DGUV Information 213-504 - Verfahren zur Bestimmung von Benzol (bisher: BGI 505-...

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Abschnitt 1.1.5 , A 5 Berechnen des Analysenergebnisses
Abschnitt 1.1.5
Verfahren zur Bestimmung von Benzol (bisher: BGI 505-4)
Titel: Verfahren zur Bestimmung von Benzol (bisher: BGI 505-4)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-504
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1.1.5 – A 5 Berechnen des Analysenergebnisses

  1. A 5.1

    Aufstellen der Kalibrierkurve

    Die Füllung eines unbeladenen Aktivkohleröhrchens wird in ein 25 ml-Probengefäß entleert, 3 g Benzol-Kalibrierlösung werden zugefügt und das Probengefäß wird dicht verschlossen. Drei weitere Probengefäße werden ebenso mit Aktivkohle und mit 10-, 100- und 1000-fach mit EC verdünnter Benzol-Kalibrierlösung beschickt und verschlossen.

    Alle Proben werden bei 70 C mindestens 15 Minuten thermostatisiert und unter den oben angegebenen gaschromatographischen Arbeitsbedingungen gemessen.

    Die ermittelten Benzol-Peakflächen trägt man in einem doppelt-logarithmischen Diagramm über den zugehörigen Benzolmassen auf.

    Abhängig von der zeitlichen Konstanz der Detektor-Anzeigeempfindlichkeit ist diese Kalibrierung in angemessenen Zeitabständen zu wiederholen.

    Im Bereich von 0,01 ... 10 mg Benzol in 3 g EC ist die Kalibrierkurve eine Gerade.

  2. A 5.2

    Methode Externer Standard

    Nach jeder Probe (bei größeren Probenserien nach jeder zehnten Probe) wird die Benzol-Kalibrierlösung bzw. eine Verdünnung dieser Lösung gaschromatographisch bestimmt.

    Die Berechnung der Benzol-Konzentration der Probeluft cm in mg/m3 erfolgt entweder nach der Formel (1a) oder nach Ablesen der Benzolmasse in der Probe aus der Kalibrierkurve (siehe Abschnitt A 5.1) nach der Formel (1b).

         (1a)

         (1b)

    Für die Errechnung der Volumenkonzentration cv in ml/m3 aus cm gilt, bezogen auf 20 C und 1013 hPa:

    cv = 0,31 cm   (2)

    Es bedeuten:

    cm= Massenkonzentration von Benzol in der Probeluft in mg/m3,
    cV= Volumenkonzentration von Benzol in der Probeluft in ml/m3 (ppm),
    F1= Benzol-Peakfläche der Probe,
    F2= Benzol-Peakfläche der Kalibrierlösung,
    m1= Benzolmasse in der Probe in mg,
    m2= Benzolmasse in 3 g Kalibrierlösung in mg,
    V= Probeluftvolumen in l.
  3. A 5.3

    Flächenkorrekturfaktoren

    Der Dampfraum aus einem Probengefäß, das 3 g Benzol-Xylol-Kalibrierlösung enthält, wird unter den angegebenen GC-Bedingungen analysiert. In der gleichen Weise wird der Dampfraum je eines Probengefäßes analysiert, das 3 g Benzol-Xylol-Kalibrierlösung enthält, die vorher 10-, 100- und 1000-fach mit EC verdünnt worden ist. Mit Hilfe der Benzol- und p-Xylol-Peakflächen wird der Flächenkorrekturfaktor fB für Benzol nach der Formel (3) berechnet:

         (3)

    fB ist für alle Verdünnungen gleich, man kann aus den Einzelwerten einen mittleren Faktor    berechnen und anwenden.

    Es bedeuten:

    FX= Peakfläche des p-Xylols für die Standardlösung,
    FB= Peakfläche des Benzols für die Benzol-Xylol-Kalibrierlösung,
    mB= Benzolmasse in 3 g der Benzol-Xylol-Kalibrierlösung in mg,
    mX= p-Xylolmasse in 3 g der p-Xylol-Standardlösung in mg.
  4. A 5.4

    Methode Interner Standard

    Die Berechnung erfolgt nach Formel (4):

         (4)

    Es bedeuten:

    cm= Massenkonzentration von Benzol in der Probeluft in mg/m3,
    FB= Peakfläche des Benzols für die Probe,
    FX= Peakfläche des p-Xylols für die Probe,
    mX= p-Xylolmasse in 3 g der p-Xylol-Standardlösung in mg,
    V= Probeluftvolumen in l,
      = Mittlerer Flächenkorrekturfaktor für Benzol aus (3).

    Umrechnung von ca in ml/m3 (ppm) wie (2).   (5)