Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)

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Abschnitt 9.3 BGI 5053, 9.3 Berechnung des Lärmexpositionspe...
Abschnitt 9.3 BGI 5053
Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)
Titel: Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 5053
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 9.3 BGI 5053 – 9.3 Berechnung des Lärmexpositionspegels

Tages-Lärmexpositionspegel LEX,8h:

Aus den mittleren äquivalenten Dauerschallpegeln LpAeq,T,m der einzelnen Tätigkeiten m und den ermittelten Zeitdauern Tm der Tätigkeiten errechnet sich der Tages-Lärmexpositionspegel entsprechend der folgenden Gleichung:

   (9.2)

mit:

LpAeq,T,m- äquivalenter Dauerschallpegel der Tätigkeit m
Tm- Zeitdauer der Tätigkeit
T0- Bezugszeit, T0 = 8 h
M- Gesamtzahl der Tätigkeiten m

Wochen-Lärmexpositionspegel LEX,40h:

Der Wochen-Lärmexpositionspegel LEX,40h lässt sich in ähnlicher Form berechnen, mit dem Unterschied, dass in die obige Gleichung (9.2) die jeweiligen Zeitdauern Tm für die Woche eingesetzt und die gesamte Lärmexposition auf 40 h gezogen wird:

   (9.3)

mit:

LpAeq,T,m- äquivalenter Dauerschallpegel der Tätigkeit m
Tm- Zeitdauer der Tätigkeit m innerhalb einer Arbeitswoche
M- Gesamtzahl der Tätigkeiten m

Abweichend von dieser relativ einfachen Rechenformel sieht die ISO 9612 zunächst die Berechnung der einzelnen Tages-Lärmexpositionspegel für alle Tage der Woche vor, um daraus die Gesamtexposition zu berechnen und auf fünf Tage zu beziehen. Damit erhält man in mehreren Schritten letztlich dasselbe Ergebnis wie mit der hier genannten Rechenformel (9.3).

Wie die folgenden Beispielrechnungen zeigen, kann der Wochen-Lärmexpositionspegel je nach Arbeitssituation niedriger oder höher als der Tages-Lärmexpositionspegel ausfallen.

Der Unterschied zwischen Wochen-Lärmexpositionspegel und Tages-Lärmexpositionspegel sei hier anhand von zwei Beispielen erläutert:

  • Lärmbelastung nur an einem Arbeitstag (8 h) in der Woche mit LEX,8h =100 dB(A), an vier Tagen der Woche lärmfrei.

      

Der Wochen-Lärmexpositionspegel kann also höchstens 7 dB(A) niedriger ausfallen als der höchste Tages-Lärmexpositionspegel.

  • Lärmbelastung an sieben Tagen in der Woche mit LEX,8h = 84 dB.

      

Der Wochen-Lärmexpositionspegel würde bei sieben Arbeitsschichten in der Woche also um 1,5 dB(A) höher ausfallen als der Tages-Lärmexpositionspegel.