DGUV Information 206-002 - Wenn die Seele streikt Vermeidung psychischer Gesundh...

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Abschnitt 1, Notruf 112 - Die Rettungsmaßnahmen und ihre Aus...
Abschnitt 1
Wenn die Seele streikt Vermeidung psychischer Gesundheitsschäden nach schweren Arbeitsunfällen (bisher: BGI 5046)
Titel: Wenn die Seele streikt Vermeidung psychischer Gesundheitsschäden nach schweren Arbeitsunfällen (bisher: BGI 5046)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 206-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 1 – Notruf 112 - Die Rettungsmaßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Seele

Mit schweren Unfällen brechen Situationen über uns herein, die jenseits unserer normalen Erfahrungen liegen. Wir geraten - Gott sei Dank - eher selten in solche Krisen, sodass wir keine Routine für ein Verhalten und Fühlen in solchen besonderen Fällen entwickeln können. Vor allen Dingen wissen wir nur sehr wenig über den Ablauf von Rettungsmaßnahmen.

Aus jedem Notfallplan geht hervor: Die erste Handlungsanweisung für Augenzeugen eines Arbeitsunfalles ist, über den Notruf 112 die Rettungsmaßnahmen einzuleiten.

Je nach Schwere des Unfalls und der Lage werden kurz darauf Notarzt, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Einsatzkräfte der Feuerwehr und/oder Werkfeuerwehr sowie Polizeibeamte und viele Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn am Unfallort eintreffen.

In einem zeitlichen Abstand, oft aber noch während der Rettungsmaßnahmen sind auch die Ermittler der Kriminalpolizei, des Staatlichen Amtes für Arbeitsschutz und der Berufsgenossenschaft zur Stelle.

Mit dem Einsatz dieser vielen Menschen und Fahrzeuge und den entsprechenden visuellen und akustischen Eindrücken sind für die Betriebsangehörigen psychische Belastungen verbunden, die es zu erkennen und zu verstehen gilt.

Dabei soll betont werden, dass die beschriebenen Reaktionen als völlig normale Verhaltensweisen auf belastende Ereignisse anzusehen und nicht im Sinne von "Fehlverhalten" zu verstehen sind.

In diesem Kapitel werden die verschiedenen Institutionen, die bei einem Arbeitsunfall zum Einsatz kommen, vorgestellt und benannt.