DGUV Information 214-022 - Industriereinigung Schutzmaßnahmen und arbeitsmedizin...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 2.1, 2 Projektorganisation und Koordination 2.1 Pr...
Abschnitt 2.1
Industriereinigung Schutzmaßnahmen und arbeitsmedizinische Vorsorge (bisher: BGI 5063-1)
Titel: Industriereinigung Schutzmaßnahmen und arbeitsmedizinische Vorsorge (bisher: BGI 5063-1)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 214-022
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.1 – 2 Projektorganisation und Koordination

2.1 Projektorganisation

In der nachfolgenden Übersicht wird dargestellt, welche Punkte im Verlauf der Auftragsabwicklung abzuklären sind. Dabei sind nur Aspekte berücksichtigt, die im direkten oder indirekten Zusammenhang mit der Arbeitssicherheit stehen. Die Tabelle gibt eine Übersicht, wer an den einzelnen Schritten beteiligt ist und wo weitere Hinweise zu finden sind.

AufgabeAuftraggeberAuftragnehmerWeitere Info
Formulierung des Auftrags    
Technische Beurteilung des Auftrags    
Erforderlichenfalls Bestellung eines Koordinators; Ausstattung mit erforderlichen Rechten, Bekanntmachung bei allen Auftragnehmern   Kap. 2.2,
Formular S. 97
Ermittlung der am Einsatzort vorhandenen Gefährdungen bzw. der durch Arbeitsstoffe und Arbeitsmittel eingebrachten Gefährdungen sowie der durch Wechselwirkung entstehenden Gefährdungen (Mechanische, elektrische Gefahren, Biologische Arbeitsstoffe, Brand- und Explosionsgefahren, Thermische Gefährdung, Physikalische Einwirkungen, Arbeitsumgebungsbedingungen, Physikalische Belastungen, Wahrnehmung, Sonstige Gefährdungen)    BGI-5063-2 - Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung: Industriereinigung
Festlegung der Verfahren und Arbeitsmittel    
Festlegung der Schutzmaßnahmen, auch unter Berücksichtigung von Drittfirmen     
Maßnahmen schriftlich dokumentieren   BGI-5063-2 - Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung: Industriereinigung
Arbeiten gegebenenfalls anzeigen, wenn:
  • Tätigkeit mit Asbest


   GefStoffV
Arbeitsstunden und Personalbedarf planen:
  • Vorkenntnisse

  • Eignung

  • Personalbedarf

  • besondere Erholungszeit-Regelungen (z.B. Stichwort Tragezeitbegrenzungen bei Arbeiten unter Atemschutz)

  • erforderliche arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen vorliegend


    
Entsorgung von Reststoffen klären     
Gegebenenfalls Erstellung Entsorgungsnachweis, Festlegung Transportbehälter, Gefahrgutklassifizierung   ADR/RID/GGVSE
Arbeitserlaubnis auf dem Gelände erteilen    
Auftragnehmer in die örtlichen Gegebenheiten einweisen   

  • Alarm- und Verhaltensplan

  • Flucht- und Rettungswege

  • Alarmierungsplan Feuer/Unfall



  • Verhalten im Anlagenbereich

  • Sicherheitsvorschriften

  • Gefahrenbereiche


    
Auftragnehmer einweisen    
Beschäftigte einweisen    
Gegebenenfalls besondere Betriebsanweisungen erstellen    
Arbeitsablaufplan erstellen    
Umsetzung der Schutzmaßnahmen sicherstellen     
Gegebenenfalls kontinuierliche Messungen durchführen    
Nachbereitung: Zufriedenheit mit Arbeitsergebnis, Koordination; waren Sicherheitsmaßnahmen und Vorbereitung ausreichend?     

Es ist zu beachten, dass bei der Lagerung und beim Transport von gefährlichen Stoffen gegebenenfalls auch noch die Vorgaben anderer Rechtsvorschriften beachtet werden müssen (z.B. Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Gefahrgutverordnung (GGVSE) u.a.).

Eine hohe Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang den wechselseitigen Gefährdungen zu. Die Analyse, welche Gefährdungen durch gleichzeitig ausgeführte Aufgaben auftreten können, ist nur durch beide Vertragspartner möglich; siehe auch Gefährdungsmatrix in der "Handlungshilfe" (BGI 5063-2).