DGUV Information 209-067 - Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI ...

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Abschnitt 7.5, Explosionsgefahr
Abschnitt 7.5
Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI 5017)
Titel: Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien (bisher: BGI 5017)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-067
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 7.5 – Explosionsgefahr

Wird eine zu hohe Ladespannung verwendet, welche die Gasungsspannung überschreitet, wird der Ladestrom ansteigen, was dann zu erhöhter Knallgasbildung, stärkerem Wasserverbrauch, Temperaturerhöhung und kürzerer Gebrauchsdauer der Batterie führt.

Bei einer Ladung oberhalb der Gasungsspannung bildet sich generell explosionsfähige Atmosphäre.

Auch bei ausreichendem Raumluftvolumen und genügendem Luftwechsel kann im Nahbereich einer Batterie die Verdünnung der explosiven Gase nicht immer sichergestellt werden. Daher ist unbedingt ein Sicherheitsabstand mit 0,5 m Luftstrecke (Fadenmaß) zu beachten. Innerhalb dieses Bereiches dürfen keine offenen Flammen, glühende Körper (Oberflächentemperatur ≤ 300 C), Funken oder Lichtbögen auftreten. Das heißt, es dürfen auch keine elektrostatischen Entladungen erfolgen, da der bei einer Entladung entstehende Funke das entstandene Wasserstoff/ Luft-Gemisch (Knallgas) entzünden kann (siehe Abschnitt 3.3).

Wenn das Ladegerät abgeschaltet wird, lässt der Austritt von Gasen erst nach einer Stunde merklich nach. Jedoch sind selbst nach dieser Zeit Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, weil Gase, die in der Zelle festgehalten wurden, plötzlich freigesetzt werden können, z.B. durch Bewegen der Batterie beim Einsetzen ins Fahrzeug oder durch die Bewegung während des Fahrzeugbetriebes.