bzw. Verlassen des Fahrzeugaufbaus durch   
nicht geeignete Aufstiegetrittsichere und rutschhemmende Stufen bzw. Sprossen verwenden, ggf. nachrüsten§ 41 BGV D29
 
Abb. 59: Dies ist kein Aufstieg!
Verunreinigungen (Öl, Schmutz, Schnee) von Ein- u. Aufstiegen beseitigen 
 Hilfsmittel wie Besen, Schaufeln zum Reinigen der Ein- und Aufstiege bereitstellen und mitführen 
fehlende HaltegriffeHaltegriffe vorsehen und benutzen 
nicht benutzen von Aufstiegen, z.B. Springen vom Plateau 
Abb. 61: Aufstieg und Haltegriffe benutzen!
 
 
Abb. 60: Nicht springen!
  
Abstürzen von hochgelegenen Arbeitsplätzen von  
AbschleppwagenAbschleppwagen mit feststehenden oder klappbaren Geländern ausrüsten§ 24 Abs. 2 BGV D29
    
 
Abb. 62: Absturzgefahr!
 Klappbare Geländer aufstellen 
Angefahren werden von   
Fahrzeugen des fließenden Straßenverkehrsprüfen, ob Einsatzstelle abgesichert ist5.3 BGI 800
  nicht im Bereich des fließenden Straßenverkehrs aufhalten 
  Warnkleidung bereitstellen und tragen 
rangierenden und rückwärts fahrenden EinsatzfahrzeugenEinweiser einsetzen bzw. einweisen lassen 
 
Abb. 63: Gefahr für den Einweiser durch rückwärts fahrendes Fahrzeug
Rückwärtsfahren nur, wenn Sichtkontakt zum Einweiser besteht§ 46 Abs. 2 BGV D29
 kein Aufenthalt des Einweisers hinter dem Einsatzfahrzeug 
 Einweisen trainieren 
 Handzeichen unterweisen 
unbeabsichtigt wegrollenden UnfallfahrzeugenFeststellbremse betätigen§ 55 Abs. 1 BGV D29
unkontrolliert bewegten Fahrzeugenauf stark unebenem Gelände oder im Gefälle zusätzlich Unterlegkeile benutzen 
 
Abb. 65: Gefahr durch Überrolltwerden von Hand bewegten, nicht bremsbaren Anhängern
 
Abb. 64: Unterlegkeile benutzen!
 
  ausreichende Anzahl von Unterlegkeilen mitführen 
Anstoßen an   
Teilen verunfallter FahrzeugeAnstoßkappe bereitstellen und tragen bei Arbeiten unter FahrzeugenAbschnitt 5
Bauteilen von Einsatzfahrzeugen, z.B. geöffneten KlappenSchutzhelm tragen bei Kranarbeiten 
Getroffen werden von   
herabfallenden Ladungsteilen/Teilen des zu bergenden Fahrzeugeszusätzliche Ladungssicherungsmaßnahmen vorsehen 
Windenseilen beim Straffziehennicht im Bereich des Windenseiles aufhalten 
sich losreißenden, brechenden oder von der Seilrolle springenden SeilenAussetzbügel an Seilrollen benutzen 
 
Abb. 66: Gefahr durch Windenseile!
 
Abb. 67: Aussetzbügel an Seilumlenkrolle
 
  ablegereife Seile ersetzen 
  Sichtprüfung von Seilen vor Einsatz 
  Sachkundigenprüfung der Bergewinde 
sich lösenden FahrzeugteilenSchutzschuhe tragen 
herabfallenden Werkzeugen oder Hilfsmitteln   
herausspritzenden Flüssigkeiten   
unkontrolliert auslösenden AirbagsAirbag-Schutzbügel einsetzen, sofern nicht bereits Batterie abgeklemmt 
Über- oder Zurückkippen des zu bergenden Fahrzeuges beim AufrichtenÜber- oder Zurückkippen durch technische Maßnahmen verhindern, z.B. eine Winde zum Aufrichten und eine zweite Winde zum Sichern gegen Überkippen 
 
Abb. 68: Gefahr des Überkippens!
nicht im Gefahrenbereich möglicherweise zurückkippender Fahrzeuge aufhalten 
  Aufenthalt im Gefahrenbereich verbieten 
  Aufrichten von zu bergenden Fahrzeugen trainieren 
Funken bei Brennschneid- und Trennschleifarbeiten z.B. an der KardanwelleSchutzbrille und geeigneten Körperschutz tragen 
fortschleuderndem Unterlegmaterial unter angetriebenen Rädernbeim Bergen festgefahrener Fahrzeuge nicht im Gefahrbereich fortschleudernder Unterlegmaterialien aufhalten§ 52 BGV D29
umkippenden Fahrzeugen, z.B. Anhängefahrzeugen mit Drehschemellenkungbeim Rangieren von Anhängefahrzeugen mit eingeschlagener Zugdeichsel nicht seitlich unmittelbar neben dem Fahrzeug aufhalten§ 47 Abs. 2 BGV D29
Quetschen beim Einsatz der Bergewinde zwischen   
verunfalltem Fahrzeug und Bergungsfahrzeugnicht zwischen Einsatzfahrzeug und zu bergendem Fahrzeug aufhalten 
verunfalltem Fahrzeug und Teilen der Umgebung wie z.B. Baum, Leitplankenicht im Gefahrbereich zwischen den Fahrzeugen und Teilen der Umgebung aufhalten 
Windenseil und Umlenkrollenicht in die Einzugstelle zwischen Windenseil und Umlenkrolle greifen 
 
