Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)

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Abschnitt 5 BGI 5065, Persönliche Schutzausrüstungen
Abschnitt 5 BGI 5065
Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)
Titel: Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 5065
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5 BGI 5065 – Persönliche Schutzausrüstungen

Ist es trotz technischer und organisatorischer Maßnahmen nicht ausgeschlossen, dass das Einsatzpersonal Unfall- oder Gesundheitsgefahren ausgesetzt ist, so hat der Unternehmer geeignete persönliche Schutzausrüstungen zur Verfügung zu stellen. Die persönlichen Schutzausrüstungen sind abhängig von der jeweiligen Tätigkeit und Gefährdung.

§§ 29, 30 BGV A1

Dies sind bei Einsatzarbeiten z.B.

  • Warnkleidung,

    wenn Abschlepp- oder Bergungsarbeiten auf öffentlichen Straßen im Gefahrbereich des fließenden Verkehrs durchgeführt werden. Durch retroreflektierende Streifen sowie durch fluoreszierendes Hintergrundmaterial ist die Auffälligkeit bei Tag und Nacht gewährleistet. Kurze Hosen sind nicht zulässig.

    Hinweis:

    Warnkleidung muss Klasse 3 gemäß Tab. 1 DIN EN 471 entsprechen und es soll bevorzugt fluoreszierendes Orange-Rot gewählt werden.

    § 56 Abs. 6 BGV D29

    Nr. 4.3 BGI 800

Abb. 34: So nicht! Unvollständige Warnkleidung

Abb. 35: Vollständige Warnkleidung

  • Sicherheitsschuhe mindestens der Kategorie S 2,

    da mit Fußverletzungen zu rechnen ist, z.B. durch herabfallende, umfallende oder herabrollende Ladungs- oder Fahrzeugteile, Werkzeuge oder Hilfsmittel bei Einsatzarbeiten.

BGR 191

S 2 gemäß DIN EN 345

Abb. 36: Sicherheitsschuhe tragen!

  • Schutzhandschuhe,

    da mit Handverletzungen zu rechnen ist, z.B. durch scharfkantige Fahrzeugteile, Gefahrgut, Rückstände von Öl, Kraftstoffen oder Batteriesäure.

    BGR 195

  • Wetterschutzkleidung,

    wenn mit Gesundheitsgefahren durch Nässe zu rechnen ist.

  • Kälteschutzkleidung,

    wenn mit Gesundheitsgefahren durch Temperaturen unter - 5 C zu rechnen ist.

    Hinweis:

    Die Wetter-/Kälteschutzkleidung muss auch DIN EN 471 entsprechen, es sei denn, sie wird als Unterkleidung unter der Warnkleidung getragen.

    § 23 BGV A1

    Klasse 3 gemäß Tab. 1 DIN EN 471

  • Schutzbrille,

    da mit Augenverletzungen zu rechnen ist, z.B. durch Trenn- oder Brennarbeiten.

    BGR 192

  • Kopfschutz,

    Schutzhelm, wenn mit Kopfverletzungen zu rechnen ist, beispielsweise durch pendelnde Fahrzeuge bzw. Fahrzeugteile bei Kranarbeiten;

    Anstoßkappe bei Arbeiten unter abzuschleppenden Lkw, z.B. beim Ausbau von Kardanwellen.

    BGR 193

Abb. 37: So nicht! Fehlende Anstoßkappe bei Arbeiten unter Sattelanhänger

Abb. 38: Anstoßkappe mit herausgenommenem "Innenleben"

  • Gehörschutz,

    wenn das Einsatzpersonal Lärm ausgesetzt ist. Bei der Auswahl des Gehörschutzes ist zu berücksichtigen, dass das Erkennen von Signalen, insbesondere Schallzeichen und Einsatzhörner, gewährleistet ist.

    BGR 194

    BGI 673

Zum sicheren Durchführen von Abschlepp- und Bergungsarbeiten gehört, dass der Bergungsmechaniker schon vor Fahrtantritt zur Einsatzstelle mindestens Warnkleidung und Schutzschuhe trägt.

Abb. 39: So nicht! Immer vollständige Warnkleidung und Sicherheitsschuhe tragen!