DGUV Information 213-554 - Verfahren zur Bestimmung von Cadmium und seinen Verbi...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 5.1, 5 Beurteilung des Verfahrens 5.1 Messunsicher...
Abschnitt 5.1
Verfahren zur Bestimmung von Cadmium und seinen Verbindungen Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Analysenverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-554)
Titel: Verfahren zur Bestimmung von Cadmium und seinen Verbindungen Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Analysenverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-554)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-554
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – 5 Beurteilung des Verfahrens
5.1 Messunsicherheit

Für die Abschätzung der von der Probenahme abhängenden Messunsicherheitskomponenten lassen sich nach Anhang B der DIN EN 13890 [2] folgende Anteile zugrunde legen:

a)für die Probenahme einatembarer Stäube:
Kalibrierung des Prüfsystems:0,5 %
Abschätzung der gesammelten Konzentration:4 %
systematische Abweichung von der Probenahmekonvention:7,5 %
Fehleranteil Probenahme:8,5 %
b)für die Probenahme alveolengängiger Stäube:
Kalibrierung des Prüfsystems:1 %
Abschätzung der gesammelten Konzentration:1 %
systematische Abweichung von der Probenahmekonvention:8 %
Abweichung vom Nenndurchfluss des Zyklons:6 %
individuelle Variabilität des Probenahmegeräts:7 %
Fehleranteil Probenahme:12,3 %

Unter Berücksichtigung einer Probenahmezeit von 120 Minuten ergibt sich ein Gesamtfehler von 9,0 % für die Probenahme einatembarer und von 12,6 % für die Probenahme alveolengängiger Stäube.

Entspricht die Obergrenze für den Probenverlust während des Transports den Anforderungen der DIN EN 13205 [3], ist eine damit verbundene weitere Unsicherheitskomponente von maximal 2,9 % einzukalkulieren.

Zur Ermittlung der Variationskoeffizienten von Probenaufarbeitung und analytischer Bestimmung wurden je 10 Cellulosenitrat-Membranfilter auf drei Konzentrationsniveaus mit je 40 µl unterschiedlich konzentrierter Cd-Standardlösungen (1, 25 und 100 mg/l) dotiert und wie beschrieben aufgearbeitet:

Tabelle 4 Variationskoeffizienten bei drei unterschiedlichen Konzentrationen und jeweils 10 Bestimmungen

mCd [µg]cLSG [µg/l] *Vx0 [%]
0,040,52,8
112,51,3
4500,7

Werden alle aufgeführten Fehleranteile zusammengeführt, ergeben sich folgende Werte für die kombinierte und die erweiterte Messunsicherheit bei einer zweistündigen Probenahme mit einem Luftvolumenstrom von 10 l/min:

Tabelle 5 Messunsicherheit für die Bestimmung in einatembarem Staub

mCd [µg]cLSG [µg/l]cL [µg/m3]kombinierte Messunsicherheit u [%]erweiterte Messunsicherheit U [%]
0,040,50,0339,919,7
112,50,839,519,1
4503,39,519,0

Tabelle 6 Messunsicherheit für die Bestimmung in alveolengängigem Staub

mCd [µg]cLSG [µg/l]cL [µg/m3]kombinierte Messunsicherheit u [%]erweiterte Messunsicherheit U [%]
0,040,50,03313,226,5
112,50,8313,026,0
4503,312,925,9
*

Die Konzentrationen ergeben sich für ein Aufschlussvolumen von 20 ml und Verdünnungsfaktor 4