Abb. 69: Quetschstelle zwischen Windenseil und Umlenkrolle
   
Schneiden an   
scharfkantigen FahrzeugteilenSchutzhandschuhe tragenAbschnitt 5
 
Abb. 70: Handverletzungsgefahr!
 
Abb. 71: Schutzhandschuhe tragen
 
gesplittertem Glas   
gebrochenen Drähten von Winden- und Abschleppseilenablegereife Seile ersetzen 
 
Abb. 72: Gebrochene Drähte!
Sichtprüfung von Seilen vor Einsatz 
 Sachkundigenprüfung der Bergewinde§ 23 BGV D8
Stürzen   
im unwegsamen Gelände, z.B. Böschungen, Gräbengeeignete, möglichst knöchelhohe Sicherheitsschuhe tragen 
vom zu bergenden Fahrzeug   
 
Abb. 73: Sturzgefahr!
   
durch herumliegende Fahrzeugteile   
durch Nässe und Glätte   
durch DunkelheitArbeitsscheinwerfer einsetzen 
   
Abb. 74: Beleuchten der Einsatzstelle
 
  Akkubetriebene Handleuchten einsetzen 
Elektrische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Stromschlag durch   
Annäherung an unter Spannung stehende elektrische FreileitungenSicherheitsabstand in Abhängigkeit von der Nennspannung einhalten; bei unbekannter Nennspannung mindestens 5,0 m Sicherheitsabstand§ 54 BGV D29
 
Abb. 75: "Strommarken" nach Annähern an elektrische Freileitung
ggf. mit Betreiber der Freileitung in Verbindung setzen 
schadhafte elektrische Betriebsmittel wie Verlängerungskabel, Leuchten, Generator, Power-PackSichtprüfung vor Benutzung 
  ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel alle 6 Monate prüfen lassen§ 5 BGV A3
gefährliche Bordspannungen von mehr als 60 V, z.B. bei Hybridfahrzeugen, OmnibussenKetten und Seile nicht über Hochvoltleitungen führen (Kennzeichnungen beachten) 
auf Gefährdung durch platzende Starterbatterien Grund von   
Kurzschlüssen, z.B. durch Werkzeuge, beschädigte Isolationen von Anschlussklemmenallseits isolierte Anschlussklemmen an Starthilfekabeln verwenden 
 
Abb. 76: Geplatzte Starterbatterie durch beschädigte Anschlussklemmen
Pluspole von Starterbatterien, z.B. mit Gummimatten abdecken 
  Ladesteckdosen am Einsatzfahrzeug vorsehen, ggf. nachrüsten und verwenden 
  Verbindung nicht unter Last, sondern stromlos herstellen 
Entstehen von Funken beim Verbinden der Anschlussklemmen von Starthilfekabeln mit der Batterierichtige Reihenfolge beim Anklemmen und Abklemmen der Starthilfe-Batterien einhalten 
fehlerhafter Handhabung von Starthilfekabeln, z.B. Vertauschen der Anschlussklemmen 
Abb. 77: Richtige Reihenfolge bei der Starthilfe (beim Abklemmen umgekehrte Reihenfolge!)
 
Chemische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Einatmen von Abgasen   
beim Betätigen der Befehlseinrichtungen an SteuerständenFahrzeuge mit hochgezogenen Auspuffleitungen ausrüstenAbschnitt 2.14
  beim Verwenden von Fernsteuerungen möglichst weit von den Mündungen der Auspuffleitungen entfernen 
  Windrichtung beachten 
Kontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten wie   
KraftstoffenKontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten vermeiden 
Motor-/GetriebeölenBindemittel auf Einsatzfahrzeugen mitführen 
KühlwasserKontakt zu benutzten Bindemitteln möglichst vermeiden 
Bremsflüssigkeiten/Hydraulikölenpersönliche Schutzausrüstungen benutzen, insbesondere geeignete Schutzhandschuhe 
   
Abb. 78: Kennzeichnung eines geeigneten, chemikalienfesten Schutzhandschuhs
 
Kontakt mit Gefahrgut bei beschädigten Transportbehältnissen, z.B. mit   
austretenden FlüssigkeitenMaßnahmen mit Feuerwehr vor Ort abstimmen 
austretenden StäubenRauchverbot befolgen 
austretenden GasenVerbot von Feuer und offenem Licht 
 
