DGUV Information 213-507 - Verfahren zur Bestimmung von Dimethylsulfat (bisher: ...

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Abschnitt 3.5 , 5 Beurteilung des Verfahrens
Abschnitt 3.5
Verfahren zur Bestimmung von Dimethylsulfat (bisher: BGI 505-7)
Titel: Verfahren zur Bestimmung von Dimethylsulfat (bisher: BGI 505-7)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-507
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.5 – 5 Beurteilung des Verfahrens

5.1
Präzision und Wiederfindung

Die Präzision im Mindestmessbereich nach DIN EN 482 [1] sowie die Wiederfindung wurden für drei Konzentrationen (siehe Tabellen 2 und 3) bestimmt.

Für die Einstellung der Luftkonzentrationen wurden folgende Validierlösungen hergestellt:

Validierstammlösung:Lösung von 22,5 mg DMS/ml MTBE.
 In einen 10-ml-Messkolben, der einige ml MTBE enthält, werden 170 µl DMS einpipettiert und auf 0,1 mg genau gewogen, mit MTBE bis zur Marke aufgefüllt und umgeschüttelt.
Validierlösungen:Drei Lösungen von 56, 562 und 1124 µg DMS/ml MTBE
 In drei 10-ml-Messkolben wurden jeweils einige Milliliter MTBE vorgelegt. Anschließend wurden je 25 µl, 250 µl und 500 µl der Kalibrierstammlösung zugegeben und mit der MTBE bis zur Marke aufgefüllt und umgeschüttelt.

Zur Ermittlung der Präzision des Verfahrens wurden pro zu untersuchender Konzentration 6 Adsorptionsröhrchen über einen Sechsfachröhrchenhalter, bei dem für jedes Röhrchen der Volumenstrom separat eingestellt werden konnte, mit der Pumpe verbunden. Vor jedem Probenahmesystem (siehe Abschnitt 2) wurde mit einem kurzen Stück Teflonschlauch ein mit einem Quarzwollepfropf gefülltes Glasröhrchen angebracht. Für die Einstellung der Validierkonzentrationen bei 0,23 mg/m3, 0,11 mg/m3 und 0,01 mg/m3 wurden jeweils 5 µl, der drei Validierlösungen auf die Quarzwolle dosiert. Anschließend wurde über jedes Röhrchen bei Raumtemperatur (23 – 25 C) 25 l Luft mit einem Volumenstrom von 200 ml/min gesaugt.

Die beschriebenen Versuche wurden bei Luftfeuchten von ca. 55 % und 85 % durchgeführt. Die injizierten Substanzmassen entsprachen bei 25 I Gasvolumen den in den Tabellen 2 und 3 angegebenen Konzentrationen. Für eine relative Luftfeuchte von 55 % sind die ermittelten Kenndaten in der Tabelle 2 aufgeführt. Es ergab sich eine mittlere Standardabweichung von 5,9 %, die mittlere Wiederfindung lag bei 0,98.

Tabelle 2:
Kenndaten des Messverfahrens (Feuchte ca. 55 %)

Konzentration DMS
[mg/m3]
rel. Standardabweichung
[%]
Wiederfindung η
0,017,91,02
0,115,40,99
0,234,30,92

Für eine relative Luftfeuchte von 85 % sind die ermittelten Kenndaten in der Tabelle 3 aufgeführt. Es ergab sich eine mittlere Standardabweichung von 4,3 %, die mittlere Wiederfindung lag bei 0,88.

Tabelle 3:
Kenndaten des Messverfahrens (Feuchte ca. 85 %)

Konzentration DMS
[mg/m3]
rel. Standardabweichung
[%]
Wiederfindung η
0,015,30,84
0,114,40,89
0,233,10,92

Die relative Luftfeuchte beeinflusst die relativen Standardabweichungen nur wenig. Bei einer höheren Luftfeuchte sank die Wiederfindung für die niedrigeren Konzentrationen merklich. Die Lagerstabilität des DMS auf den Adsorptionsröhrchen wird von der Luftfeuchte zum Zeitpunkt der Probenahme nicht merklich verändert.

5.2
Bestimmungsgrenzen

Die Bestimmungsgrenze wurde in Anlehnung an die in der DIN EN 32645 [2] beschriebene Schnellschätzung der Bestimmungsgrenze ermittelt. Die für die Berechnung benötigte Standardabweichung wurde durch sechsmalige Injektion einer DMS-Lösung mit einer Konzentration von 0,025 mg/ml (entsprechend 0,005 mg/m3 für 25 l Probeluftvolumen) ermittelt.

Die absolute Bestimmungsgrenze beträgt 23 ng DMS. Die relative Bestimmungsgrenze liegt bei 0,9 µg/m3 für 25 l Probeluft.

5.3
Selektivität

Durch die Kombination von gaschromatographischer Trennung und massenselektiver Detektion ist das Verfahren selektiv.