DGUV Information 213-515 - Verfahren zur Bestimmung von Cobalt und seinen Verbin...

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Abschnitt 5.6, 5.6 Messunsicherheit
Abschnitt 5.6
Verfahren zur Bestimmung von Cobalt und seinen Verbindungen Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-515)
Titel: Verfahren zur Bestimmung von Cobalt und seinen Verbindungen Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-515)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-515
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.6 – 5.6 Messunsicherheit

Die erweiterte Messunsicherheit wurde unter Abschätzung aller relevanten Einflussgrößen ("bottom-up"-Verfahren) ermittelt. Die Ergebnisunsicherheit setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den Unsicherheitsbeiträgen der Probenahme uPN und der analytischen Bearbeitung (Aufarbeitungsvolumen uV, Wiederfindung und Lagerverluste uWf, konzentrationsabhängige Einflüsse der Messwerte uMesswert bedingt durch Streuung der Kalibrierfunktion, Unsicherheit der Kalibrierlösung und die laborinterne Reproduzierbarkeit).

Die Kombination aller Unsicherheitsbeiträge führt zu den konzentrationsabhängigen kombinierten Messunsicherheiten ukomb. Durch Multiplikation mit einem Wahrscheinlichkeitsfaktor (k=2 für 95 % Sicherheit) erhält man die entsprechenden erweiterten Messunsicherheiten, die die konzentrationsabhängigen Messunsicherheiten des Gesamtverfahrens darstellen.

Für die Abschätzung der von der Probenahme abhängenden Messunsicherheitskomponenten lassen sich nach Anhang B der DIN EN 13890 [2] für die Probenahme alveolengängiger Stäube folgende Anteile zu Grunde legen:

Kalibrierung des Prüfsystems:1 % 
Abschätzung der gesammelten Konzentration:1 % 
systematische Abweichung von der Probenahmekonvention:8 % 
Abweichung vom Nenndurchfluss des Zyklons:3 % 
individuelle Variabilität des Probenahmegerätes:7 % 

Es resultiert eine kombinierte Unsicherheit des Probenahmesystems von 11,1 %.

Unter Berücksichtigung einer Probenahmezeit von 120 Minuten ergibt sich eine Gesamtmessunsicherheit für die Probenahme alveolengängiger Stäube uPN von 11,7 %.

In Tabelle 7 sind die einzelnen Unsicherheitsbeiträge zusammengestellt und die sich daraus ergebenden kombinierten Messunsicherheiten.

Tabelle 7:
Unsicherheitsbeiträge in %

uPN uV uWf uMesswert *ukomb
C1 C2 C3 C4 C1 C2 C3 C4
11,70,11,216,26,94,53,920,013,712,612,4

In Tabelle 8 sind die konzentrationsabhängigen erweiterten Messunsicherheiten uerw mit den dazugehörigen Cobaltkonzentrationen der Probelösung und den entsprechenden Cobaltkonzentrationen in der Luft bei einem Probeluftvolumen von 1,2 m3 dargestellt. Die Messunsicherheiten wurden nur für den Kalibrierbereich betrachtet, da bei höheren Cobaltkonzentrationen in der Luft die Proben in den kalibrierten Bereich verdünnt werden.

Tabelle 8:
Erweiterte konzentrationsabhängige Messunsicherheiten

 C1 C2 C3 C4
Erweiterte Messunsicherheit [%]40272525
Cobaltkonzentration der Probelösung [μg/l]4,8122440
Cobaltkonzentration in der Luft [μg/m3]0,10,250,50,83
*

Die Konzentrationen C1 bis C4 sind in Tabelle 8 aufgeführt.