Abb. 79: Achtung, Gefahrgut!
 persönliche Schutzausrüstungen ggf. gemäß Unfallmerkblatt auswählen und benutzen 
Physikalische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Einwirken von Lärm durch   
laufende Motoren und HilfsaggregateMotoren von nicht an der Bergung beteiligten Einsatzfahrzeugen abstellen 
  geeigneten Gehörschutz bereitstellen und tragenAbschnitt 5
  Verständigung sicherstellen, z.B. Sprechfunk einsetzen 
Heben, Tragen und Ziehen von Lasten, z.B. beim   
Beseitigen von Gegenständen, z.B. FahrzeugtrümmernLasten auf mehrere Personen verteilen, sofern keine Hilfsmittel zum Heben verfügbar/einsetzbar sind 
Verwenden von Hilfsmitteln, z.B. Schäkeln, Seilen, Ketten   
Abziehen von Seilen von Bergewinden   
 
Abb. 80: Abziehen des Windenseils von einer Bergewinde
   
Thermische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Verbrennen an heißen Oberflächen durch   
hochgezogene Auspuffleitungen an EinsatzfahrzeugenBerührungsschutz an hochgezogenen Auspuffleitungen vorsehenAbschnitt 2.14
Motorteile, Auspuffanlage an zu bergenden FahrzeugenSchutzhandschuhe bereitstellen und tragen 
Verbrühen durch fahrzeugtypische heiße Flüssigkeiten wie   
Motor-/Getriebeölezu bergende Fahrzeuge auf austretende Flüssigkeiten kontrollieren, ggf. Flüssigkeiten auffangen 
Kühlwasser   
Hydrauliköle   
Erfrieren durch   
Einwirken von Flüssiggasen aus der Flüssigphasezu bergende Fahrzeuge auf vorhandene Flüssiggasflaschen kontrollieren, evtl. Flaschenventile schließen 
  Schutzhandschuhe bereitstellen und tragen 
Sonstige GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Fehlverhalten des Bergungsmechanikers wie   
Überlasten der Bergewindegeeignete Bergewinden einsetzen 
  Flaschenzugprinzip nutzen 
Überlasten von SchäkelnMax. zulässige Belastbarkeit von Schäkeln einhalten 
 
Abb. 81: Durch Überlasten gebrochener Schäkel
 
Abb. 82: Kennzeichnung Belastbarkeit beachten, hier 8 t
 
unsauberes Auftrommeln des WindenseilsSeilwickler einsetzen oder Seil nach Einsatz sauber auftrommeln 
 
Abb. 83: Unsauber aufgetrommeltes Windenseil
   
unzulässiges Knoten von WindenseilenBeschädigte, ablegereife oder gebrochene Seile ersetzen 
 
Abb. 84: Unzulässiges Knoten des Windenseils
 
Abb. 85: Beschädigtes Seil ablegen
 
  Windenseile nie knoten 
Fehlverhalten des Bergungsmechanikers wie  § 47 Abs. 1 BGV D29
Schieben von Fahrzeugen mit losen Gegenständen wie Stempeln oder Balkennur sicher miteinander verbundene Fahrzeuge bewegen 
Schieben von Fahrzeugen mit AbschleppstangenAbschleppstangen nicht zum Schieben von Fahrzeugen verwenden 
 
Abb. 86: Durch Schieben eines Fahrzeuges verbogene, gebrochene Abschleppstange
   
 
Abb. 87: Unfall nach Brechen einer zum Schieben eingesetzten Abschleppstange
   
Kippen, Umstürzen oder Wegrollen des Einsatzfahrzeuges beim Ziehen von Fahrzeugenausreichendes Verhältnis von Fahrzeuggewicht des Einsatzfahrzeugs zur Zugkraft der Bergewinde sicherstellen 
  Feststellbremse am Einsatzfahrzeug betätigen 
  Abstützeinrichtungen wie Bergestützen verwenden 
Witterungseinflüsse durch   
KälteKälteschutzkleidung tragenAbschnitt 5
NässeWetterschutzkleidung tragen 
Eisglättegeeignetes Schuhwerk tragen 

6.10.4
Abschleppen des Fahrzeuges

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Abrutschen und Umknicken beim Besteigen bzw. Verlassen des Fahrzeugaufbaus durch   
nicht geeignete Aufstiegetrittsichere und rutschhemmende Stufen bzw. Sprossen vorsehen und verwenden§ 41 BGV D29
 
Abb. 88: Abstand der Stufen unregelmäßig und zu groß, 2. Haltegriff fehlt
 
Abb. 89: Geeigneter Aufstieg am Abschleppwagen
 
  Verunreinigungen (Öl, Schmutz, Schnee) vom Ein- u. Aufstiegen beseitigenAnhang 2 BGV D29
fehlende HaltegriffeHaltegriffe vorsehen und benutzen§ 24 Abs. 1 BGV D29
nicht benutzen von Aufstiegen, z.B. Springen von der Ladefläche des Plateaus   
nicht rutschhemmende Oberflächen von Plateaus, z.B. 
 
