Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)

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Abschnitt 5 BGI 5053, 5 Messgeräte
Abschnitt 5 BGI 5053
Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)
Titel: Lärmmesstechnik Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (BGI 5053)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BGI 5053
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5 BGI 5053 – 5 Messgeräte

Für die Ermittlung der Lärmexposition am Arbeitsplatz lassen sich sowohl Schallpegelmesser nach DIN EN 61672 [21] als auch Personen-Schallexposimeter/Lärmdosimeter nach DIN EN 61252 [22] einsetzen.

Nach DIN EN ISO 9612 (Entwurf) sind bevorzugt Schallpegelmesser bzw. Dosimeter zu verwenden, die den Anforderungen der Klasse 1 nach DIN EN 61672-1 entsprechen. Für Geräusche mit dominierenden hohen Frequenzen oder Messungen bei sehr niedrigen Temperaturen ist die Benutzung eines entsprechend hochwertigen Messgerätes zwingend erforderlich. Der eingesetzte Kalibrator muss den Anforderungen der Klasse 1 nach DIN EN 60942 [23] entsprechen.

Nach DIN 45645-2 [16] besteht die Vorgabe, dass das eingesetzte Messgerät wie auch der Kalibrator mindestens der Genauigkeitsklasse des Mess- und Beurteilungsverfahrens entspricht. Somit ließen sich z.B. für Messungen nach der Genauigkeitsklasse 2 sowohl Schallpegelmesser der Klasse 2 als auch der Klasse 1 einsetzen.

Die verschiedenen Vorgaben hinsichtlich der Genauigkeitsklasse der Messgeräte sind in der Tabelle 4 zusammengestellt.

Tabelle 4:
Geforderte Genauigkeitsklassen für Messgeräte

 Anforderungen nach DIN EN ISO 9612Anforderungen nach DIN 45645-2
Präzisionsmessung (Klasse 1)Betriebsmessung (Klasse 2)Orientierungsmessung (Klasse 3)
Schallpegelmesser nach DIN EN 61672Klasse 1* (vorzugsweise) Klasse 2Klasse 1Klasse 2 oder besserKlasse 3 oder besser
Personenschallexposimeter nach DIN EN 61252vorzugsweise entsprechend DIN EN 61672 Klasse 1*** geeignetgeeignetgeeignet
Kalibrator nach DIN EN 60942Klasse 1Klasse 1Klasse 2 oder besserKlasse 2 oder besser
*

erforderlich bei dominierenden hohen Frequenzen

**

bei Absicherung durch Vergleichmessungen

Die eingesetzten Schallmessgeräte sind mindestens alle zwei Jahre durch ein qualifiziertes Laboratorium auf Einhaltung der in den entsprechenden Messgerätenormen festgelegten Anforderungen zu überprüfen. Die DIN EN ISO 9612 (Entwurf) fordert für den Kalibrator sogar eine jährliche Überprüfung. Bei bestimmten Messaufgaben kann die Verwendung eines amtlich geeichten Schallmessgerätes gesetzlich vorgeschrieben sein, z.B. wenn es sich um öffentliche Überwachungsaufgaben oder Gutachten im Rahmen von gerichtlichen Verfahren handelt (Eichgesetz § 2, Eichordnung § 3).