Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)

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Abschnitt 9.2 BGI 5053, 9.2 Erfassen der Lärmexposition für ...
Abschnitt 9.2 BGI 5053
Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)
Titel: Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 5053
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 9.2 BGI 5053 – 9.2 Erfassen der Lärmexposition für die einzelnen Tätigkeiten

Die Geräuschimmission für die einzelne Tätigkeit bzw. Arbeitsphase lässt sich vielfach durch eine relativ kurze Messung innerhalb dieser Phase erfassen, wie auch im Bild 4 veranschaulicht. Die Messdauer sollte dabei jeweils lang genug sein, um damit den typischen äquivalenten Dauerschallpegel LpAeq für die entsprechende Tätigkeit zu erfassen (siehe auch Hinweise in Abschnitt 6.4.1).

Nach ISO 9612 sollte die Messzeit für die einzelne Tätigkeit mindestens 5 min betragen. Falls die Tätigkeit jedoch weniger als 5 min dauert, soll sich die Messung über die gesamte Dauer der Tätigkeit erstrecken. Für periodisch schwankende Geräusche (zweite Phase im Bild 4) sind nach ISO 9612 mindestens drei vollständige Schwankungsperioden zu erfassen, wobei außerdem noch die Mindestmessdauer von 5 min zu beachten ist.

Bei zeitlich zufällig schwankenden Geräuschen muss die Messdauer lange genug sein, um ein für die gesamte Tätigkeit repräsentatives Ergebnis zu erhalten. Danach kann es erforderlich sein, die Messung über die gesamte Tätigkeit auszudehnen, wie in Bild 4 für die dritte Phase veranschaulicht. Es ist jedoch zulässig, die Messzeit zu reduzieren, wenn der Geräuschpegel konstant und gut reproduzierbar ist oder die Aufgabe ohnehin nur mit einem geringen Anteil zur Gesamtlärmexposition beiträgt.

Für jede Tätigkeit fordert die ISO 9612 die dreifache Ermittlung des äquivalenten Dauerschallpegels LpAeq. Falls die Ergebnisse für eine Tätigkeit um 3 dB(A) oder mehr differieren, sind zusätzliche Messungen oder neue Messungen mit längeren Messzeiten erforderlich. Die einzelnen Messwerte für eine Tätigkeit sind jeweils nach folgender Gleichung energetisch zu ermitteln:

   (9.1)

mit:

IAnzahl der Messungen für die Tätigkeit m
LpAeq,T,mii-ter Messwert innerhalb der Tätigkeit m

Erfahrungsgemäß dürften sich die einzelnen Messwerte für eine Tätigkeit jedoch nur geringfügig unterscheiden, wenn man die Arbeitsschicht vernünftig in entsprechende Tätigkeiten unterteilt und die Messdauer so wählt, dass das Ergebnis repräsentativ für die Lärmimmission der entsprechenden Tätigkeit ist. Bei ausreichender Messerfahrung sollte sich die in ISO 9612 vorgegebene Messdauer von 5 min vielfach reduzieren lassen.