Korundbeschichtung vorsehen und begehen 
 
  • Riffelblech

  • Tropfenblech


 
Abb. 90: Korundbeschichtete Lauffläche zum Erreichen der Seilwinde begehen
 
Verunreinigungen auf dem PlateauVerunreinigungen (Öl, Schmutz, Schnee) beseitigen 
Abstürzen von hochgelegenen Arbeitsplätzen auf   
Abschleppwagenfeststehende oder klappbare Geländer vorsehen und verwenden§ 41 Abs. 2 BGV D29
Doppelstockplateaus   
Angefahren werden von   
Fahrzeugen des fließenden Straßenverkehrsprüfen, ob Einsatzstelle abgesichert ist5.3 BGI 800
 
Abb. 91: Gefahr durch fließenden Straßenverkehr
nicht im Bereich des fließenden Verkehrs aufhalten 
  
Abb. 92: Aufenthalt außerhalb des fließenden Straßenverkehrs
 
rangierenden und rückwärtsfahrenden EinsatzfahrzeugenEinweiser einsetzen§ 46 Abs. 2 BGV D29
  Rückwärtsfahren nur, wenn Sichtkontakt zum Einweiser besteht 
  kein Aufenthalt des Einweisers hinter dem Fahrzeug 
wegrollenden Einsatzfahrzeugenauf unebenem Gelände oder im Gefälle Feststellbremse und Unterlegkeile benutzen§ 55 Abs. 1 BGV D29
wegrollenden betriebsunfähigen Fahrzeugen   
Anstoßen an   
Teilen betriebsunfähiger FahrzeugeAnstoßkappe bereitstellen und tragen bei Arbeiten unter FahrzeugenAbschnitt 5
Bauteilen von Einsatzfahrzeugen   
Getroffen werden von   
herabfallenden Ladungsteilenlose Fahrzeugteile zusätzlich sichern 
sich losreißenden oder brechenden SeilenSichtprüfung von Seilen vor Einsatz 
  Sachkundigenprüfung der Winde§ 23 BGV D8
sich lösenden Fahrzeugteilen   
herabfallenden Werkzeugen oder HilfsmittelnSicherheitsschuhe bereitstellen und tragenAbschnitt 5
herausspritzenden FlüssigkeitenSchutzbrille bereitstellen und tragen 
Funken bei Brennschneid- und Trennschleifarbeiten, z.B. an der Kardanwellegeeigneten Körperschutz bereitstellen und tragen 
Quetschen beim Einsatz der Winde zwischen   
betriebsunfähigem Fahrzeug und Abschleppfahrzeugnicht im Gefahrbereich zwischen den Fahrzeugen aufhalten 
betriebsunfähigem Fahrzeug und Teilen der Umgebungnicht im Gefahrbereich zwischen betriebsunfähigem Fahrzeug und Teilen der Umgebung aufhalten 
Quetschen zwischen beim Einsatz der Hubbrille   
Hubbrille und Fahrbahnnicht in die Gefahrbereiche hinter Einsatzfahrzeugen treten, insbesondere beim Verwenden von Fernsteuerungen 
Hubbrille und Teilen des betriebsunfähigen Fahrzeuges, z.B. beim Austeleskopieren und Positionieren 
Abb. 93: Außerhalb des Gefahrbereichs aufhalten
 
Steckbolzen und Gabeln der HubbrilleSteckbolzen mit Handgriffen vorsehen und benutzen 
Quetschen beim Verbinden von Fahrzeugen mit Abschleppstangen zwischen   
betriebsunfähigem Fahrzeug und Einsatzfahrzeugbeim Rückwärtsfahren/Rangieren durch Einweiser einweisen lassen§ 46 BGV D29
  betriebsunfähiges Fahrzeug im Gefälle gegen Wegrollen sichern§ 55 Abs. 1 BGV D29
Abschleppstange und Teilen der BolzenkupplungAbschleppstange mit Handgriffen einsetzen 
   
Abb. 94: Abschleppstange mit Handgriff verwenden
 
Quetschen beim Verbinden von Fahrzeugen mittels Abschleppseil zwischen   
betriebsunfähigem Fahrzeug und Einsatzfahrzeugbeim Rückwärtsfahren/Rangieren durch Einweiser einweisen lassen 
  betriebsunfähiges Fahrzeug im Gefälle gegen Wegrollen sichern 
  beim Verbinden nicht zwischen sich bewegende Fahrzeuge treten 
Schneiden an   
scharfkantigen FahrzeugteilenSchutzhandschuhe bereitstellen und tragenAbschnitt 5
gesplittertem Glas   
gebrochenen Drähten von Winden- und AbschleppseilenSichtprüfung von Seilen vor Einsatz 
  Sachkundigenprüfung der Winde§ 23 BGV D8
Stürzen   
durch herumliegende Fahrzeugteile   
 
Abb. 95: Sturzgefahr durch herumliegende Fahrzeug- und Ladungsteile
   
infolge DunkelheitArbeitsscheinwerfer/Akkuhandleuchten einsetzen 
durch Nässe und GlätteKorundbeschichtung vorsehen und begehen§ 24 Abs. 1 BGV D29
beim Begehen des Plateaus zum Abziehen des Seiles von der Windentrommel   
Sonstige GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Fehlverhalten, z.B.   
Fehlbedienung durch Nichtbeachten der Betriebsanleitungen der HerstellerBetriebsanleitungen der Hersteller beachten; lösbare Verbindungsteile z.B. durch doppelt gewendelte Federstecker sichern 
   
