DGUV Information 209-067 - Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI ...

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Anhang 1, Checkliste zum sicheren Betreiben einer Batteriela...
Anhang 1
Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI 5017)

Anhangteil

Titel: Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI 5017)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-067
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 1 – Checkliste zum sicheren Betreiben einer Batterieladeanlage

Inhalte der Gefährdungsbeurteilung können sein:

  • Ist ein Anlagenverantwortlicher für die Batterieladeanlage benannt und dieser den Mitarbeitern bekannt gegeben worden?

  • Wurde eine Prüfung auf Explosionssicherheit von vorhandenen Arbeitsplätzen in explosionsgefährdeten Räumen und Bereichen durchgeführt?

  • Sind erforderliche Aushänge und Sicherheitskennzeichnungen, wie Hinweis-, Warn- und Verbotsschilder (z.B. W20, P01, P02, ggf. W04, W08) angebracht?

  • Besteht im Bereich der Ladeanlage eine Zutrittverhinderung für unbefugte Personen?

  • Wurden die Mindestabmessungen von Bedienungsgangbreite (0,6 m), Wartungsgangbreite (0,8 m) sowie Gang- und Raumhöhe (2 m) eingehalten?

  • Sind die Mindestabstände im Bereich der Ladeeinrichtung eingehalten?

    Abstand der Batterie

    • zum Ladegerät (1 m)

    • zu Funken bildenden Geräten, Schaltern, Steckdosen (0,5 m)

    • zu brennbaren Materialien (2,5 m)

    • zu feuer-/explosionsgefährdeten Bereichen (5 m)

  • Sind Raumluftvolumen und Luftvolumenstrom ausreichend sowie die Zu- und Abluftöffnungen hinreichend dimensioniert und nicht zugestellt oder verschlossen?

  • Erfolgt die Ladung der Batterie(n) unterhalb der Gasungsspannung?

  • Ist die Bildung von Wasserstoff/Luft-Gemisch (Knallgas = explosionsfähige Atmosphäre) ausgeschlossen? Wenn nicht, welche Explosionsschutz-Maßnahmen wurden getroffen?

  • Ist bei möglicher explosionsfähiger Atmosphäre ein Explosionsschutzdokument erstellt worden?

  • Ist bei technischer Lüftung sichergestellt, dass

    • die Lüftung während des Ladens in Betrieb ist und überwacht wird?

    • ein gegebenenfalls im Gas-Luft-Strom befindlicher Lüfter für Sauglüftung explosionsgeschützt und elektrolytbeständig ist?

  • Ist sichergestellt, dass innerhalb des Sicherheitsabstands von 0,5 m um die Batterie(n) keine offenen Flammen, glühende Körper, Funken oder Lichtbögen auftreten können?

  • Entspricht die ortsfeste elektrische Anlage den Normen für "Feuchtrauminstallation" und/oder für "Feuergefährdete Betriebsstätten"?

  • Besteht ein Schutz der Batterie(n) gegen äußere Einwirkungen, wie herabfallende Gegenstände, Eindringen von Fremdkörpern, Tropfwasser, Verschmutzung, Erschütterung, schädliche Gase usw.?

  • Sind die Ladeeinrichtungen und Batterien kippsicher auf nicht brennbarem Untergrund aufgestellt sowie zur Vermeidung von Kriechstrombildung sauber gehalten?

  • Ist eine elektrostatische Aufladung von Personen oder Fahrzeugen wirksam verhindert?

  • Weist der Fußboden elektrostatisch ableitfähige Eigenschaften auf?

  • Ist eine Betriebsanweisung für die Ladeeinrichtung(en) sichtbar ausgehängt und sind die Bedienungsanleitungen der elektrischen Geräte verfügbar?

  • Sind die Mitarbeiter unterwiesen? Wesentliche Unterweisungsinhalte sind:

    • Gefahren, die von elektrischer Energie ausgehen

    • Trageverbot von leitfähigem Körperschmuck

    • keine nassen oder feuchten elektrischen Geräte anfassen

    • keine Veränderungen an Sicherheitseinrichtungen vornehmen

    • vor der Benutzung elektrischer Betriebsmittel eine Besichtigung auf augenfällige Mängel/Schäden durchführen

    • Störungen müssen einer zuständigen Person gemeldet werden

    • Reparaturarbeiten keinesfalls selbst vornehmen

    • defekte Geräte einer ordnungsgemäßen Instandsetzung zuführen

  • Werden die Unterweisungen regelmäßig (mindestens einmal jährlich) durchgeführt und dokumentiert?

  • Wurden geeignete Arbeitsmittel für die zu erwartenden Umgebungsbedingungen und Beanspruchungen am Einsatzort ausgewählt?

  • Ist der Querschnitt der Ladeleitungen richtig bemessen, sind isolierte Klemmvorrichtungen vorhanden, werden nicht leitende Aufnahme-/Ablagevorrichtungen für die Klemmvorrichtungen der Ladeleitungen benutzt?

  • Sind die beweglichen Anschlussleitungen vor Beschädigungen geschützt und für die Umgebungsbedingungen geeignet?

  • Sind die Steck- und Klemmvorrichtungen in ordnungsgemäßem Zustand?

  • Erfüllen 230-V-Handleuchten die Anforderungen:

    Ohne Schalter, mit Schutzglas, Schutzart ? IP 54, Schutzklasse II bzw. in Ex-Bereichen mindestens die Gerätegruppe II, Kategorie 3G?

  • Sind am Batterieladeplatz dauerhafte Wand-/Bodenmarkierungen angebracht, die den Ladeplatz, z.B. des Elektrostaplers, kennzeichnen?

  • Ist/sind die Batterie(n) zur Kontrolle/Wartung leicht zugänglich?

  • Sind während der Ladung von Flurförderzeugen die Fahrzeug-Lüftungsöffnungen zur Vermeidung von Gasansammlung freigehalten?

  • Stehen zur sicheren Handhabung der Batterien geeignete Transporthilfen/Hebezeuge zur Verfügung?

  • Sind alle notwendigen persönlichen Schutzausrüstungen, wie Gesichts-, Augen-, Hand-, Fußschutz und Schürze sowie Augendusche/-spülflasche bereitgestellt und in ordnungsgemäßem Zustand?

  • Ist eine geeignete Feuerlöscheinrichtung, mindestens der Brandklassen AB, z.B. Schaumlöscher, vorhanden und auch nach Brandausbruch leicht erreichbar?

  • Werden die wiederkehrenden Prüfungen der elektrischen Anlage und der Arbeits- und Betriebsmittel durchgeführt sowie dokumentiert?