Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)

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Abschnitt 7.1 BGI 5053, 7 Arbeitsanalyse, repräsentative Arb...
Abschnitt 7.1 BGI 5053
Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)
Titel: Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 5053
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7.1 BGI 5053 – 7 Arbeitsanalyse, repräsentative Arbeitsschicht

7.1 Repräsentative Arbeitsschicht

Die Erfassung der längerfristig typischen Lärmexposition bzw. der Lärmexposition für den repräsentativen Arbeitstag setzt eine sorgfältige Arbeitsanalyse voraus. Von dem Ergebnis der Arbeitsanalyse hängt ab, welche Messstrategie sinnvoller Weise anzuwenden ist. Je nach gewählter Messstrategie ist gegebenenfalls ein größerer Aufwand für die Arbeitsanalyse oder für die Durchführung der Messungen erforderlich, wie in den folgenden Abschnitten erläutert wird.

Ziel der Arbeitsanalyse ist die Beschreibung des repräsentativen Arbeitstages einschließlich aller Arbeitsphasen und der üblichen Pausen. Dabei ist darauf zu achten, dass alle Ereignisse, die zur Lärmbelastung beitragen, miterfasst werden, also z.B. auch einzelne kurzzeitige Belastungen mit hohen Pegeln oder einzelne Lärmimpulse.

Zur Erfassung des repräsentativen Arbeitstages empfiehlt es sich, neben dem Beschäftigten selbst auch die Vorgesetzten zu befragen. Gegebenenfalls lassen sich vorhandene Arbeitsablaufstudien heranziehen oder die Zeiten für einzelne Abschnitte der Arbeitsschicht unmittelbar messen.

Zur Beschreibung des repräsentativen Arbeitstages sind nach ISO 9612 (Entwurf) folgende Inhalte zu benennen:

  • Arbeitsaufgaben (Inhalt und Dauer),

  • Hauptlärmquellen und laute Arbeitsbereiche,

  • Arbeitsabläufe und alle für die Lärmbelastung relevanten Ereignisse (hohe Pegel bzw. lange Pausen).

Darüber hinaus soll die laufende Produktion z.B. durch folgende Angaben genauer beschrieben werden:

  • Bearbeitetes Material,

  • Werkstückdicke,

  • Materialmenge,

  • Maschineneinstellung.

Die im Rahmen der Arbeitsanalyse ermittelte Mittagspause sowie andere offizielle Arbeitspausen kann man in der Regel als lärmfreie Phasen annehmen. Deshalb kann man die Messung in diesen Pausen unterbrechen und muss diese Phasen bei der Berechnung des Lärmexpositionspegels nicht berücksichtigen.