Abb. 96: Sichern eines Steckbolzens an der Hubbrille
 
Überlasten der Hubbrillevom Fahrzeugaufbauer vorgegebene zulässige Belastung der Hubbrille in Abhängigkeit von der teleskopierten Länge (Ausfahrzustand) nicht überschreiten 
 
Abb. 97: Überlastete Hubbrille und Unterschreiten der Mindestvorderachslast
 
Abb. 98: Zulässige Belastung der Hubbrille einhalten
 
Verwenden einer ungeeigneten Abschleppvorrichtungnur die vom Hersteller für den Fahrzeugtyp vorgesehene Abschleppvorrichtung, z.B. Abschleppdeichsel, verwenden 
   
Abb. 99: Herstellerseitig vorgesehene Abschleppvorrichtung benutzen
 
Fehlverhalten, z.B.   
Überlasten der AbschleppstangeAbschleppstange in Abhängigkeit von der Gesamtmasse des Zugfahrzeuges und des zu ziehenden Fahrzeuges auswählen§ 47 Abs. 1 BGV D29
 
Abb. 100: Durch Schieben überlastete Abschleppstange
Schieben von Fahrzeugen nur dann, wenn die Abschleppstange vom Hersteller hierfür vorgesehen ist, Betriebsanleitung beachten 
Überlasten des Abschleppseilesnur Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4 t mit Hilfe von Abschleppseilen bewegen§ 33 Abs. 2 Punkt 6 StVZO
Auffahren des abzuschleppenden Fahrzeuges auf das Zugfahrzeugnur brems- und rollfähige Fahrzeuge mit Abschleppstange oder Abschleppseil abschleppen 
zu hohe Geschwindigkeit beim Abschleppendie auf der Abschlepplasttabelle vorgegebenen Geschwindigkeiten einhalten 
unzulässiger Transport auf der Autobahnbeim Abschleppen auf der Autobahn diese an der nächsten Abfahrt verlassen.§ 15a StVO
  Mit einem abzuschleppenden Fahrzeug nicht auf die Autobahn auffahren 
nicht aufmerksam machen von anderen Verkehrsteilnehmernvor dem Abschleppen Warnblinkanlage einschalten 
   
Abb. 101: Warnblinkanlage einschalten!
 

6.10.5
Aufladen des Fahrzeuges

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Abrutschen beim Begehen   
des angekippten Verschiebeplateausrutschhemmende Oberflächen, z.B. Korundbeschichtung, vorsehenAbschnitt 2.5
der Auffahrrampe zum Festplateau oder Plateauanhängernur rutschhemmende Oberflächen begehen 
 
Abb. 102: Abrutschgefahr beim Begehen von Auffahrrampen
 
Abb. 103: Korundbeschichtete Lauffläche begehen
 
  Verunreinigungen (Laub, Schnee, Eis) beseitigen 
  Auffahrrampen nur begehen, wenn diese mindestens 400 mm breit und mit einer rutschhemmenden Oberfläche versehen sind 
Abstürzen vom Plateau beim   
Verlassen des aufgeladenen Fahrzeugesrutschhemmende Oberfläche neben Fahrspur begehen 
 
Abb. 104: Absturzgefahr vom Plateau
Plateaurahmenprofil nur begehen, sofern rutschhemmend ausgeführt, z.B. wenn dies durch die Breite des aufgeladenen Fahrzeuges nicht vermeidbar ist 
   
Abb. 105: Rutschhemmendes Plateaurahmenprofil. Nur im Ausnahmefall begehen
 
Angefahren werden von   
Fahrzeugen des fließenden Straßenverkehrsnur im abgesicherten Bereich der Einsatzstelle aufhalten 
  Aufräum- und Reinigungsarbeiten außerhalb der abgesicherten Einsatzstelle nur durchführen, wenn die Fahrbahn z.B. durch die Polizei gesperrt ist 
zurückrollendem, aufgeladenen Fahrzeug infolge Versagens oder Überlasten von Bauteilen, z.B. Abschleppöseaufzuladendes Fahrzeug vom Platz des Fahrzeugführers aus führen§ 44 Abs. 1 BGV D29
Quetschen zwischen   
Rahmenprofil des Plateaus und aufzuladendem FahrzeugAufzuladende Fahrzeuge 
  nicht von außen lenken§ 44 Abs. 1 BGV D29
 
Abb. 106: Quetschgefahr für die Füße
beim Heraufziehen/Herauffahren des Fahrzeuges nicht auf dem Plateau aufhalten 
   
