DGUV Information 214-023 - Nur (nicht um-) kippen Leitfaden für Fahrer und Unter...

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Abschnitt 1.5, 1.5 Ladungssicherung von Schüttgütern
Abschnitt 1.5
Nur (nicht um-) kippen Leitfaden für Fahrer und Unternehmer, damit der Kippsattel beim Kippen nicht umkippt (DGUV Information 214-023)
Titel: Nur (nicht um-) kippen Leitfaden für Fahrer und Unternehmer, damit der Kippsattel beim Kippen nicht umkippt (DGUV Information 214-023)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-023
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1.5 – 1.5 Ladungssicherung von Schüttgütern

Auch wenn es nichts mit dem Kippen zu tun hat: Das Thema "Ladungssicherung von Schüttgütern" führt immer zu Fragen oder Unsicherheiten. Deshalb soll an dieser Stelle kurz darauf eingegangen werden.

Bei Schüttgütern besteht je nach Art des Ladegutes die Gefahr, dass beim Transport das Ladegut selbst oder Teile davon durch den Fahrtwind oder durch sonstige Einflüsse herabfallen bzw. herabwehen können. Nach Anhang II der Verwaltungsvorschrift zu § 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) sind Schüttgüter, wie Kies, Sand, [...] in der Regel nur dann gegen Herabfallen besonders gesichert, wenn durch überhohe Bordwände, Planen oder ähnliche Mittel sichergestellt ist, dass auch nur unwesentliche Teile der Ladung nicht herabfallen können.

Über ein Abdecken der Ladung muss somit im Einzelfall entschieden werden. Spätestens aber, wenn die Möglichkeit eines Herunterwehens oder Herunterfallens der Ladung oder ihrer Teile besteht, liegt ein Verstoß gegen den genannten § 22 StVO vor. Und dieser Verstoß führt in den meisten Fällen zu Bußgeldern und Punkten für den Fahrer, je nach den Umständen aber auch für den Unternehmer oder die Unternehmerin.

Wie heißt das nun für die Praxis?

Die Gefahr des Verwehens oder Herabfallens von Ladung ist meist die Folge zu hoher Schüttkegel, die bei der Beladung entstanden sind. Sinnvollerweise ist also nur so viel aufzuladen, dass nach dem Verteilen des Schüttkegels kein Schüttgut über die Laderaumbegrenzungen hinausragt. Auch müssen die Bordwände des Aufbaus so dicht schließen, dass kein Gut herausfallen kann.

Ladegut, das vom Fahrtwind herabgeweht werden kann, z. B. Trockensand für Gießereizwecke, Strahlmittel, Papierreste, Sägespäne und dergleichen, ist abzusichern. Das kann ein Abdecken mit Netzen, Planen oder auch anderen Mitteln (z. B. Besprühen) sein. Besonders geeignet ist der Einsatz eines Fahrzeugs mit Schiebe- bzw. Schüttverdecken, die vom Boden aus betätigt werden können.