DGUV Information 209-067 - Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI ...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 3.1, Allgemeine Beschaffenheitsmerkmale
Abschnitt 3.1
Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI 5017)
Titel: Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI 5017)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-067
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.1 – Allgemeine Beschaffenheitsmerkmale

Der Raum oder Bereich soll frei von Erschütterungen, trocken, frostfrei und kühl sein. Unmittelbare Sonneneinstrahlung und Temperaturunterschiede im Raum sind zu vermeiden. Die Raumtemperatur sollte vorzugsweise zwischen +10 C und maximal +25 C liegen. Anzustreben ist eine Temperatur von +20 C.

Wenn im Einzelfall Ladevorgänge in nicht frostfreien Bereichen, das können Ladestellen in unbeheizten Hallen oder in Außenbereichen sein, wie sie beispielsweise auf Bauhöfen und in Straßenmeistereien vorkommen können, durchgeführt werden, so ist generell der Batteriehersteller hinsichtlich der zu berücksichtigenden batteriespezifisch zulässigen Umgebungstemperaturen während der Ladung und gegebenenfalls Lagerung zu befragen.

Bild 3-1: Batterieladestation, Mindestabstände und -abmessungen

Für die Batterieladestation sollte generell ein eigener Brandabschnitt vorgesehen werden. Festlegungen dazu enthält die "Verordnung über den Bau von Betriebsräumen für elektrische Anlagen" (EltBauVO).

Weitere Vorgaben können die jeweiligen Landesbauordnungen enthalten.

Nach der EltBauVO sind elektrische Betriebsräume von anderen Räumen feuerbeständig abzutrennen, d.h. Wände, Decke und Boden müssen aus feuerbeständigen Bauteilen F90 entsprechend DIN 4102 Teil 2 bzw. E190 entsprechend EN 13501 bestehen.

Bild 3-2: Planungshilfe zur Errichtung einer Ladestation für Flurförderzeuge

Türen von Batterieladestationen, wie sie beispielsweise in Kfz-Werkstätten betrieben werden, müssen nach außen aufschlagen und elektrolytbeständig sein.

Auch Fensterrahmen sowie Podeste und Wannen für das Aufstellen der Batterien müssen gegen die Einwirkungen des Elektrolyten beständig sein, außer bei Batterien mit gasdichten und geschlossenen Zellen.

Bei den überwiegend eingesetzten Bleibatterien sind derzeit mehrere Bauformen im Einsatz.

Die geschlossenen Batterien, die als "wartungsarm" bezeichnet werden, sind mit Stopfen oder Deckeln versehen, die zu Wartungszwecken entfernt werden können. Dadurch können die Zellen mit Wasser nachgefüllt werden. Ein Austritt von Elektrolyt oder Gas wird allerdings nicht verhindert, da die Stopfen und Deckel über eine Öffnung verfügen, durch welche entstehende Gase entweichen können.

Bei verschlossenen Batterien ("wartungsfrei") können die Zellen nicht mehr geöffnet werden, da sie verschweißt sind. Bei Überladung entstehende Gase können durch Überdruckventile entweichen, wenn der innere Druck einen vorbestimmten Wert überschreitet. Ein Auslaufen von Elektrolyt oder Nachfüllen mit Wasser ist dabei nicht mehr möglich.

Starterbatterien für Kraftfahrzeuge werden häufig in trocken vorgeladenem Zustand angeliefert, dann wird vor dem Einbau in das Fahrzeug der Elektrolyt eingefüllt. Heutzutage entfällt neuerdings überwiegend auch das Auffüllen, und zwar, wenn die Batterien bereits mit Elektrolyt befüllt zur Verfügung gestellt werden.

Bei Batterien in Elektrofahrzeugen ist zur Vermeidung von Kurzschlüssen und mechanischen Beschädigungen ein Basisschutz (Schutz gegen direktes Berühren aktiver Teile, d.h. Berührungsschutz) erforderlich, auch bei Batteriespannungen unter 60 V DC.