Abb. 107: Aufzuladendes Fahrzeug nur vom Platz des Fahrzeugführers aus führen
 
Teilen des Aufbaues und aufzuladendem Fahrzeug   
Quetschen zwischen   
Verschiebeplateau und Fahrbahn beim Bewegen des Verschiebeplateausnicht in Gefahrbereich hinter Einsatzfahrzeug treten, insbesondere beim Verwenden von Fernsteuerungen 
Verschiebeplateau und Teilen des Aufbaus des Einsatzfahrzeuges beim Bewegen des Verschiebeplateaus in Transportpositiondafür sorgen, dass sich keine Personen im 
Verschiebeplateau und Teilen des aufzuladenden Fahrzeuges beim Bewegen des Verschiebeplateaus 
  • nicht einsehbaren Gefahrbereich der gegenüberliegenden Seite des Einsatzfahrzeuges

  • zwischen Verschiebeplateau und Ladekran oder Führerhaus des Einsatzfahrzeuges


aufhalten
 
 
Abb. 108: Quetschgefahr zwischen Verschiebeplateau und betriebsunfähigem Fahrzeug
  
Stürzen   
auf Fahrstegen von Festplateaus und Plateauanhängernoffene Zwischenräume zwischen Fahrstegen ausfüllen 
 
Abb. 109: Offene Zwischenräume zwischen Fahrstegen, Sturzgefahr!
   
infolge DunkelheitArbeitsscheinwerfer einsetzen 
Elektrische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Stromschlag durch Annähern an   
unter Spannung stehende elektrische Freileitungenbei Freileitungen:
Sicherheitsabstand in Abhängigkeit von der Nennspannung einhalten; bei unbekannter Nennspannung mindestens 5,0 m Sicherheitsabstand
§ 54 Abs. 1 BGV D29
Fahrdrähte elektrischer Bahnenbei Fahrdrähten:
Sicherheitsabstand in Abhängigkeit von der Nennspannung einhalten; bei unbekannter Nennspannung 1,5 m Sicherheitsabstand
 
 
Abb. 110: Gefahr durch unter Spannung stehende Fahrdrähte
   
Physikalische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Einwirken von Lärm durch   
laufende Motoren der AbschleppfahrzeugeMotoren von Einsatzfahrzeugen möglichst abstellen 
Straßenverkehrgeeigneten Gehörschutz benutzen, Signalerkennung muss weiterhin möglich sein 
Sonstige GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Fehlverhalten, z.B.   
Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichtestatsächlich verbliebene Nutzlast des Fahrzeuges im einsatzbereiten Zustand nicht überschreiten§ 37 Abs. 1 BGV D29
Überlasten des Plateausvom Fahrzeugaufbauer vorgegebene max. Tragfähigkeit des Plateaus nicht überschreiten 
zulässige Vorderachslast unterschreitenVorderachse mit mind. 20 % des Fahrzeugmomentangewichtes belastenLastverteilungsplan
 
Abb. 111: Zulässige Vorderachslast unterschritten
Einsatzfahrzeug mit höherer zulässiger Nutzlast einsetzen 
Falsch positioniertes Fahrzeug auf Plateau führt zum unzulässigen Entlasten der Vorderachse des EinsatzfahrzeugesLadung gemäß Lastverteilungsplan positionieren 
 
Abb. 112: Falsch! Schwerpunkt der Ladung hinter der Hinterachse
   
zulässige Hinterachslasten überschreitenaufzuladendes Fahrzeug ggf. entladen 
Gewicht der Ladung des aufzuladenden Fahrzeugs nicht berücksichtigen   
Witterungseinflüsse durch   
KälteKälteschutzkleidung bereitstellen und tragenAbschnitt 5
NässeWetterschutzkleidung bereitstellen und tragen 
Glättegeeignetes Schuhwerk bereitstellen und tragen 

6.10.6
Ladungssicherung des Fahrzeuges

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Abrutschen und Umknicken beim   
Besteigen bzw. Verlassen des Plateaus zu LadungssicherungsmaßnahmenLadungssicherung nur vom Boden durchführen 
   
Abb. 113: Ladung vom Boden sichern
 
Abstürzen vom Fahrzeugaufbau beim   
Sichern der LadungSichern der Ladung nur vom Boden aus 
Angefahren werden von   
Fahrzeugen des fließenden Straßenverkehrsprüfen, ob Einsatzstelle abgesichert ist5.3 BGI 800
  beim Einsammeln der Leitkegel fließenden Verkehr beachten 
  Absicherungsmaterial entgegen der Fahrtrichtung des fließenden Verkehrs einsammeln 
   
Abb. 114: Am Fahrbahnrand entlanggehen
 
  Zurückgehen zum Einsatzfahrzeug möglichst am Fahrbahnrand bzw. hinter der Leitplanke 
Anstoßen an   
Teilen verunfallter FahrzeugeAnstoßkappe bereitstellen und tragen bei Arbeiten unter FahrzeugenAbschnitt 5
Physikalische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Einwirken von Lärm durch   
laufende Motoren der EinsatzfahrzeugeMotoren von Einsatzfahrzeugen abstellen 
Straßenverkehrgeeigneten Gehörschutz benutzen, Signalerkennung muss weiterhin möglich sein 
   
