Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)

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Abschnitt 4 BGI 5065, Eignung, Ausbildung und Unterweisung d...
Abschnitt 4 BGI 5065
Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)
Titel: Sicherer Betrieb von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen (BGI 5065)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 5065
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4 BGI 5065 – Eignung, Ausbildung und Unterweisung des Einsatzpersonals

Der Unternehmer darf mit dem selbständigen Führen von Abschlepp- und Bergungsfahrzeugen nur Personen beschäftigen,

§ 35 BGV D29

  • die das 18. Lebensjahr vollendet haben,

  • die körperlich und geistig geeignet sind,

  • die im Führen des Einsatzfahrzeuges unterwiesen sind und ihre Befähigung hierzu gegenüber dem Unternehmer nachgewiesen haben und

  • von denen zu erwarten ist, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllen.

Sie müssen vom Unternehmer zum Führen des Einsatzfahrzeuges bestimmt sein.

Fahrzeugführer sind körperlich und geistig geeignet, wenn sie durch ihre Ausbildung, Kenntnisse, Berufserfahrung und persönliche Eigenschaften (z.B. Alter, Zuverlässigkeit) zum Führen des Fahrzeuges befähigt sind.

Die körperliche Eignung kann durch eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 25 "Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten" beurteilt werden.

BGI 504-25

Es empfiehlt sich, den Auftrag zum Führen des Fahrzeuges schriftlich zu erteilen. Dies hat sich in der Praxis bewährt.

Zur Befähigung gehört es, das Einsatzpersonal vor Aufnahme der Beschäftigung und in angemessenen Zeitabständen, jedoch mindestens einmal jährlich, zu unterweisen.

§ 4 BGV A1

Sind Abschlepp- und Bergungsfahrzeuge mit Lkw-Ladekranen ausgerüstet, hat der Unternehmer den Kranführer

  • auszubilden und

  • schriftlich zu beauftragen.

§ 29 Abs. 1 BGV D6

BGG 921

Das Berufsbild des Bergungsmechanikers ist in der Praxis vorhanden, bisher aber kein anerkannter Ausbildungsberuf. Eine entsprechende Ausbildung ist jedoch erforderlich, da der Bergungsmechaniker im Einsatz hohen Gefährdungen ausgesetzt ist und große Verantwortung für sich und andere trägt.

Im Rahmen einer solchen Ausbildung sind sowohl Fachwissen als auch praktische Fertigkeiten zu vermitteln, z.B.

  • Gefahren bei Einsatzarbeiten

  • Maßnahmen gegen Gefahren

  • Bestimmungsgemäßes Verwenden der Einsatzfahrzeuge

  • Verhalten an der Einsatzstelle

  • Verhalten und Belastungen von Einsatzfahrzeugen beim Abschleppen und Bergen

  • Rechtliche Grundlagen

Einsätze müssen unter praxisnahen Bedingungen geübt werden, z.B.

  • Absichern der Einsatzstelle (s. BGI 800)

  • Aufrichten umgestürzter Fahrzeuge, sowie

  • weitere typische oder besonders gefährliche, zu erwartende Bergungs- und Abschleppeinsätze.

Die Ausbildung schließt mit einer theoretischen und praktischen Prüfung ab. Vorteile einer qualifizierten Ausbildung sind deutlich

  • weniger Personenschäden,

  • geringere und weniger Sachschäden.