Abb. 115: Gehörschutz benutzen
 
Sonstige GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Fehlverhalten wie unzureichende Ladungssicherung, z.B.   
ungeeignetes Fahrzeuggeeignetes Fahrzeug für die zu transportierende Ladung einsetzen 
 
Abb. 116: Für diese Ladung ungeeignetes Fahrzeug
   
nicht hergestellter FormschlussFahrzeug formschlüssig an die Anfahrböcke heranziehenBGI 649
  Anfahrbügel auf mindestens ein Sechstel des Raddurchmessers einstellen 
 
Abb. 117: Nicht an Anfahrbügel herangezogenes Fahrzeug
 
Abb. 118: An Anfahrbügel herangezogenes Fahrzeug
 
Fehlverhalten, z.B.   
nicht ausreichende Anzahl von Zurrmittelnausreichende Anzahl von Zurrmitteln, z.B. anhand des Ladungsgewichtes festlegen, bereitstellen und verwenden 
Verwendung ungeeigneter ZurrmittelZurrmittel mit Haken, die zur Bauform der Zurrpunkte passen, verwenden 
 
Abb. 119: Ungeeignete Ladungssicherung
 
Abb. 120: Zurrpunkt und dazu passender Haken
 
beschädigte, ablegereife Zurrmittelnur einwandfreie Zurrmittel verwenden 
ungeeignete Zurrpunktenur vom Fahrzeugaufbauer hierfür vorgesehene, gekennzeichnete Zurrpunkte verwenden 
 
Abb. 121: Ungeeigneter Zurrpunkt
 
Abb. 122: Geeigneter Zurrpunkt
 
verschiebbare Zurrpunkte, die nicht festgesetzt sindZurrpunkte festsetzen 
Verzurren mit Haken in Aussparungen und Speichen von Felgen (Radschüssel)Zurrkräfte über Reifenlauffläche einleiten 
 
Abb. 123: Unzulässig!
falls vorhanden, Zurrpunkte des zu sichernden Fahrzeugs benutzen 
Fehlverhalten, z.B.   
nicht benutzen vom Hersteller vorgegebener Zurrpunkte an der Hubbrillevorgesehene Zurrpunkte benutzen 
 
Abb. 124: Zurrpunkte nicht benutzt
 
Abb. 125: Vorgesehene Zurrpunkte benutzen
 
über Kanten geführte ZurrmittelZurrmittel nicht über Kanten führen 
 
Abb. 126: Falsch! Über Kante geführter Zurrgurt
   
geknotete ZurrgurteZurrmittel nicht knoten 
zu flache Zurrwinkelnicht flacher als 45 zurren 
 
Abb. 127: Falsch! Zurrgurt geknotet und Zurrwinkel zu flach
   

6.10.7
Transport von der Einsatzstelle

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Anstoßen an   
Windschutzscheibe bzw. Herausschleudern aus Fahrzeug infolge VerkehrsunfallSicherheitsgurt anlegen§ 21a StVO
 
Abb. 128: Tödlicher Unfall durch Herausgeschleudertwerden
   
Windschutzscheibe oder Bauteilen im Führerhaus durch Hängenbleiben an UnterführungenFahrzeughöhe in beladenem Zustand beachten 
  maximale Durchfahrthöhe beachten 
 
Abb. 129: Achtung! Durchfahrthöhe nicht ausreichend
 
Abb. 130: Maximale Durchfahrthöhe beachten
 
  teleskopierbare Warnleuchten in Transportstellung bringen 
  Hubarm bzw. Hubbrille in Transportstellung bringen 
Physikalische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Einwirken von   
Vibrationen bzw. Schwingungen durch den FahrersitzFahrersitz ergonomisch einstellenBG Verkehr Sitzschablone
  Schwingungsverhalten dem Fahrergewicht entsprechend einstellenBetriebsanleitung
Sonstige GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Fehlverhalten, z.B.   
Überschreiten der zulässigen AbschlepplastMaximale Abschlepplasten einhaltenAbschlepplasttabelle
Verrutschen der Ladung während der FahrtKontrolle und Nachbessern der Ladungssicherung 
Verschiebeplateau, Auffahrrampen, Bergestützen und sonstige Abstützungen nicht in Transportstellung gebrachtBewegliche An- bzw. Aufbauteile in Transportstellung bringen und sichern 
   
Abb. 131: Auffahrrampen sichern
 
herausziehbare Standflächen nicht eingeschobenStandflächen einschieben und sichern 
Klappen von Staufächern nicht geschlossenKlappen schließen 
Unterschreiten der MindestvorderachslastLast gemäß Vorgaben des Aufbauers verteilen; Grundregel: Lastschwerpunkt vor der Hinterachse 
Lkw-Ladekran mit Ladegeschirr nicht in Transportstellung gebrachtfür die Straßenfahrt Lkw-Ladekran in Transportstellung bringen und Ladegeschirr in Aufnahme ablegen 
 
Abb. 132: Ladekran nicht in Transportstellung gebracht
   
nicht angepasste FahrgeschwindigkeitFahrgeschwindigkeit anpassen§ 44 Abs. 3 BGV D29
Überlasten der AbschleppstangeHerstellervorgaben einhalten 
Witterungseinflüsse durch   
NiederschlagEinsatzfahrzeuge mit geeigneter Bereifung ausrüsten 
GlätteFahrgeschwindigkeit anpassen 
  an Fahrsicherheitstraining teilnehmen 

6.10.8
Abladen des Fahrzeuges

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Abrutschen beim Begehen   
des angekippten Verschiebeplateausnur rutschhemmende Oberflächen begehen 
der Auffahrrampen zum Festplateau oder Plateauanhänger   
Abstürzen vom Plateau beim   
Zugang zum aufgeladenen Fahrzeugrutschhemmende Oberfläche neben Fahrspur begehen.
Ist dies z.B. wegen der Breite des aufgeladenen Fahrzeuges nicht möglich, Plateaurahmenprofil nur begehen, sofern rutschhemmend ausgeführt
 
Angefahren werden von   
dem vom Plateau herabrollenden Fahrzeugnicht im Gefahrbereich hinter dem Abschleppfahrzeug aufhalten 
   
Abb. 133: Richtig! Nicht hinter abzuladendem Fahrzeug aufhalten
 
abgeladenem Fahrzeugabgestellte Fahrzeuge gegen Wegrollen sichern§ 55 Abs. 1 BGV D29
Quetschen des Körpers zwischen   
Verschiebeplateau und Fahrzeugrahmen auf der dem Bedienstand gegenüberliegenden SeiteQuetschstelle sichern; wenn nicht möglich, Hilfsmittel vorsehen, z.B. SpiegelAbschnitt 2.4
  dafür sorgen, dass sich keine Personen im nicht einsehbaren Gefahrbereich der gegenüberliegenden Seite des Einsatzfahrzeuges aufhalten 
Verschiebeplateau und Teilen des Aufbaus des Einsatzfahrzeuges beim Bewegen in Transportstellungoffene Stirnwand am Verschiebeplateau, die einen Blick auf die Gefahrstelle ermöglicht 
  dafür sorgen, dass sich keine Personen zwischen Verschiebeplateau und Führerhaus des Einsatzfahrzeuges aufhalten 
Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Quetschen des Fußes zwischen   
Rahmenprofil des Plateaus und abzuladendem Fahrzeugabzuladendes Fahrzeug nicht von außen lenken§ 44 Abs. 1 BGV D29
Verschiebeplateau und Bodennicht im Gefahrbereich aufhalten bei Verwenden einer Fernsteuerung 
  dafür sorgen, dass sich während des Absenkens keine Personen im Gefahrbereich aufhalten 
Schneiden an   
gebrochenen Drähten von WindenseilenWindenseile prüfen, gegebenenfalls ablegen 
  Wiederkehrende Prüfungen an Windenseilen durchführen lassen 
Sonstige GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Fehlverhalten, z.B. nicht bestimmungsgemäßes Benutzen von Ein- und Aufstiegen wie   
Springen aus dem FührerhausVorhandene Ein- und Aufstiege benutzenAnhang 2
vorwärts aussteigen   

6.10.9
Einsatzbereitschaft wiederherstellen

Mechanische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Abrutschen und Umknicken beim   
Besteigen bzw. Verlassen des Führerhauses oder Fahrzeugaufbaues durch Nichtbenutzen vonTrittsichere und rutschhemmende Stufen bzw. Sprossen benutzen 
 
  • Aufstiegen

  • Haltegriffen


Haltegriffe benutzen 
    
Abstürzen bei Reinigungsarbeiten   
vom Plateau   
von hochgelegenen ArbeitsplätzenAbsturzsicherungen, z.B. klappbare Geländer, benutzen bei Absturzhöhen von mehr als 2,00 m§ 41 Abs. 2 BGV D29
Chemische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Kontakt mit fahrzeugtypischen Flüssigkeiten   
beim Reinigen des Plateaus mit Flüssigkeitsstrahlern (Hochdruckreinigern)Persönliche Schutzausrüstungen, z.B. 
 
Abb. 134: Falsch! Persönliche Schutzausrüstungen "vergessen"
Schutzbrille bereitstellen und benutzenAbschnitt 5
 Schutzhandschuhe bereitstellen und benutzen 
Physikalische GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Heben und Tragen von Lasten   
beim Entleeren der fahrzeugeigenen MülltonneHilfsmittel verwenden, sofern das Lastgewicht zu hoch ist, z.B. 15 kg bei über 50-Jährigen 
Sonstige GefährdungenBeispiele für MaßnahmenInfo
Fehlverhalten z.B. nicht gemeldete Mängel an   
Einsatzfahrzeugendurch Einsatzpersonal festgestellte Mängel an Einsatzfahrzeugen dem Vorgesetzten mitteilen§ 36 Abs. 2 BGV D29
  Mängel beheben bzw. beheben lassen 
  Einsatzbereitschaft nach Beendigung des Einsatzes bestätigen